An der Zweierstrasse 173 und 175, gleich bei der Schmiede Wiedikon, besitzt die Stadt Zürich zwei praktisch baugleiche Mehrfamilienhäuser. Beide entstanden 1930 zusammen mit dem Nachbarhaus 171 (nicht in städtischem Besitz) nach Plänen des Architekten W. Fischer – in städtische Hand kamen sie jedoch zu unterschiedlichen Zeitpunkten: Haus 175 erwarb die Stadt 1989, Haus 173 folgte 2023 als weiterer Beitrag zum städtischen Drittelsziel.
Die beiden Häuser stehen in einer geschlossenen Zeile, wie sie im Quartier verbreitet ist: Die Gebäude reihen sich lückenlos aneinander und bilden so einen zusammenhängenden Strassenraum. Ihre schlichten Fassaden mit abgerundeten Partien sind bis heute kaum verändert und zeigen den Baustil der 1930er-Jahre, ebenso wie die robuste Bauweise und die klar gegliederten Grundrisse. Solche Ensembles mit ruhigen Innenhöfen sind im ganzen Quartier zu finden.
Die Raumaufteilung der beiden Häuser ist praktisch identisch: Ein kompaktes, schlichtes und für die Bauzeit typisches Treppenhaus erschliesst zehn resp. elf 2,5-Zimmer-Wohnungen. Die Wohnungen verfügen über angenehme Raumhöhen und eine kompakte, gut nutzbare Aufteilung; eine quadratische Diele erschliesst jeweils alle weiteren Räume. Es sind keine Gewerbeflächen vorhanden.
Beide Häuser verfügen im Innenhof über eine gemeinschaftlich nutzbare Aussenfläche. Im Haus 173 steht der ganzen Bewohnerschaft zusätzlich eine gemeinsame Dachterrasse zur Verfügung. Individuelle Balkone gibt es in keinem der beiden Häuser – einzige Ausnahme ist eine private Terrasse, die zur Dachwohnung im Haus 175 gehört.
Der Standort bei der Schmiede Wiedikon ist bestens erschlossen: Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf, Cafés und Restaurants sowie mehrere Tram- und Buslinien liegen in Fussdistanz, ebenso der Bahnhof Zürich-Wiedikon mit Busanschlüssen bis in den Kanton Aargau. Bis zum Hauptbahnhof Zürich sind es knapp zwei Kilometer oder vier Tramhaltestellen. Gleichzeitig ist die Zweierstrasse an dieser Stelle ruhig und verkehrsarm.
Haus 175 wurde 2026 umfassend, aber kostenbewusst saniert, damit die Mieten günstig bleiben. Die Mietenden mussten ihre Wohnungen verlassen und erhielten Ersatzangebote. Erneuert wurden Dach, Fassade, Fenster, Küchen und Bäder; die Wärmeerzeugung wurde nachhaltig. Im Dachstock entstand eine zusätzliche Kleinwohnung.
Haus 173 – seit 2023 in städtischen Händen – lässt sich vorderhand im heutigen Zustand weitervermieten.
Bei der Sanierung von Haus 175 wurde die Hälfte der Hoffläche entsiegelt und mit einem Baum sowie weiteren Pflanzen bepflanzt – das mindert die Hitzebelastung im Sommer und fördert die Biodiversität. Das Regenwasser vom Dach wird in einer Sammeltonne aufgefangen und für die Bewässerung genutzt. Die Wärme liefert eine Wärmepumpe statt einer fossilen Heizung.
- Baujahr 1930
- Raumprogramm 21 Wohnungen
- Mietzinse Kostenmiete
- Instandsetzung Zweierstrasse 175 2024–2026
- Architektur fiktiv Architektur GmbH
- Auswahlverfahren Planerwahlverfahren
- Ausführungskredit CHF 4,63 Mio.
- Adresse Zweierstrasse 173 und 175, 8003 Zürich