Jedes Jahr werden auf dem städtischen Rebberg in Höngg 15 000 bis 30 000 Kilogramm Trauben geerntet, aus denen der Stadtwein gekeltert wird. Das zugehörige Rebhaus Chillesteig stammt aus den frühen 1970er-Jahren und dient als Werkstatt, Materiallager, Garage, Weinlager und Aufenthaltsraum. Da Gebäude und Anlagen bauliche und technische Mängel aufweisen, entspricht der Betrieb nicht mehr heutigen Anforderungen. Mit der Instandsetzung und der Erweiterung des Rebhauses schafft die Stadt die Voraussetzungen, den Standort langfristig zu erhalten und weiterzuentwickeln. Gleichzeitig stärkt sie die lokale Lebensmittelproduktion, die Pflege der Erholungslandschaft und den Klimaschutz. Ab 2027 soll der Rebberg biologisch bewirtschaftet werden. Der Baubeginn am Rebhaus Chillesteig ist für Juli 2027 vorgesehen, die Fertigstellung ab Juni 2028 geplant.
Zeitgemässe Infrastruktur
Das Gebäude wird an die Kanalisation angeschlossen und energetisch ertüchtigt. Die Haustechnik wird erneuert, das Dach, die Fenster und der Innenausbau werden ersetzt. Zur Anpassung an die heutigen Anforderungen wird das Rebhaus zudem gezielt ergänzt: Ein Erweiterungsbau schafft Platz für einen beheizbaren Aufenthaltsraum mit Teeküche, wodurch im bestehenden Gebäudeteil Platz für Garderoben und Sanitäranlagen entsteht. Dies ermöglicht zeitgemässe Arbeitsbedingungen auf dem ganzjährig bewirtschafteten Rebberg. Dank Wärmepumpe und Photovoltaikanlage kann eine nachhaltige Energieversorgung sichergestellt werden.
Der Stadtrat bewilligt für die Instandsetzung des Rebhauses Chillesteig gebundene einmalige Ausgaben von 794 000 Franken und beantragt dem Gemeinderat für die Erweiterung sowie die erforderlichen betrieblichen Anpassungen neue einmalige Ausgaben von 2,506 Millionen Franken. Der Gesamtkredit beläuft sich auf 3,3 Millionen Franken. In den Kreditbeträgen sind die üblichen Reserven enthalten.
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