Der Zürcher Stadtrat ist befremdet über den Entscheid des Regierungsrats zur Rosengartenstrasse. Die Kantonsregierung lehnt ein Strassenbauprojekt ab, das die Verkehrssicherheit verbessern soll. Noch immer sind täglich rund 55 000 Autos auf der Rosengartenstrasse unterwegs. Dadurch leben entlang dieser Achse rund 3000 Anwohner*innen über dem Lärm-Immissionsgrenzwert, 1000 sogar über dem Alarmwert. Die Stadt ist bundesrechtlich zur Lärmsanierung verpflichtet, kann diese aber aufgrund der langjährigen Blockade durch den Regierungsrat nicht umsetzen. Das nun abgelehnte Strassenbauprojekt sollte Verbesserungen für die Sicherheit für Fussgänger*innen und Velofahrer*innen bringen, wie sie seit Jahren gefordert werden.
Zwei behindertengerechte Übergänge abgelehnt
Der heute zur Rosengartenstrasse publizierte Entscheid des Regierungsrats betrifft die Nicht-Genehmigung eines Strassenbauprojekts, dessen Ausgaben der Gemeinderat bereits am 19. November 2025 mit einer deutlichen Mehrheit von 80 zu 40 Stimmen bewilligt hatte. Das Projekt sieht zwei neue ebenerdige, behindertengerechte Querungen für Fussgänger*innen und Velos zur Erhöhung der Sicherheit sowie Verbesserungen für den öffentlichen Verkehr vor.
Für Stadträtin Simone Brander, Vorsteherin des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements, ist nicht nachvollziehbar, dass der Regierungsrat seine Zustimmung trotz positiver Beurteilung durch das kantonale Amt für Mobilität verweigert: «Das Vorhaben am Rosengarten ist sorgfältig ausgearbeitet und breit abgestützt. Es gibt keinen sachlichen Grund für den Regierungsrat, es nicht zu genehmigen.» Und weiter: «Der Stadtrat wird sich auch weiterhin für die Verbesserung der Verkehrssicherheit und den Lärmschutz an der Rosengartenstrasse einsetzen.»
Der Stadtrat wird den Entscheid prüfen und gegebenenfalls Rechtsmittel ergreifen.
Weitere Informationen
Heute Donnerstag, 1. Oktober 2026, von 12.45 bis 13.30 Uhr:
Stadträtin Simone Brander
Vorsteherin des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements
T +41 44 412 23 00