Einen Kaffee trinken, Stieglitze beobachten oder Yoga auf der Wiese machen, statt Lärm und Abgasen ausgesetzt zu sein: Das ist seit Mai 2025 im Ueberlandpark in Schwamendingen möglich. Nach mehr als 25 Jahren Planung und Bau erstreckt sich heute über der Autobahn eine vielfältige Parklandschaft mit Pavillon sowie Spiel- und Erholungsbereichen. Für seine innovative Gestaltung wird der Ueberlandpark nun mit dem Binding-Preis für Biodiversität 2026 ausgezeichnet. «Was für eine Freude! Dieser Preis bestärkt unser Engagement für mehr Grün und Lebensqualität in Zürich. Nach nur einem Jahr ist der Ueberlandpark eine beliebte Stadtoase für die Bevölkerung und Lebensraum für rund 200 Tierarten geworden», sagt Simone Brander, Vorsteherin Tiefbau- und Entsorgungsdepartement.
Preise für «wegweisende Projekte im Siedlungsraum»
Die Gestaltung des Parks verantwortete Grün Stadt Zürich in Zusammenarbeit mit «Krebs und Herde Landschaftsarchitekten». Um auf dem Betondeckel einen Ort der Begegnung, Erholung und Natur zu schaffen, war auch die Bevölkerung von Schwamendingen eng eingebunden. Das Preisgeld von 100 000 Franken soll dem Quartier zugutekommen und vollumfänglich in die partizipative Weiterentwicklung des Parks fliessen. 2025 wurde der ebenfalls von Grün Stadt Zürich konzipierte Quartiergarten Hard mit dem mit 25 000 Franken dotierten Binding-Anerkennungspreis ausgezeichnet.
Mit dem Preis zeichnet die von Sophie und Karl Binding gegründete Stiftung jedes Jahr Projekte im Siedlungsraum aus, die eine hohe biologische Vielfalt mitdenken und anstreben. Gesucht waren dieses Mal wegweisende Projekte zum Jahresthema «Biodiversität und Infrastrukturbauten». Der Preis wird in zwei Kategorien für grosse und mittelgrosse Projektperimeter verliehen und ist mit einer Gesamt-Preissumme von 125 000 Franken der höchstdotierte Naturschutzpreis der Schweiz.
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