Künstliches Licht steht im Zentrum eines urbanen Spannungsverhältnisses: Es erweitert die Nutzbarkeit der Stadt in die Nacht hinein und trägt zu Orientierung, Sicherheit und gesellschaftlichem Leben bei. Gleichzeitig verändert es ökologische Rhythmen, fragmentiert Lebensräume und beeinträchtigt zahlreiche nachtaktive Arten.
Dieser «double bind» der nächtlichen Urbanisierung steht im Lunch Talk vom 10. Dezember im Fokus. Nitin Bathla und Norman Backhaus gehen der Frage nach, wie Licht nicht nur als technische Infrastruktur, sondern relational gedacht werden kann – als urbanes Phänomen, das Menschen, andere Lebewesen, Technologien, Räume und politische Entscheidungen miteinander verbindet.
Anhand des Forschungsprojekts Spotlight wird diskutiert, was «Nocturnal Rewilding» bedeuten könnte: nicht die vollständige Verdunkelung der Stadt, sondern die gemeinsame Gestaltung differenzierter, ökologisch sensibler und sozial zugänglicher urbaner Nächte.
Der kostenlose online-Talk findet auf Zoom statt. Teilnahmelink ab 10. Dezember auf «Zukunft Stadtnatur».