Die Schulanlage Aemtler in Zürich-Wiedikon besteht aus vier Gebäuden, darunter die beiden um 1908 errichteten Schulhäuser A und B des Architekten Gustav Gull. Von der Kindergarten- bis zur Sekundarstufe besuchen rund 550 Schüler*innen die Schulanlage Aemtler, die nebst Unterrichts- und Betreuungsflächen auch drei Sporthallen und eine Schulschwimmanlage umfasst. Die beiden markanten Schulhäuser im Heimatstil sollen nach über 120 Jahren zum ersten Mal umfassend instand gesetzt werden.
Umfassende bauliche Erneuerung
In enger Abstimmung mit der Denkmalpflege will die Stadt unter anderem die Fassaden, Dächer und Fenster erneuern, die Akustik und den Brandschutz verbessern, sanitäre Anlagen ersetzen und eine neue Technikzentrale errichten. Eine neue Heizungsanlage mit Erdsonden soll die fossile Heizung ablösen. Mithilfe neuer Lifte und IV-WCs werden die Gebäude hindernisfrei zugänglich gemacht. Schliesslich sind im Aussenraum Entsiegelungen und weitere Massnahmen zur Hitzeminderung und zur Förderung von Biodiversität vorgesehen.
Räumliche Anpassungen für einen zeitgemässen Schulbetrieb
Zeitgleich mit der Instandsetzung sollen im Schulhaus Aemtler B neue Gruppen-, Verpflegungs- und Betreuungsräume sowie ein neuer Tanz- und Theaterraum geschaffen werden. Im Weiteren werden Räume für das Schulpersonal ausgebaut. An der Bertastrasse werden Vorgärten mit neuen Bäumen und Sträuchern ergänzt, die Parkplätze reduziert und weitere Flächen entsiegelt. Zur Selbstversorgung mit Solarstrom installiert das ewz schliesslich auf dem Gebäude C eine Photovoltaikanlage.
Um den Schulbetrieb während der Bauzeit zu gewährleisten, sind Bauprovisorien notwendig, die ursprünglich schon ab 2025 – gemeinsam mit den Erdsonden – auf der Aemtlerwiese hätten erstellt werden sollen (Medienmitteilung vom 21. August 2024). Dagegen sind aus der Nachbarschaft Rechtsmittel ergriffen worden, weshalb die Stadt erste Vorbereitungsarbeiten im Herbst 2025 unterbrochen und die Aemtlerwiese wiederhergestellt hat (Medienmitteilung vom 27. April 2026). Aufgrund des laufenden Rekurses ist der Terminplan für die Instandsetzung mit grosser Unsicherheit behaftet und die planmässige Fertigstellung bis 2032 zum jetzigen Zeitpunkt unwahrscheinlich.
Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat neue einmalige Ausgaben von 4,5 Millionen Franken für die räumlichen Anpassungen und bewilligt für die Instandsetzung gebundene Ausgaben von 124,5 Millionen Franken. In den Beträgen sind wie üblich Reserven enthalten.
Weitere Informationen
Marc Huber
Kommunikation
Immobilien Stadt Zürich
T +41 44 412 43 93
E-Mail marc.huber@zuerich.ch