Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) erschliesst in den kommenden Jahren verschiedene Gebiete der Innenstadt mit dem Seewasserverbund CoolCity. Als Wärmequelle dient der Zürichsee. Zusätzlich kann Fernkälte aus Seewasser zur Raumkühlung genutzt werden.
Die Fernwärme aus dem Seewasserverbund löst vor diesem Hintergrund in grossen Teilen der Innenstadt schrittweise das bestehende Gasverteilnetz ab: Im Gebiet zwischen Hauptbahnhof, Schanzengraben und Bürkliplatz (vgl. Detailkarte) wird gemäss Beschluss des Stadtrats im Anschluss an die Fernwärmeerschliessung die Gasversorgung für Heizen, Warmwasser und Kochen je nach Standort zwischen 2033 und 2035 eingestellt.
Lokale Energie
Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe, erklärt: «Im sehr dicht bebauten Gebiet der Innenstadt lassen sich dezentrale erneuerbare Lösungen wie Wärmepumpen meist nicht realisieren. Mit dem Seewasserverbund CoolCity bietet die Stadt den Gebäudeeigentümerschaften eine zuverlässige und klimafreundliche Wärmeversorgung, die den Vorgaben des kantonalen Energiegesetzes entspricht. Die Ablösung von Gas durch lokale Fernwärme erhöht ausserdem die Versorgungssicherheit und trägt zum städtischen Netto-Null-Ziel bei.» Weiter stellt das Fernkältenetz eine ökologische Kälteversorgung sicher, die zukünftig von grosser Bedeutung sein wird.
Beratung und finanzielle Unterstützung
Im betroffenen Gebiet müssen Gebäudeeigentümerschaften bestehende Gasheizungen rechtzeitig vor der Gasverteilnetzstilllegung ersetzen. Das Gleiche gilt für Gaskochherde und andere Geräte, die ans Gasverteilnetz angeschlossen sind. Über das genaue Vorgehen informiert die Stadt Zürich Eigentümerschaften und Verwaltungen in den kommenden Wochen. Die Energieberatung Stadt Zürich leistet zudem Unterstützung bei individuellen Fragen. Weiter gibt es Fördergelder für den Heizungsersatz gemäss den geltenden Bestimmungen sowie eine Entschädigung für nicht amortisierte Gasgeräte.
Aktualisierung in Altstetten-Nord
In den vergangenen zwei Jahren hat die Stadt bereits für verschiedene andere Stadtgebiete konkrete Zeitpläne für die Ablösung des Gasverteilnetzes durch Fernwärme festgelegt (vgl. Übersichtskarte). Dazu gehört unter anderem Altstetten-Nord. Den Perimeter für die Gasverteilnetzstilllegung in diesem Gebiet hat der Stadtrat parallel zum Beschluss für die Innenstadt um ein kleines Areal erweitert und den Zeitplan aktualisiert. Die entsprechenden Eigentümerschaften und Verwaltungen werden ebenfalls in Kürze informiert.
Generell wird das Gasverteilnetz in allen Stadtteilen mit bestehenden oder geplanten Fernwärmenetzen abgelöst. Die weiteren Zeitpläne folgen etappenweise in den nächsten Jahren, sobald die nötigen Planungsgrundlagen vorliegen. Langfristig in Betrieb bleibt das Gasverteilnetz nur in einzelnen Stadtteilen, wo weder Fernwärme noch erneuerbare Einzellösungen technisch möglich oder wirtschaftlich sind. In solchen Gebieten sollen erneuerbare Gase zum Einsatz kommen.
Weitere Informationen
Frederic Härvelid
Kommunikationsbeauftragter
Departement der Industriellen Betriebe
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