Die Stadt Zürich und die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Zürich setzen ihre seit 2019 bestehende Zusammenarbeit fort und realisieren mit dem Umbau der seit Jahren ungenutzten Kirche Wipkingen ein Projekt mit Pioniercharakter: «Mit der Umnutzung der Kirche Wipkingen betreten wir in Zürich Neuland», so Stadtrat Balthasar Glättli, Vorsteher des Schul- und Sportdepartements. «Erstmals wird ein Kirchengebäude direkt für schulische Zwecke genutzt. So bleibt ein prägendes Gebäude im Quartier erhalten und erhält gleichzeitig eine neue, lebendige Nutzung, von der die Schule Waidhalde und das Quartier gleichermassen profitieren.»
Gabriela Rothenfluh, Präsidentin des Schulkreises Waidberg, freut sich über die zusätzlichen Räume: «Die Schule Waidhalde ist in den letzten zehn Jahren stark gewachsen. Die neuen Räume in der Kirche geben der Schule den Platz, den sie für Unterricht, Betreuung und das gemeinsame Schulleben dringend braucht. Davon profitieren die Kinder und das Schulteam.»
In enger Abstimmung mit der Denkmalpflege hat die Stadt im ehemaligen Sakralbau Schulraum geschaffen – und dabei besonders auf die Rückbaubarkeit der Einbauten geachtet. Die Räumlichkeiten können pünktlich zum Schuljahresbeginn 2026/27 bezogen werden. Der Ausführungskredit von 9,3 Millionen Franken wird eingehalten.
«Die neue Nutzung gibt der Kirche Wipkingen eine lebendige Zukunft und erhält ihren öffentlichen Charakter», zeigt sich Michael Hauser, Kirchenpfleger der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Zürich, erfreut. «Aus der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der Stadt Zürich ist eine Win-win-Situation für die Schule, das Quartier und die Kirchgemeinde entstanden».
Neue Nutzung mit Respekt vor dem Bestand
Die wegweisende Umnutzung verlangte einen schonenden Umgang mit den Kirchenräumen. «Vécsey*Schmidt Architekt*innen» aus Basel haben bei ihrem Projekt mit reversiblen und statisch unabhängigen Leichtbaustrukturen gearbeitet, die einen späteren rückstandslosen Rückbau ermöglichen und die charakteristischen Raumqualitäten der Kirche erhalten. Das Projekt folgt konsequent dem Prinzip der Suffizienz. Das beheizte Volumen wird auf ein Minimum reduziert, während die bestehenden räumlichen Qualitäten optimal genutzt werden. Im Erdgeschoss wurden ein Mehrzweck- und Singsaal, Räume für Betreuung und Verpflegung sowie eine Bibliothek eingebaut. Im Obergeschoss macht ein grosszügiger unbeheizter Sommersaal die eindrucksvolle Kirchenarchitektur weiterhin erlebbar.
Stadtrat Tobias Langenegger, Vorsteher des Hochbaudepartements, sagt: «Die Kirche Wipkingen zeigt beispielhaft, wie wir bestehende Gebäude ressourcenschonend weiterentwickeln und für kommende Generationen nutzbar machen können. Statt neu zu bauen, setzen wir auf kreative Lösungen im Bestand, sparen dabei graue Emissionen und bewahren die Kirche als prägendes Gebäude für die Stadt Zürich.»
Bauabschlüsse weitere Schulanlagen
Die Stadt Zürich setzt insgesamt auf nachhaltige Lösungen bei der Umsetzung ihrer Bauvorhaben. Beim Schulportfolio der Stadt Zürich wird deutlich, mit welchen unterschiedlichen Ansätzen sich die Vorgaben des umweltgerechten Bauens (vgl. Meilenschritte 23) umsetzen lassen.
Folgende Schulbauten werden 2026 ausserdem erfolgreich abgeschlossen:
- Schulanlage Krähbühlstrasse: Umbau Meteo-Schweiz-Gebäude
- Schulanlage Riedenhalden Alte Turnhalle: Umbau für Betreuung
- Schulanlage Wolfsblick – Im Isengrind: wegweisender Holzbau aus Schweizer Holz
- Schulanlage Mühlebach: Umbau und Erweiterung
Weitere Informationen
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