Nicht alle Patient*innen, für die nach einer Untersuchung im Notfall eine stationäre Behandlung erforderlich ist, müssen dafür im Spital bleiben. Für Patient*innen mit bestimmten Erkrankungen wie beispielsweise besonderen Harnwegsinfektionen oder Magen-Darm-Infektionen sowie gewissen Lungenentzündungen kann eine Behandlung zu Hause ebenso sicher sein und Vorteile für die Genesung bringen. Deshalb können Patient*innen mit medizinisch geeigneten Diagnosen nach der Erstbehandlung im Notfall des Stadtspitals Zürich Triemli direkt in ihr Zuhause entlassen werden. Dort erhalten sie ihre weitere medizinische Behandlung mit ärztlichen Visiten, pflegerischer Versorgung sowie einer medizinischen Erreichbarkeit rund um die Uhr. Die Betreuung zu Hause übernimmt die auf diese Versorgungsform spezialisierte Hospital at Home AG in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtspital Zürich und weiteren Gesundheitsdienstleistern wie der Spitex Zürich.
Das Beste aus zwei Welten
«Hospital at Home» verbindet die medizinische Betreuung mit den Vorteilen des eigenen und gewohnten Zuhauses. Internationale Erfahrungen zeigen, dass geeignete Patient*innen in ihrer vertrauten Umgebung häufig besser schlafen, mobiler bleiben und sich schneller erholen. Ob «Hospital at Home» infrage kommt, beurteilen erfahrene Ärzt*innen des Notfallzentrums des Stadtspitals Zürich anhand klar definierter medizinischer Kriterien. Die Patient*innen entscheiden anschliessend selbst, ob sie sich zu Hause behandeln lassen möchten. Prof. Dr. med. Dominik Weishaupt, Medizinischer Direktor des Stadtspitals Zürich, erklärt: «Unser Anspruch ist es, unseren Patient*innen die bestmögliche Behandlung am richtigen Ort anzubieten. «Hospital at Home» ergänzt unser stationäres Angebot dort, wo eine Behandlung zu Hause sinnvoll und medizinisch sicher möglich ist.»
Innovatives Pilotprojekt
Mit «Hospital at Home» beteiligt sich das Stadtspital Zürich indirekt an einem Pilotprojekt der Gesundheitsdirektion Kanton Zürich. Ziel ist es, Aspekte zur Qualität, Nachfrage und Wirtschaftlichkeit dieses Angebots zu evaluieren, um Erkenntnisse darüber zu gewinnen, für welche Patient*innen sich dieses Versorgungsmodell eignet und wie es sich sinnvoll in die bestehende Gesundheitsversorgung integrieren lässt. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die Gesundheitsversorgung weiterzuentwickeln und stationäre Spitalkapazitäten gezielt dort einzusetzen, wo sie am dringendsten benötigt werden.
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