Krebserkrankungen des Verdauungstrakts gelten bei jüngeren Erwachsenen nach wie vor als selten. Gleichzeitig beobachten Fachpersonen weltweit einen deutlichen Anstieg der Erkrankungen. Studien gehen davon aus, dass die Zahl der jüngeren Patient*innen mit Darmkrebs bis 2030 gegenüber 2010 deutlich steigen und sich in einzelnen Altersgruppen wie bei den 20- bis 34-Jährigen sogar verdoppeln könnte. «Eine Krebsdiagnose in jüngeren Jahren trifft Menschen oft in einer Lebensphase, in der sie beruflich und privat mitten im Leben stehen. Neben der medizinischen Behandlung stellen sich Fragen zur Familienplanung oder zur beruflichen Zukunft. Diese Bedürfnisse möchten wir gezielt berücksichtigen», sagt Yannick Buccella, Oberarzt Klinik für Medizinische Onkologie und Hämatologie, Stadtspital Zürich.
Ganzheitliche Betreuung aus einer Hand
Das neue Programm begleitet Betroffene entlang des gesamten Behandlungspfads. Neben der onkologischen Behandlung erhalten Patient*innen Zugang zu einem interdisziplinären Angebot, das speziell auf ihre Lebenslage ausgerichtet ist. Dazu gehören genetische Beratung, Psychoonkologie, Ernährungsberatung, Fertilitätsberatung, Laufbahn- und Berufsberatung oder Physiotherapie. Diese Bereiche arbeiten eng zusammen und koordinieren die Betreuung der Betroffenen.
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