Im Sommer 2026 ist die erste Planauflage nach § 13 des Strassengesetzes für die Franca-Magnani-Brücke vorgesehen. Die Brücke wird Zufussgehenden und Velofahrenden zukünftig einen sicheren und einfachen Übergang vom Kreis 4 in den Kreis 5 bieten. «Ich freue mich, dass die Planung der Franca-Magnani-Brücke Formen annimmt. Die neue Verbindung ist ein Leuchtturmprojekt für eine sichere und umweltfreundliche Mobilität», sagt Stadträtin Simone Brander.
Rückbau der Yonex-Badmintonhalle notwendig
Für die Umsetzung der Brücke muss die Yonex-Badmintonhalle rückgebaut werden. Die Stadt hat einen Erhalt der Halle umfassend geprüft und dabei diverse Varianten für den Abgang der Brücke bei den Viaduktbögen untersucht. Trotz sorgfältiger Prüfung gibt es keine Variante, die mit der bestehenden Halle vereinbar ist. Stadträtin Simone Brander: «Ich bedaure, dass es nicht möglich ist, alle Interessen unter einen Hut zu bringen». Bei einem solchen Generationenbauwerk wie dieser Brücke könne die Stadt aber keine Abstriche bei der Sicherheit und der Nutzbarkeit machen.
Neue Standards und Anregungen aus dem Gemeinderat
Die Lage der Franca-Magnani-Brücke ist durch den kommunalen Richtplan Verkehr verbindlich vorgegeben. Der Architekturwettbewerb von 2021 sah für die Brücke einen wendelförmigen Abgang zwischen dem Viadukt und der Yonex-Badmintonhalle vor. Gemäss den erst nach dem Wettbewerb in Kraft getretenen neuen Velostandards des Kantons waren die Rampen des ursprünglichen Projekts jedoch zu steil. Zudem waren die Sichtweiten und Kurvenradien ungenügend, was bei einer Umsetzung zu einem hohen Unfallrisiko geführt hätte.
Aus dem Gemeinderat wurde darüber hinaus eine Verbreiterung der gesamten Brücke angeregt. Mit den verschiedenen sicherheitsrelevanten Anpassungen ist der ursprünglich geplante Einbau der Brücke zwischen dem Viadukt und der Yonex-Badmintonhalle nicht möglich.
Postulat beim Stadtrat pendent
Mit dem am 10. September 2025 mit einer Textänderung überwiesenen Postulat GR Nr. 2025/230 wird der Stadtrat aufgefordert zu prüfen, wie die Brücke mit einem Weiterbetrieb der Yonex-Badmintonhalle am bestehenden Standort geplant werden kann. Dies unter der Bedingung, dass dadurch die Funktionstauglichkeit und Sicherheit der Brücke nicht beeinträchtigt werden. Sollte dies nicht möglich sein, soll der Stadtrat einen Alternativstandort für den Badminton-Sport – idealerweise im Kreis 5 – suchen. Das Postulat ist mit einer Frist bis zum 10. September 2027 zur Prüfung des Anliegens beim Stadtrat hängig.
Weitere Schritte
Nach der Bearbeitung der Einwendungen aus der ersten Planauflage ist 2027 die zweite Planauflage nach § 16 des Strassengesetzes zur Franca-Magnani-Brücke vorgesehen. Daraufhin erfolgt voraussichtlich 2029 die Volksabstimmung über den benötigten Objektkredit. Der Bau schliesslich ist Stand heute zwischen 2030 und 2034 vorgesehen.
Weitere Informationen
Lucas Bally, Leiter Kommunikation
Tiefbau- und Entsorgungsdepartement
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