Dieser Bericht wurde im Auftrag der Stadt Zürich verfasst. Auftragnehmerin ist die Carbotech AG.
Zusammenfassung:
Betrachtet man nur die Herstellung von Fasern, weisen die meisten Naturfasern eine höhere Umweltbelastung auf als Kunstfasern. Davon ausgenommen sind Fasern aus mechanisch rezyklierter Baumwolle und Viskosefasern, die aus Zellstoff aus chemisch rezyklierter Baumwolle hergestellt werden. Diese sind aus ökologischer Sicht die beste Wahl. Generell sind Recyclingfasern umweltfreundlicher als Fasern aus Primärmaterial.
Grundsätzlich ist es nur bedingt sinnvoll, die Umweltauswirkungen von verschiedenen Fasertypen zu vergleichen. Verschiedene Fasern besitzen verschiedene Eigenschaften und werden darum auch unterschiedlich eingesetzt. Umweltfreundlichere Fasern können weniger umweltfreundliche aufgrund der verschiedenen Eigenschaften nicht zwingend ersetzen.
Auch in den Phasen nach der Faserherstellung lässt sich die Umweltbelastung von Textilien deutlich senken. Dabei spielen die Produzent*innen eine wichtige Rolle: Wenn sie erneuerbare Energien nutzen, auf giftige Chemikalien verzichten und moderne Abfall- und Abwasserbehandlungsmethoden anwenden, können sie viel zur Entlastung der Umwelt beitragen.
Aber auch Nutzer*innen haben grossen Einfluss: Je weniger Neuwaren sie kaufen und je länger sie eine Textilie nutzen, desto besser für die Umwelt. Auch beim Waschen lässt sich einiges bewirken: am besten seltener und bei niedrigen Temperaturen waschen, an der Luft trocknen und möglichst wenig bügeln. Und schliesslich sollten Textilien im Kreislauf bleiben: Gut erhaltene Stücke kann man weiterverkaufen oder verschenken – kaputte Textilien in die Sammlung geben, damit die Fasern rezykliert werden können.