Als Kurde in Syrien geboren und als Ausländer in der Schweiz kenne ich nur das Gefühl, anders zu sein, keine Zugehörigkeit zu haben. Ständig werde ich daran erinnert, dass ich anders bin, als ob ich das nicht wüsste. Ich denke, das betrifft ein Drittel der Stadtbewohner:innen. In den letzten zehn Jahren habe ich versucht, mich hier zu integrieren, und das über aktivistische Arbeit. Heute möchte ich einen politischen Beitrag leisten, damit sich die Situation von Migrant:innen über die Institutionen verbessert und wir als Teil der Gesellschaft anerkannt werden – mit allem, was die Migration mitbringt. Ich möchte, dass wir neuen Zürcher*innen das Stimmrecht erhalten und diese Stadt gemeinsam vorantreiben. Wir können zusammen die Geschichte dieser Stadt um ein neues Kapitel bereichern. Dieses Ziel ist durch Bildung und richtige Informationen erreichbar.
Migration ist ein Bestandteil sowohl unserer Geschichte als auch unserer Zukunft. Über uns (Ausländer*innen) wird oft gesprochen, aber nicht mit uns. Lasst uns gemeinsam die Realität in Zürich neu beschreiben. Ja, für Mittandern, für einander.
Ich möchte die Stimme sein, die denjenigen Gehör verschafft, denen es an der Möglichkeit der Partizipation mangelt. Ich möchte einen Beitrag zur Förderung des gesellschaftlichen Gefüges leisten.
Wir müssen lauter sagen, dass Zürich einen Platz für Inklusion und Diversität sein soll, denn nur so kann die Stadt ihre Werte auch wirklich leben.
Das Genusserlebnis der Zugehörigkeit zu einer Stadt mit ihrer Kultur sowie die Weiterentwicklung dieser Kultur und die Leistung eines positiven Beitrags zum Zusammenleben ist für alle Menschen ein Grundrecht.
Nationalität/Herkunft: Kurdisch aus Syrien
Beruf/Tätigkeit: Software-Engineer in Weiterbildung
In Zürich seit: Seit 10 Jahren von Herzen Zürcher
Sprachen: Deutsch, Englisch, Arabisch, Kurdisch