Auf der städtischen Parzelle am Imfeldsteig im Quartier Zürich-Wipkingen war zusätzlich zum Bestandsbau neuer gemeinnütziger Wohnraum geplant. Die Stadt Zürich hat entschieden, das Bauvorhaben mit deutlich geringerem Eingriff zu überarbeiten – als Gesamtinstandsetzung ohne Erweiterungsbauten. Das siegreiche Wettbewerbsprojekt «Bellevue» kommt deshalb nicht zur Ausführung.
- Bauherrschaft Stadt Zürich
- Eigentümervertretung Liegenschaften Stadt Zürich
- Bauherrenvertretung Amt für Hochbauten
- Architektur Atelier Candrian Meier GmbH, Zürich
- Baumanagement BGS & Partner Architekten AG, Rapperswil
- Landschaftsarchitektur EDER Landschaftsarchitektur GmbH, Zürich
- Auswahlverfahren Architekturwettbewerb im selektiven Verfahren für Generalplanende nach SIA 142 mit 5 Teilnehmenden (einstufig, anonym), Oktober 2024
Weil Baulandreserven knapp geworden sind, gewinnen Verdichtungen im Bestand bzw. Ersatzneubauten an Bedeutung. Dieses Potenzial gilt es sorgfältig zu nutzen – nicht zuletzt durch die Weiterentwicklung der architektonischen und städtebaulichen Qualität, die im Einklang stehen muss mit der Erhaltung der Wohn- und Lebensqualität. So bleibt auch das schützenswerte Wohnhaus am Imfeldsteig 1 erhalten und soll instandgesetzt werden. Das Anfang des 20. Jahrhunderts vom damaligen Stadtbaumeister Arnold Geiser geplante und nach zweijähriger Bauzeit 1904 fertiggestellte Wohnhaus befindet sich heute grossmehrheitlich in bauzeitlichem Zustand.
Auszug aus dem Jurybericht: Dem Siegerteam gelang es, das grosse Potenzial des Grundstücks auszuschöpfen. Das Projekt setzt das strategische Ziel, möglichst viel gemeinnützigen Wohnraum zu schaffen, am besten um und bietet im Vergleich zu den anderen Wettbewerbsteilnehmenden am meisten neuen Wohnraum an.
Zusätzlich zum bestehenden Wohnhaus mit acht Wohnungen hätten in zwei Neubauten 13 neue Wohnungen entstehen sollen. Das Projekt umfasste entlang des Imfeldsteigs ein neues fünfgeschossiges «Stadthaus» mit elf effizient organisierten, mehrheitlich Ost-West orientierten Wohnungen und einer attraktiven, gemeinschaftlich nutzbaren Terrasse am Imfeldsteig als Verbindung zwischen dem Bestandsbau und dem Neubau. Im Parzelleninnern war aus Rücksicht auf die Nachbarschaft ein kleineres, kompaktes «Hofhaus» mit zwei 6-Zimmer-Wohnungen auf je drei Etagen geplant.
Zur Qualitätssicherung von Neubauten setzt die Stadt Zürich auf den Architekturwettbewerb. Umfassende Informationen zum Wettbewerbsverfahren finden Sie im Jurierungsbericht.
1. Rang | 1. Preis
Antrag zur Weiterbearbeitung
- Generalplanung, Architektur und Visualisierungen
Atelier Candrian Meier GmbH, Zürich - Baumanagement
BGS & Partner Architekten AG, Rapperswil - Landschaftsarchitektur
EDER Landschaftsarchitektur GmbH, Zürich - Brandschutz
Moser Architektur, Zollikon
2. Rang | 2. Preis
- Generalplanung und Architektur
Atelier Scheidegger Keller, Zürich - Bauingenieurwesen
Monotti Ingegneri Consulenti SA, Gordola - Landschaftsarchitektur
Ganz Landschaftsarchitekten, Zürich - HLK-Planung, Bauphysik und Akustik
Raumanzug GmbH, Zürich
Modellfotos: Dominic Büttner