- Bauzeit: 16. Februar bis Ende Juni 2026
- Bauarbeiten: Ein- und Ausstiegsstellen für Freizeitboote beim Hönggerwehr
- Gesamtkredit: 2.6 Millionen Franken
An schönen Sommerwochenenden treiben zahlreiche Freizeitboote auf der Limmat flussabwärts – oft vom Letten oder Wipkingerpark bis nach Dietikon. Auf diesem Abschnitt muss das Hönggerwehr überwunden werden. Trotz Warnhinweisen und bisherigen Massnahmen kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen, weil die Ausstiegsstelle schwer erkennbar ist und Boote durch die Strömung abgetrieben werden. Zudem treffen beim Wehr Zufussgehende, Velofahrende und Böötler*innen auf engem Raum aufeinander und es kommt zu Gedränge.
Um die Sicherheit rasch zu verbessern, wurden 2022 provisorische Ein- und Ausstiegsstellen erstellt. Da diese provisorischen Anlagen die heutigen Anforderungen an Sicherheit, Dauerhaftigkeit und Unterhalt nur eingeschränkt erfüllen, werden diese nun zurückgebaut und durch sicherere und langfristig nutzbare Anlagen ersetzt. Zudem werden Massnahmen umgesetzt, sodass die Velofahrenden und Zufussgehenden beim Wehr besser aneinander vorbeikommen.
Der bestehende provisorische Steg bei der Auswasserungsstelle wird durch einen 35 m langen und 6 m breiten Stahlsteg ersetzt, der ein sicheres Anlegen mehrerer Boote gleichzeitig ermöglicht. Die Uferböschung wird leicht zurückversetzt und abgeflacht. Der neue Steg erhält eine rutschfeste und lichtdurchlässige Oberfläche. Eine Sicherheitskette entlang des Ufers bietet zusätzlichen Halt bei grossem Andrang.
Der provisorische Holzsteg unter der Europabrücke bleibt während der Bauzeit für die Auswasserung der Freizeitboote bestehen. Dieser wird zurückgebaut, sobald die definitive Ausstiegsstelle beim Hönggerwehr erstellt ist. Danach erfolgt der Ausstieg für Freizeitboote ausschliesslich dort.
Bei der Einwasserungsstelle wird die Böschung ebenfalls abgeflacht und dient als naturnahe Einstiegstelle. Im unteren Böschungsbereich erleichtern treppenartig gesetzte Quaderblöcke den Einstieg in die Limmat. Die bestehende Betontreppe, die provisorische Holztreppe sowie eine beschädigte Weide und zwei weitere Gehölze werden entfernt. Die Nutzung durch die Freizeitboote konzentriert sich künftig auf einen rund 40 m langen, klar definierten Abschnitt.
Der Fischerweg zwischen dem Hönggerwehr und der Einwasserungsstelle wird auf 4 Meter verbreitert, sodass Zufussgehende, Velofahrende und Böötler*innen gut aneinander vorbeikommen. Auf der Höhe des Hönggerwehrs und der Ausstiegsstelle werden neue Veloabstellplätze auf einer chaussierten Fläche erstellt. Während der Sommersaison werden zwei temporäre WC-Anlagen und Abfallcontainer bereitgestellt
Der Uferbereich ist ein wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Als Ersatz für die Beeinträchtigungen des Uferbereichs durch das Projekt Hönggerwehr werden in unmittelbarer Nähe flussabwärts verschiedene Aufwertungen umgesetzt. Es werden Stillwasserzonen und neue Uferstrukturen als Lebensräume für Fische und Amphibien geschaffen und bestehende Auenbereiche aufgewertet. Zusätzlich werden Strukturelemente wie Totholz und Kiesinseln eingebaut, um die Biodiversität zu fördern.
Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 16. Februar 2026 und dauern voraussichtlich bis Ende Juni 2026.
Fussverkehr
Während der Bauzeit wird der Fischerweg abschnittsweise gesperrt. Dort werden in diesem Zeitraum flussabwärts neben der Einstiegsstelle ökologische Aufwertungsmassnahmen umgesetzt. Da der Weg für die Baustellenzufahrt sehr eng ist und eine Kreuzung mit dem Langsamverkehr nicht möglich ist, muss er teils gesperrt werden. Der Langsamverkehr wird über den parallel zum Fischerweg verlaufenden kleineren Weg umgeleitet. Der Zugang über das Hönggerwehr zur Werdinsel sowie zur Winzerhaldenbrücke bleibt jederzeit möglich. Wegen der Baustelle kann es jedoch zu Wartezeiten kommen.
Freizeitboote
Während der gesamten Bauzeit befindet sich die letzte mögliche Ausstiegsstelle für Freizeitboote unterhalb der Europabrücke. Diese wird auf der Limmat entsprechend signalisiert. Die Einstiegsstelle unterhalb des Hönggerwehrs ist von Februar bis April 2026 gesperrt. In dieser Zeit ist dort ein Wiedereinstieg nicht möglich.
Aufgrund der fischereirechtlichen Schonzeit von Oktober bis April dürfen in dieser Zeit keine Arbeiten im Wasser durchgeführt werden. Da für das Projekt Arbeiten in und auf der Limmat erforderlich sind, können diese aus diesem Grund nicht vollständig ausserhalb der Böötli-Saison erfolgen.
Hier geht es zu den Regeln und Sicherheitshinweisen für sicheres Bööteln