Zecken sind Milben, welche sich vom Blut anderer Lebewesen ernähren. Dabei können sie Krankheiten übertragen. Sie sitzen im Gras, Gebüsch oder Unterholz, wo sie auf ihre «Wirte» warten. Innert Sekundenbruchteilen halten sie sich an der Kleidung oder der Haut eines vorüberstreifenden Wirtes fest. Danach suchen sie sich für ihren Stich bevorzugt eine Hautstelle aus, die besonders dünn oder feucht ist. Beim Menschen kann dies hinter den Ohren, zwischen den Beinen, in der Kniekehle, am Nacken, in der Achselhöhle, bei Kindern auch auf dem Kopf sein. Der Stich einer Zecke wird kaum wahrgenommen, kann aber Krankheiten übertragen.
Zecken können Krankheiten übertragen. So schützen Sie sich:
- Tragen Sie beim Aufenthalt in der Natur helle Kleider mit langen Ärmeln und Hosenbeinen.
- Stecken Sie die Hosenbeine in die Socken.
- Suchen Sie nach Ausflügen in der Natur den Körper auch an versteckten Stellen nach Zecken ab.
- Lassen Sie sich impfen.
- Entfernen Sie die Zecke möglichst rasch: Dazu mit einer Pinzette die Zecke nahe an der Haut fassen und gerade herausziehen. Danach die Haut desinfizieren.
- Keine Substanzen wie Öl oder Klebstoff auf die Zecke streichen.
- Einstichstelle und Datum des Stiches notieren, aber auch den Ort (Wald, Wiese, etc. oder Gemeinde in der Nähe) angeben, wo der Stich stattgefunden hat (dies kann auch aus versicherungstechnischen Gründen relevant sein).
Beobachten Sie den Zecken-Stich und begeben Sie sich bei Hautveränderungen oder Krankheits-Symptomen in ärztliche Behandlung. Erwähnen Sie unbedingt den Zecken-Stich – auch wenn dieser bereits Wochen her ist.
Nach wenigen Tagen kann sich bei infizierten Personen eine ringförmige Hautrötung bilden, die sich ausdehnt. Häufig (aber nicht immer!) befindet sich diese am Ort des Zeckenstichs. Manchmal treten auch grippeartige Symptome wie Fieber, Müdigkeit und Kopfschmerz auf. In diesen Fällen sollte ein Arzt konsultiert werden. Bei fehlender Behandlung können nach Wochen bis Monaten Entzündungen der Gelenke und des Nervensystems auftreten. Es kann ausserdem zu einer chronischen Infektion kommen, bei der die Krankheit immer wieder auftritt.
Achtung: Die Zecken-Impfung schützt nicht vor Lyme-Borreliose.
Nach 1-2 Wochen zeigen infizierte Personen grippeartige Symptome, die in der Regel ohne Folgen wieder ausheilen. Bei 5-15 % kommt es zu einer zweiten Krankheitsphase mit Hirnhaut- oder Hirnentzündung. Dabei können Schwindel, Konzentrationsstörungen, Sprechstörungen, Gehstörungen und Lähmungen auftreten, die bleibende Behinderungen hinterlassen können. Durch eine Impfung – empfohlen ab 3 Jahren – kann die Zecken-Enzephalitis verhindert werden.
Wespen werden von vielen Menschen als lästig empfunden. Dabei sind Wespen nicht nur nützliche, sondern auch friedfertige Tiere, die nicht grundlos angreifen. Mit Vorsicht und einigen einfachen Verhaltensregeln kann der Aufenthalt im Freien weiterhin genossen werden.
Wespen sind nicht aggressiv. Sie stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. So werden Sie Wespen los:
- Hektische Bewegungen vermeiden, möglichst ruhig bleiben.
- Wespen auf der Haut abstreifen oder abschütteln, nicht schlagen!
- Wespen nicht wegpusten, da sie Kohlendioxid als Alarmsignal empfinden.
- Werden die Wespen zur Plage, den Ort zügig verlassen.
- Süsse Lebensmittel und Fleisch ziehen Wespen an. Deshalb diese Nahrungsmittel vor dem Hineinbeissen immer prüfen.
- Möglichst keine süssen Getränke mitnehmen. Nicht direkt aus Dosen, sondern aus geschlossenen Trinkflaschen oder durchsichtigen Behältern trinken, am besten mit Strohhalm.
- Nach dem Picknick Hände und Mund mit Wasser oder Feuchttüchlein reinigen.
- Reste gleich wegpacken.
- Kind beruhigen, Stichstelle gut kühlen.
- Im weiteren Verlauf evtl. kühlende Salbe benutzen und Stichstelle ruhig halten.
- Bei einem Stich in Mund, Lippe oder Zunge wenn möglich Eiswürfel/ Glacé lutschen lassen und schnell ärztliche Hilfe suchen. Die einsetzende Schwellung kann zu Atemnot führen.
- Bei allergischer Reaktion, falls vorhanden, Notfallset benutzen (Tabletten und Adrenalin-Pen). Sofort Sanität rufen (144). Erste-Hilfe-Massnahmen einleiten.
Wespenstiche sind schmerzhaft, aber für gesunde Menschen ungefährlich – bei Allergiker*innen kann ein Stich lebensbedrohlich sein.
Der Eichenprozessionsspinner ist ein europäischer Nachtfalter, dessen Raupe vor allem auf Eichen lebt. Die feinen Brennhaare der Raupen reizen Haut und Schleimhaut und können vereinzelt Allergien auslösen.
Vorsichtsmassnahmen
- Befallene Areale meiden. Betroffene Bäume sind an den Raupen und Gespinsten sowie anhand auffällig kahler Stellen (Blattfrass) zu erkennen.
- Lebende und tote Raupen sowie bewohnte und verlassene Gespinste nicht berühren.
- Allfällige Absperrungen und Hinweisschilder beachten.
Kinder und Jugendliche freuen sich meist über heisse Sommertage. Allerdings kann heisses Sommerwetter auch Probleme bereiten. Was es zu beachten gibt, finden Sie im Infoblatt.