Der Bericht quantifiziert erstmals systematisch die direkten THG-Emissionen aus städtischen Hochbauvorhaben und schafft damit eine belastbare Grundlage für strategische Entscheidungen. Mithilfe eines transparenten, modularen Modells werden die Emissionen aus Baumaschinen sowie der Material- und Personallogistik konsistent auf die Erstellungskosten bezogen und sowohl die heutigen Emissionen als auch deren Entwicklung abgeschätzt. Trotz Unsicherheiten bestätigt die Sensitivitätsanalyse die Robustheit der Resultate. Städtische Hochbauvorhaben leisten einen relevanten Beitrag zu den direkten THG-Emissionen im Einflussbereich der Stadt Zürich. Eine Entkopplung von Bauaktivität und direkten Emissionen ist ohne zusätzliche Massnahmen nicht zu erwarten. Die Baustellenelektrifizierung erweist sich als entscheidender Hebel zur Senkung der direkten Emissionen. Aufgrund der höheren Effizienz elektrischer Antriebe lässt sich zudem der End- und Primärenergiebedarf um bis zu 70 % reduzieren. Gleichzeitig ergeben sich positive Nebeneffekte, insbesondere hinsichtlich Lärm- und Luftschadstoffemissionen.