In der Stadt Zürich wird bezahlbarer Wohnraum für ältere Menschen immer gefragter. 2024 hat die Stimmbevölkerung beschlossen, dass bis 2035 zusätzlich 2000 gemeinnützige Alterswohnungen entstehen sollen. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen unter anderem Grundstücke der Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (SAW) bei Erneuerungen dichter bebaut werden.
Siedlung Neubühl: Erneuerung ab 2033
Die SAW betreibt seit 1966 am Erligatterweg in Zürich-Wollishofen die Alterssiedlung Neubühl mit 55 grösstenteils subventionierten Wohnungen. Die Siedlung muss voraussichtlich ab 2033 erneuert werden. Mit knapp 5400 Quadratmetern ist das Grundstück jedoch geringfügig zu klein für eine Arealüberbauung, die eine dichtere Bebauung erlaubt. Unmittelbar nördlich grenzt ein unbebautes Grundstück der Stadt Zürich an (Kat.- Nr. WO5815).
Landverkauf ermöglicht dichtere Bebauung
Der Stadtrat schlägt vor, einen rund 1500 Quadratmeter grossen Teil dieser Parzelle an die SAW zu verkaufen. Das SAW-Grundstück würde damit die Mindestgrösse von 6000 Quadratmetern für eine Arealüberbauung überschreiten, und die SAW könnte die Wohnungen bei der Erneuerung von 55 auf voraussichtlich 130 steigern.
Einnahmeverzicht zugunsten von günstigem Wohnraum
Der Verkaufspreis richtet sich nach dem Richtlinienlandwert (Richtlinien 65), der für gemeinnützige Wohnbauträger gilt, und beträgt 1,02 Millionen Franken. Er liegt unter dem Marktwert. Die Differenz von 8,40 Millionen Franken stellt ein Einnahmeverzicht dar, der ebenfalls vom Gemeinderat bewilligt werden muss. Beide Anträge – Verkauf und Einnahmeverzicht – gehen nun an den Gemeinderat.
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Kornel Ringli
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