Das Tiefbauamt bearbeitet 2026 eine Vielzahl von Baustellen. Sie beinhalten Verbesserungen für die Velofahrenden, den Ausbau des Fernwärmenetzes, wichtige Unterhaltsarbeiten und hindernisfreie Mobilität. Dabei orientieren sich die Bauprojekte an den Vorgaben der Strategie «Stadtraum und Mobilität 2040», mit der Zürich klimaneutral werden und lebenswert bleiben soll.
Die Stadt Zürich verfolgt das Ziel, bis 2040 klimaneutral zu werden. Ein zentraler Hebel dafür ist der Ausbau des Fernwärmenetzes, den das Tiefbauamt in der ganzen Stadt vorantreibt. Seit Anfang Jahr werden in der Luggwegstrasse und den umliegenden Quartierstrassen in Altstetten Fernwärmeleitungen verlegt, um die Anwohnenden künftig mit klimafreundlicher Wärme aus der Abwasserreinigungsanlage Werdhölzli zu versorgen. Der Fernwärmeausbau in der Altstetterstrasse befindet sich seit 2024 im Bau und wird voraussichtlich Anfang 2027 abgeschlossen.
Ab Mitte 2026 beginnt zudem der Fernwärmeausbau in der Basler- und der Saumackerstrasse sowie in angrenzenden Quartierstrassen. Neben dem Leitungsbau sind umfangreiche Aufwertungen des Strassenraums vorgesehen. Geplant sind unter anderem die Pflanzung von 116 Bäumen, zusätzliche Veloabstellplätze, breitere Trottoirs und Velostreifen, Temporeduktionen und hindernisfrei gestaltete Haltestellen. Gegen die Oberflächengestaltung wurden Rechtsmittel ergriffen. Deshalb werden zunächst wie üblich die Fernwärmeleitungen erstellt. Mit der Oberflächengestaltung soll, sofern die rechtlichen Voraussetzungen bis dahin erfüllt sind, im Jahr 2027 begonnen werden.
Weitere Informationen zur Baustelle Fernwärme Altstetten-Ost
Bis Ende Jahr wird die Tramhaltestelle «Bahnhofquai» im Herzen von Zürich umfassend saniert, erweitert und hindernisfrei ausgebaut. Aufgrund der speziellen Lage gestalten sich die Bauarbeiten besonders anspruchsvoll. Damit das Tram künftig stufenlos zugänglich ist, muss die Strasse auf der Seite des Hauptbahnhofs um 1,2 Meter näher an das Bahnhofsgebäude verschoben werden. Gleichzeitig muss während der Bauzeit die Zufahrt zur zentralen Anlieferung des Bahnhofs jederzeit gewährleistet bleiben. Weil die Haltestelle denkmalgeschützt ist und das «ShopVille» teilweise darunter liegt, ist zudem besonders vorsichtiges, aufwendiges Bauen nötig. Aus Sicherheitsgründen kann die Haltestelle während der rund einjährigen Bauzeit nicht bedient werden.
Weitere Informationen zur Baustelle Tramhaltestelle «Bahnhofquai»
Die bestehende Rathausbrücke aus den frühen 1970er-Jahren ist sanierungsbedürftig und muss erneuert werden. Zudem stellt sie eine Engstelle für den Abfluss der Limmat dar. Der aus einem Wettbewerb hervorgegangene Ersatzneubau schafft mit einer schlankeren Konstruktion, weniger Pfeilern im Fluss und einer abgesenkten Limmatsohle mehr Raum für das Wasser und trägt so zum Hochwasserschutz bei.
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Seit August 2025 setzt die Stadt zwischen der Stauffacherstrasse und der Kasernenstrasse den nächsten Abschnitt einer Velovorzugsroute um. Auf 1,25 Kilometer erhalten die Velofahrenden meist Vortritt und viel Platz. Im Frühling 2026 wird diese neue Veloverbindung Richtung Stadttunnel bereit sein.
Im Frühling 2026 startet die Umsetzung des ein Kilometer langen Abschnitts zwischen dem Stauffacherquai und dem See.
Mehr Informationen zu den Velovorzugsrouten in der Stadt Zürich.
Das Gebiet rund um die Scheuchzerstrasse wird mit Fernwärme erschlossen und die Werkleitungen sowie die Kanalisation werden erneuert. Für die Velofahrenden entsteht eine Velovorzugsroute und die Gegend wird mit Bäumen und Elementen der Schwammstadt begrünt. Zudem entsteht rund um die Scheuchzerstrasse ein Quartierblock.
Mehr Informationen zur Baustelle an der Scheuchzerstrasse
Ab April 2026 wird in der Talstrasse gebaut. Die Innenstadt wird über den Seewasserverbund CoolCity mit erneuerbarer Energie zum Heizen und Kühlen erschlossen. Dafür werden in der Talstrasse Leitungen verlegt sowie bestehende Leitungen und Kanäle erneuert. Zum Schluss wird ein lärmarmer Strassenbelag eingebaut und Tempo 30 signalisiert.
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