Die Genossenschaft WOGENO Zürich und die städtische Stiftung Familienwohnungen (SFW) wollen auf dem Areal Thurgauerstrasse, Teilgebiet D, ihre Vision von bezahlbarem Wohnraum für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen in einer vielfältigen und partizipativen Nachbarschaft gemeinsam umsetzen.
Die neue Wohn- und Gewerbesiedlung mit rund 160 Wohnungen soll bezahlbaren Wohnraum für Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen bieten und ein lebendiges generationen-übergreifendes Miteinander fördern. Ziel ist es, eine gute Durchmischung der verschiedenen Wohnungstypen und Wohnformen innerhalb der Siedlung sowie gemeinschaftlich nutzbare Räume zu schaffen, um Begegnungen zwischen Generationen und Nachbarschaften zu fördern. Dabei sollen Partizipation, Integration und Selbstbestimmung das gemeinschaftliche Zusammenleben stärken. Gleichzeitig stehen ein sorgfältiger Umgang mit Ressourcen, nachhaltiges Bauen sowie attraktive Wohn- und Freiräume im Zentrum der Entwicklung.
Nachhaltige Architektur für ein lebendiges Miteinander
Das Siegerprojekt «D’HEI!» besteht aus einem neungeschossigen Punktbau an der Thurgauerstrasse, der über Laubengänge mit einem siebengeschossigen Flachbau verbunden ist. Das Laubenganghaus staffelt sich von der Thurgauerstrasse zur Grubenackerstrasse hin mehrfach ab. Die qualitätsvollen Wohnungen sind mehrheitlich zweiseitig ausgerichtet und über zeugen durch Flexibilität in der Nutzung.
Die siedlungsverbindenden Laubengänge und Gemeinschaftsflächen sind wichtige Begegnungszonen für die Bewohnenden zur Bildung von Nachbarschaften. Der vielfältig nutzbare gemeinschaftliche Wohnhof in der Siedlungsmitte und der Quartierraum an der Grubenackerstrasse bieten ein reichhaltiges Angebot an Strukturen und Elementen, die Räume für Begegnung bieten. Auch eine Quartierverbindung ist sichergestellt, im Erdgeschoss verbinden zwei Passagen die Thurgauerstrasse mit der Grubenackerstrasse. Im Erdgeschoss zwischen Wohnhof und Thurgauerstrasse sind kleinteilige Gewerbenutzungen vorgesehen und ein grosser Gewerberaum steht im Kopfbau zur Verfügung.
Das kompakte Projekt setzt auf eine materialeffiziente Holz-Recyclingbeton-Verbundkonstruktion und hat das Potenzial den Grenzwert 1 zu erreichen. Die kompakten Baukörper, die Materialisierung sowie der hohe Anteil an Photovoltaik tragen zum Klimaschutz und zur Energieeffizienz bei. Mit ihrer langlebigen und flexiblen Bauweise erfüllen die Gebäude hohe Anforderungen an Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz. Ergänzt wird dies durch naturnah gestaltete Freiräume, die Biodiversität fördern und zur Hitzeminderung beitragen.
- Bauherrschaft Genossenschaft WOGENO Zürich und Stiftung Familienwohnungen SFW
- Wettbewerbsorganisation Stadt Zürich, Amt für Hochbauten
- Architektur atelier ORA - Orti Riscassi Architekten GmbH, Zürich
Landschaftsarchitektur BÖE GmbH, Zürich
Bauingenieurwesen Ingeni AG, Zürich - Auswahlverfahren Architekturwettbewerb im offenen Verfahren nach SIA 142 (zweistufig, anonym) mit 10 Teams in der zweiten Stufe, September 2026
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Zur Qualitätssicherung von Neubauten setzt die Stadt Zürich auf den Architekturwettbewerb. Umfassende Informationen zum Wettbewerbsverfahren finden Sie im Jurierungsbericht.
1. Rang | 1. Preis
- Architektur
atelier ORA - Orti Riscassi Architekten GmbH, Zürich - Landschaftsarchitektur
BÖE GmbH, Zürich
2. Rang | 2. Preis
- Architektur
BGP Architekten AG, Zürich - Landschaftsarchitektur
Vetsch Landschaftsarchitekten AG, Zürich
3. Rang | 3. Preis
- Architektur
fritz cruz architektur, Zürich - Landschaftsarchitektur
Habitat Landschaftsarchitektur GmbH, Zürich
4. Rang | 4. Preis
- Architektur
Gruber Köhler GmbH, Zürich - Landschaftsarchitektur
Ganz Landschaftsarchitekten GmbH, Zürich
Modellfotos: Iris Stutz, Zürich