Die Stadt Zürich ist eine der grössten Immobilieneigentümerinnen der Schweiz. Das Portfolio setzt sich zusammen aus Teilportfolios wie etwa Schulbauten oder Wohnliegenschaften. Die Gebäude und Anlagen gehören je nach Nutzung entweder zum Verwaltungsvermögen oder zum Finanzvermögen. Ihr Versicherungswert beträgt 15,7 Milliarden Franken. Zum Vergleich: Schweizweit gehören der öffentlichen Hand Immobilien im Wert von 300 Milliarden Franken.
Diese Immobilien dienen unmittelbar der öffentlichen Aufgabenerfüllung. Dazu gehören z. B. Schulhäuser, Alterszentren und Verwaltungsbauten. Das Verwaltungsvermögen ist zweckgebunden und kann nur beschränkt veräussert werden.
Hierzu gehören kommerziell betriebene Immobilien wie z. B. besondere historische Altstadthäuser oder Ladenpassagen. Sie dienen der öffentlichen Aufgabe durch ihren Vermögenswert und ihre Mietzinserträge. Das Finanzvermögen kann aus finanzpolitischen Überlegungen verkauft werden.
Das Immobilienportfolio der Stadt Zürich ist nach Nutzung in verschiedene Kategorien unterteilt. Diese Gliederung in Teilportfolios ermöglicht eine effiziente Bewirtschaftung, Nutzung und Entwicklung der Bauten und Anlagen.
Die Gastronomiebetriebe im Verwaltungsvermögen bestehen aus Restaurants (ca. 50 Objekte), Café-Bars (ca. 10) und Take-aways (ca. 15). Sie dienen der Quartierversorgung und prägen das Erscheinungsbild der Stadt. Das Teilportfolio folgt dem Kostendeckungs- und Verursacherprinzip (eigenwirtschaftlich).
Das Teilportfolio Gesundheitsbauten umfasst insgesamt 230 Gebäude und Anlagen, wobei die 40 Gesundheitszentren für das Alter den grössten Flächenanteil einnehmen. Auch rund 100 ZüriWC auf dem ganzen Stadtgebiet gehören zu diesem Portfolio.
Bei diesen Liegenschaften handelt es sich in der Regel um Zwischennutzungen. Sie befinden sich im Finanzvermögen und sollen einen soziokulturellen Beitrag leisten und/oder das Quartier beleben. Die Mietzinse sollen kostendeckend sein.
Das Teilportfolio umfasst 59 Gebäude mit vielfältigen Nutzungen: Retail, Büro, Kultur, Bildung sowie Gewerbe und Industrie. Die Mieten sind marktbasiert, die Bewirtschaftung erfolgt nach marktwirtschaftlichen Kriterien.
Zum Teilportfolio Kulturbauten gehören namhafte Institutionen wie das Theater am Neumarkt, das Schauspielhaus, das Museum Rietberg, die Rote Fabrik und andere Kulturstätten an insgesamt 31 Standorten gehören.
Das Portfolio umfasst rund 400 Objekte an Landreserven und Baurechten. Landreserven gehören zum Finanzvermögen, Baurechte zum Finanz- und Verwaltungsvermögen. Das Portfolio sichert langfristig den städtischen Liegenschaftenbedarf für die Erfüllung öffentlicher Aufgaben.
Das Teilportfolio im Verwaltungsvermögen beinhaltet drei Objektgruppen: Liegenschaften mit nicht kommerziellen Nutzungen im öffentlichen Interesse, die nicht kostendeckend vermietet werden können, nicht kommerzielle Baurechtsareale sowie diverse Areale.
Die städtischen Parkierungsbauten befinden sich im Verwaltungsvermögen (VV) und werden eigenwirtschaftlich betrieben. Die Kurzzeit- und Dauermietparkplätze dienen der Kundschaft, dem lokalen Gewerbe und Anwohner*innen.
Die Stadt betreibt rund 120 Schulanlagen, 300 Kindergärten und 400 Horte. In den letzten Jahren wurden im Rahmen der Schulraumoffensive im beschleunigten Verfahren neuer Schulraum geplant, gebaut und eröffnet. Bis 2030 werden über 20 dieser neuen Schulbauprojekte fertiggestellt sein.
Die Sicherheitsbauten gewährleisten eine effiziente Notfallversorgung und Schutz der Bevölkerung. Dazu gehören die Wachen der Stadtpolizei und die Einsatzzentralen von Schutz & Rettung Zürich.
In diesem Teilportfolio sind 45 Sonderbauten zusammengefasst. Beispiele sind der Billettschalter der Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft am Bürkliplatz oder der Gartenpavillon im Beckenhof.
Zu den 150 Sozialbauten auf Stadtzürcher Boden zählen soziokulturelle Einrichtungen, Bauten für die Arbeitsintegration oder auch Einrichtungen für Suchtkranke. Ebenfalls den Sozialbauten zugeordnet sind rund 20 Standorte für die Kinderbetreuung.
Die Sportbauten und -anlagen der Stadt Zürich verteilen sich auf rund 190 000 Quadratmeter Geschossfläche, was vier Mal dem Hauptbahnhof Zürich entspricht. Zu den über 110 Anlagen gehören Sporthallen, Hallen- und Freibäder, Kunsteisanlagen - und das Letzigrund-Stadion, wo internationale Leichtathletik-Wettkämpfe, wichtige Fussballspiele und Konzerte ausgerichtet werden. Die Sportinfrastruktur schafft ein breites Spektrum an Bewegungs- und Freizeitmöglichkeiten für Schulen, Sportvereine und die ganze Zürcher Bevölkerung.
Das Teilportfolio enthält die Büros der städtischen Verwaltung und besteht aus rund 100 Objekten mit etwas über 100 000 Quadratmetern Nutzfläche. Mit Abstand der grösste Flächenanteil entfällt auf die fünf Amtshäuser und das repräsentative Stadthaus im Zentrum der Stadt.
Zu den Werkbauten der Stadt zählen rund 300 Anlagen. Dazu gehören die Werkhöfe von Entsorgung + Recycling Zürich, Tiefbauamt und Grün Stadt Zürich, aber auch die Friedhöfe, Stadtgärtnerei und Sukkulentensammlung.
Die 23 Gebäude mit 71 Wohnungen und 22 Gewerberäumen sind vom Gemeinderat als spezielle Objekte ohne öffentlichen Versorgungsauftrag eingestuft. Mieten und Bewirtschaftung erfolgen nach marktwirtschaftlichen Kriterien.
Das Teilportfolio dient dem Erhalt und der Erweiterung gemeinnützigen Wohn- und Gewerberaums. Dies im Sinne der wohn- und sozialpolitischen Ziele der Stadt. Grundlage der Mietverhältnisse ist die Kostenmiete.
Wohnsiedlungen: In 58 Siedlungen vermietet die Stadt knapp 6900 Wohnungen zu günstigen Preisen – rund ein Drittel davon ist zusätzlich subventioniert.
Einzelwohnliegenschaften: Gut 500 Liegenschaften mit knapp 2600 Wohnungen, viele davon historisch: Rund ein Drittel liegt in der Altstadt und steht unter Denkmalschutz.
Gewerbeliegenschaften: 1200 Gewerbeflächen für Kleinbetriebe – in eigenen Liegenschaften und in städtischen Wohnsiedlungen.
Die Immobilienstrategie der Stadt Zürich gibt die übergeordnete, strategische Ausrichtung für das kommunale Immobilienmanagement vor.