Die Bevölkerung der Stadt Zürich ist in verschiedener Hinsicht vielfältig. So leben hier beispielsweise mehr Menschen mit einem sogenannten Migrationshintergrund als ohne. Und in Zürich lebende Kinder haben immer auch Freund*innen, deren Familien eine andere Migrationsbiografie haben als die eigene. Sie wachsen somit in einem Umfeld auf, das von Migration geprägt ist und in dem Migration normal ist: in einer postmigrantischen Gesellschaft. Doch wie erleben sie diese Normalität? Diese Frage stand im Zentrum der Zürcher Migrationskonferenz der AOZ und der Fachstelle Diversität, Integration, Antirassismus, die am 17. September 2026 mit 223 Teilnehmenden im Kunsthaus Zürich stattfand.
Im ersten Teil kamen junge Menschen selbst zu Wort. Ein eigens produzierter Kurzfilm zeigte Schulkinder aus Unterstrass, für die das Zusammenleben keiner Erklärung bedarf, weil es ihr Alltag ist. Auf dem Podium erzählten vier junge Erwachsene, die mit einer Migrationsbiografie in Zürich aufgewachsen sind, von Zugehörigkeit, Zuschreibungen und Alltagsrassismus. Ein Fachreferat ordnete ein, wie Kinder sich flexibel zwischen verschiedenen Welten bewegen und warum ihr Wohlbefinden in allen Lebensbereichen entscheidend ist.
Im zweiten Teil richtete sich der Blick auf das städtische Handeln. Weshalb bleiben manche Familien für Angebote unerreicht, und was braucht es, um ihr Vertrauen zu gewinnen? Fachpersonen aus Schule, Gemeinschaftszentren, Mentoring, Sport und Forschung waren sich einig: Man darf nicht warten, bis die Familien kommen, sondern muss zu ihnen gehen. Und von den Kindern können Erwachsene viel lernen, nicht zuletzt ihre Souveränität im Umgang mit Vielfalt.
Ein ausführlicher Bericht zur Konferenz sowie Fotos werden in Kürze hier aufgeschaltet.