Das 1974 erbaute Garderobengebäude der Sportanlage Witikon hat das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Es soll bis 2030 durch einen Neubau ersetzt werden, der neben dem Sportbetrieb auch Räume für die Tagesschule der benachbarten Schulanlage Looren und einen Zweitstandort des Gemeinschaftszentrums Witikon beherbergt.
Die Dreifachsporthalle im Kernstück des Neubaus fasst eine Tribüne für Zuschauer*innen und wird ergänzt durch Kraft- und Gymnastikräume sowie einen Laufkorridor für die Leichtathletik. Hinzu kommen grosszügige Garderoben für Hallen- und Aussensportarten sowie ein Sportrestaurant mit Terrasse. Neben dem Hauptgebäude will die Stadt die fünf Rasensportfelder neu anordnen und – wo möglich – auf Liga-Standard bringen. Drei Felder erhalten Kunstrasen, auf zweien bleibt der Naturrasen bestehen. Vier Fussballvereine mit über 40 Mannschaften, American-Football-Teams und Turnvereine nutzen die Anlage heute. Sie sollen künftig im neuen Sportzentrum von verbesserten Trainingsbedingungen profitieren sowie Meisterschaftsspiele austragen können. Tagsüber können die umliegenden Schulen die Anlage für ihren Sportunterricht und für Schulsporttage nutzen.
Synergien mit Tagesschule und Gemeinschaftszentrum
Während der Planungsphase hat sich gezeigt, dass sich das Sportzentrum bestens eignet, um weitere Bedürfnisse aus dem Quartier aufzunehmen. Aus diesem Grund wurden im Projektverlauf zusätzliche Nutzungen integriert (vgl. Medienmitteilung vom 19. März 2025). So sind im neuen Sportzentrum einerseits Räume für die Betreuung und Verpflegung der Schüler*innen aus der benachbarten Schulanlage Looren vorgesehen – dort sollen täglich rund 300 Mahlzeiten bereitgestellt werden, wobei Synergien mit dem Sportrestaurant genutzt werden können. Andererseits soll das Gemeinschaftszentrum Witikon im neuen Gebäude Mehrzweckräume und einen grossen Veranstaltungssaal einrichten können, die das Angebot des Hauptstandorts im Witikerhuus ergänzen. Dank der verschiedenen Nutzungen vereint das neue Sportzentrum sportliche, schulische und kulturelle Funktionen unter einem Dach und schafft so einen zentralen Treffpunkt fürs Quartier.
Hybridbau und fossilfreie Energieversorgung
Architektur und Nachhaltigkeit gehen im geplanten Sportzentrum Hand in Hand. Das Gebäude ist als Hybridbau konzipiert: Die unteren Geschosse werden in Massivbauweise, die oberen – inklusive Sporthalle – aus Holz erstellt. Die Wärmeerzeugung erfolgt über Erdsonden. Für die Stromversorgung sorgt die hauseigene Photovoltaikanlage auf dem Dach, wo ausserdem biodiverse Lebensräume für Insekten und Vögel entstehen sollen. Im Aussenraum ersetzen künftig versickerungsfähige Beläge und einheimische Bepflanzung mit Wildhecken und Magerwiesen die bislang versiegelten Flächen.
Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat zuhanden der Stimmberechtigten neue einmalige Ausgaben von 102,9 Millionen Franken (einschliesslich üblicher Reserven) für den Ersatzneubau des Sportzentrums – samt den Räumen für die Schulanlage Looren und das Gemeinschaftszentrum Witikon – sowie die Neuordnung der Rasensportanlage. Die Zustimmung von Gemeinderat und Stimmbevölkerung vorausgesetzt, sollen die Arbeiten im Herbst 2027 starten und bis zum Bezug des neuen Gebäudes im Mai 2030 beziehungsweise der Fertigstellung der Aussenanlage im Oktober 2030 dauern.
Weitere Informationen
Marc Huber, Kommunikation
Immobilien Stadt Zürich
T +41 44 412 43 93
E-Mail marc.huber@zuerich.ch