Kalkbreitestrasse 3
8003 Zürich
Das ehemalige UTO-Kino wurde 1926/27 vom Architekten Franz Fischer in einen geschlossenen Blockrand eingebaut. Es galt im ehemaligen Arbeiterquartier Aussersihl als «Zürichs billigstes Kino-Theater». Mit den Stehplätzen auf der Empore wurde es in den Anfangsjahren mit Eintrittspreisen zwischen 50 Rappen und 2 Franken beworben. Der Bau kombinierte bis zum Bau des Kinos Morgental 1942 als einziges die Typologie eines Kinos mit einem Wohnhaus.
Zur Bauzeit erlebte die Filmkunst im Zeichen des Expressionismus eine Blütezeit. Dies belegt das strahlenumkränzte Maskenrelief über dem Eckeingang, welches Bezug auf die expressionistische Formensprache im deutschen Film nimmt. Anlässlich der abgeschlossenen Sanierung wurden die Fassaden mit der Neonreklame instandgesetzt. Der 2024 aufgegebene Kinosaal wird heute als Brettspielcafé genutzt.
Die Führung stellt das Gebäude vor, gibt einen Einblick in die Kinogeschichte, die Geschichte des Neonlichtes und dessen Herstellung sowie in die Licht- und Reklamegeschichte der Stadt Zürich mit Fokus auf das Sammeln und den Schutz von Gebäudebeschriftungen.
Sie können sich ab dem 1. August 2026 über das untenstehende Formular anmelden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!