Grün, Kultur, Gewerbe und zusätzliche Öffnung: Die Stadt Zürich arbeitet an der Weiterentwicklung des Gebiets «Seeufer Wollishofen». Der behördenverbindliche Masterplan sieht für das Gebiet zwischen der Landiwiese und dem Cassiopeiasteg nach der Roten Fabrik eine substanzielle Vergrösserung der öffentlichen Grün- und Freiräume, neue Wegverbindungen und einen Erhalt der industriellen Prägung mit Arbeitsnutzungen vor.
Die Erweiterung des bestehenden Seeuferparks ist dabei ein zentrales Ziel. Entsprechende Teilrevisionen des regionalen und des kommunalen Richtplans hat der Stadtrat bereits beschlossen. Die Anpassungen des Zonenplans für das Gebiet sind vorbereitet.
Seeseitige Auszonung wird weiterverfolgt
Unmittelbar neben der Roten Fabrik liegt das Areal der KIBAG. Die heutige Zonierung des gesamten Areals als Wohnzone W4 stimmt nicht mit den städtischen Planungsabsichten überein. Die Erweiterung der Grün- und Freiräume zwischen Werft und Gemeinschaftszentrum Wollishofen zu einem zusammenhängenden Seeuferpark macht auch eine Auszonung des seeseitigen Teils des privaten Grundstücks der KIBAG notwendig. Auf dem Arealteil zur Strasse soll die gewerbliche Nutzung erhalten bleiben. Dazu wird eine Umzonung nötig.
Diese Um- und Auszonierungen des KIBAG-Areals und mögliche Landerwerbe haben hohe Kostenfolgen. Der Stadtrat zieht im Zusammenhang mit der Budget- und Investitionsplanung in Betracht, bei der Umsetzung entsprechende Prioritäten zu setzen: Die Auszonung für den Seeuferpark wird konsequent weiterverfolgt. Eine Wohnnutzung mit Seeanstoss bleibt für den Stadtrat ausgeschlossen. Auch ein Erwerb dieses Teilareals ist eine Option.
Für das Teilareal entlang des Mythenquais ist weiterhin schwerpunktmässig eine Arbeitsnutzung geplant, jedoch soll ein beschränkter Wohnanteil erneut geprüft werden. Dieser soll primär dem preisgünstigen Wohnraum gewidmet werden. Ziel ist eine einvernehmliche Gesamtlösung, welche die städtischen Ziele möglichst erreicht und im Rahmen der aktuellen Investitionsplanung umsetzbar ist. Dazu nimmt der Stadtrat Verhandlungen mit der KIBAG auf.
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Anatole Fleck
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