Gebäudebrütende Arten wie Mauersegler, Alpensegler und Schwalben sind in der Schweiz zurückgegangen – vor allem durch den Verlust von Brutplätzen bei Sanierungen und Neubauten. Brut- und Nistplätze sind gesetzlich geschützt. Der Kanton Zürich verpflichtet die Gemeinden zur Inventarisierung.
Die Stadt Zürich hat das Inventar zusammen mit dem Beratungsunternehmen Orniplan AG umgesetzt.
Von 2023 bis 2025 wurden 142 Stadtgebiete in Zürich dreimal begangen – überwiegend von Ehrenamtlichen mit einer speziellen Smartphone-App. 3947 Meldungen zu 1859 Brutstandorten wurden erfasst, davon 712 sicher besetzt. Der Mauersegler ist mit 1176 Brutpaaren die häufigste Art, gefolgt von Alpensegler und Mehlschwalbe – je knapp 190.
Neu entdeckt wurden:
- 354 Mauersegler-Brutplätze
- 24 Alpensegler-Brutplätze
- 15 Mehlschwalben-Brutplätze
- 23 Rauchschwalben-Brutplätze
Viele frühere Meldungen konnten nicht bestätigt werden – bauliche Veränderungen und veraltete Daten spielen eine Rolle. Doppelbegehungen zeigten: Bei Mauersegler und Alpensegler wurde nur knapp die Hälfte der tatsächlich vorhandenen Brutstandorte erfasst. Die Mehlschwalbe ist deutlich einfacher zu erfassen. Die Zahlen sind daher Minimalwerte.
Ein aktuelles Inventar kann nur durch systematische Erhebungen, gezielte Kontrollen von Verdachtsstandorten und regelmässige Wiederholungen langfristig belastbar gehalten werden. Eine flächendeckende Neuerhebung alle zehn Jahre ist unerlässlich.