Besonders betroffen sind die Gebiete rund um die Bäckeranlage, das Kasernenareal, der Bereich Hauptbahnhof/Gleis 3 und Gessnerallee sowie in den Abendstunden der Schanzengraben. Sichtbarer Konsum, Drogenhandel, grössere Gruppen und damit verbundene Konflikte erschweren die Nutzung und den Aufenthalt im öffentlichen Raum.
Die Stadtpolizei Zürich hat ihre Präsenz und Kontrolltätigkeit vor Ort in den letzten Wochen bereits entsprechend erhöht. Auch die aufsuchenden Sozialarbeiter*innen von sip züri sind in diesen Räumen intensiv und sichtbar präsent.
Verstärkte Präsenz und vier «Brennpunkte» in den Kreisen 1 und 4
Seit Donnerstag, 16. Juli 2026, bearbeitet die Stadtpolizei die vier besonders belasteten Gebiete als polizeiliche «Brennpunkte». Damit intensiviert sie ihre Präsenz und Kontrolltätigkeit weiter und koordiniert die verfügbaren Kräfte gezielt.
Zu den Massnahmen gehören lageangepasste Patrouillen, vermehrte Fusspatrouillen, Personenkontrollen, Wegweisungen bei Störungen der öffentlichen Ordnung sowie Ermittlungen gegen den Betäubungsmittelhandel. Weiterhin gilt: Drogenkonsum und -handel im öffentlichen Raum werden nicht toleriert. Konsumierende werden konsequent kontrolliert sowie je nach Situation an die entsprechenden Konsumräume verwiesen und weggewiesen.
Die Stadtpolizei und sip züri bearbeiten die bekannten Hotspots gemeinsam und sind dabei auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen: Bei grossen Gruppen, Drogenhandel, offenem Konsum oder aggressivem Verhalten ist die Stadtpolizei unter 117 zu kontaktieren, bei einzelnen Personen mit Unterstützungsbedarf oder für sozialarbeiterische Anliegen sip züri unter +41 44 412 72 72.
Zusätzliche Massnahmen sind zentral
Polizeiliche Massnahmen allein reichen für eine nachhaltige Entlastung nicht aus. Es sind zusätzliche Massnahmen nötig. So organisiert die Stadt auf der Bäckeranlage den ganzen Sommer über immer wieder Veranstaltungen, um das Gebiet zu beleben und zu durchmischen (Programm). Auch Reinigung und Unterhalt werden der aktuellen Lage angepasst. Zudem ist das Beratungsangebot «Ein Bus» regelmässig vor Ort.
Einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung des öffentlichen Raums leisten vor allem auch die drei städtischen Kontakt- und Anlaufstellen (K&A) sowie der Raum für Konsum und Triage (K&T). Die K&A stossen aufgrund der gestiegenen Nachfrage aber zunehmend an ihre Kapazitätsgrenze. Die Suche nach einem geeigneten Standort für eine vierte K&A läuft deshalb unvermindert intensiv weiter.
Weitere Informationen
Heute Dienstag, 21. Juli, von 13 bis 14 Uhr
Stadträtin Karin Rykart
Vorsteherin Sicherheitsdepartement
T +41 44 411 70 19
E-Mail sid-medien@zuerich.ch
Medienstelle Sozialdepartement
T +41 44 412 60 48
E-Mail kommunikation.sd@zuerich.ch