Noch während das Unwetter kurz nach 10 Uhr von Westen her über die Bezirke Dielsdorf, Bülach und Winterthur zog, erreichten die Einsatzleitzentrale (ELZ) von Schutz & Rettung (SRZ) die ersten Notrufe. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Unwettern mit starken Winden und Regenfällen, die viele Feuerwehreinsätze zur Folge haben, sorgte heute vor allem der starke Hagel für Sach- und Personenschaden. So musste die ELZ innerhalb einer halben Stunde neben den rund 300 Feuerwehrnotrufen auch gut 150 Sanitätsnotrufe entgegennehmen. Daraus resultierten fast 100 Rettungsdienst- sowie 280 Feuerwehreinsätze.
Besonders betroffen war der nördliche Teil der Stadt Winterthur, wo zeitweise 20 Sanitätseinsätze gleichzeitig disponiert werden mussten – primär aufgrund von Platzwunden und Stürzen. Um diese hohe Anzahl Einsätze gleichzeitig abhandeln zu können, wurden mehrere Rettungswagen aus anderen Gebieten in die Region Winterthur verschoben. Damit wiederum die Sanitätsversorgung in diesen Gebieten weiterhin abgedeckt war, wurden mehrere Rettungswagen aus wenig betroffenen Regionen wie beispielsweise Zug verschoben.
ELZ und Feuerwehren im Unwettermodus
Die grosse Anzahl an Notrufen erreichte die Einsatzleitzentrale schwallartig, wodurch gleich von Beginn weg der Unwettermodus initiiert wurde. Dadurch wurden 20 rückwärtige Mitarbeitende sowie Angehörige der Feuerwehr Kloten aufgeboten, um die eingehenden Notrufe bewältigen zu können. Auch die Ortsfeuerwehren der besonders betroffenen Gemeinden schalteten in den Unwettermodus: Dabei besetzen sie das Depot und priorisieren die anfallenden Unwettereinsätze selbstständig.
So geht es weiter
Die offenen Einsätze werden durch die Feuerwehren nach und nach abgearbeitet, was sich noch länger hinziehen wird. Je nach weiterem Niederschlag kommen erfahrungsgemäss nochmals zusätzliche Einsätze dazu, die ebenfalls priorisiert und abgearbeitet werden.