Mit dem Abschluss der Vertiefungsstudie ist ein nächster Schritt im Planungsprozess für das städtische Josef-Areal getan. Die Studie untersuchte die städtebauliche Machbarkeit von zusätzlichen gemeinnützigen Wohnungen und Gewerberäumen – die zu den bisher bestellten Nutzungen hinzukommen sollen. Auch eine mögliche Auszonierung der Josefstrasse war Thema im Prozess. Unter Leitung des Amts für Städtebau (AfS) wurden dabei Anspruchsgruppen aus dem Quartier wie auch Politiker*innen direkt miteinbezogen.
Insgesamt bis zu 305 gemeinnützige Wohnungen quartierverträglich möglich
Die Vertiefungsstudie zeigt auf, dass rund 140 bis 170 zusätzliche gemeinnützige Wohnungen quartierverträglich auf dem Areal Platz finden können. Gemeinsam mit den schon ursprünglich geplanten 135 Alterswohnungen der Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (SAW) würden somit insgesamt bis zu 305 gemeinnützige Wohnungen entstehen. Hinzu kommen die ebenfalls ursprünglich geplanten 120 Pflegewohnplätze im Gesundheitszentrum für das Alter (GFA). Eine zusätzliche Erkenntnis: Aus planungsrechtlichen Gründen kann die Josefstrasse zwar nicht ausgezont werden, soll aber im Sinne der Öffentlichkeit vom quartierfremdem Verkehr befreit und begrünt, wie auch im Sinne des Aufenthalts aufgewertet werden.
Die weiteren geplanten Nutzungen – Quartierpark, Hallenbad, Werkhof und Räume für das Quartier – können dabei allesamt weiterhin Platz finden. So wird dem hohen Bedarf der Bevölkerung nach einer Vielfalt von öffentlichen Nutzungen weiterhin Rechnung getragen. Diese spannende Mischung – wie sie auch der kommunale Richtplan und städtische Strategien vorsehen – ergibt sich auch aus der bisherigen Planung, die das Quartier und Nutzer*innen bereits einbezogen hatte.
Klar ist: Das rund 20 000 Quadratmeter grosse Josef-Areal wird dabei einst sehr dicht bespielt und bebaut werden. Der Auftrag, zusätzlich zu den bestehenden Nutzungen noch weitere gemeinnütze Wohnungen und Gewerberäume zu schaffen, stammt aus einer Motion des Gemeinderats (GR-Nummer 2023/562).
Neue Entwicklungsgrundsätze bis Ende 2026
In einer nächsten Etappe soll nun das bestehende Entwicklungskonzept ersetzt werden. Die neuen Entwicklungsgrundsätze können voraussichtlich Ende 2026 dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt und die Bearbeitung der Motion 2023/562 abgeschlossen werden. Im Anschluss können eine Machbarkeitsstudie, die nötigen Architekturwettbewerbe sowie ein Gestaltungsplanverfahren gestartet werden.
Das Josef-Areal liegt in dieser Zeit keineswegs brach: Grün Stadt Zürich hat rund 4 000 Quadratmeter davon bereits in den provisorischen Quartierpark «Josefina» verwandelt. Daneben bieten das Zentrum für Kreislaufwirtschaft «Josy», das Sportzentrum Josef und die Zentralwäscherei heute bereits eine spannende Mischung des städtischen Lebens.
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Anatole Fleck, Kommunikation
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