Mit der Franca-Magnani-Brücke plant die Stadt eine weitere Verbindung über die SBB-Gleise, welche nur für den Fussverkehr und den Veloverkehr sein wird. Die Franca-Magnani-Brücke wird ein Leuchtturm für die umweltfreundliche Mobilität.
Im September 2025 hat die Stadt von den Betreibern der Yonex-Badmintonhalle eine Petition erhalten. Mit dieser Petition wird gefordert, dass die Yonex-Badmintonhalle nicht für die Franca-Magnani-Brücke weichen muss.
Die Stadt legt in ihrer Antwort vom 20. Januar 2026 dar, dass die Lage der Franca-Magnani-Brücke durch den kommunalen Richtplan Verkehr vorgegeben ist. Der kommunale Richtplan Verkehr wurde 2021 von der Stimmbevölkerung mit einer klaren Mehrheit von 58.5 % angenommen. Die Brücke soll eine sichere und einfache Alternative zur Hardbrücke werden.
In der Antwort auf die Petition wird weiter dargelegt, dass der Wettbewerb von 2021 einen kompakteren, wendelförmigen Abgang zwischen dem Viadukt und der Yonex-Badmintonhalle vorsah. Nach dem Wettbewerb traten die neuen Velostandards des Kantons Zürich in Kraft. Gemäss diesen waren die Rampen der ursprünglichen Brücke zu steil sowie die Sichtweiten und Kurvenradien ungenügend. Dies hätte bei einer Umsetzung zu gefährlichen Situationen für die Velofahrenden geführt. Dieses hohe Unfallrisiko kann bei einer neuen Brücke nicht in Kauf genommen werden. Zudem war die Brücke zu wenig breit. Mitglieder des Gemeinderats regten eine Verbreiterung an, damit die Brücke den aktuellen Standards entspricht. Mit diesen sicherheitsrelevanten Anpassungen an die aktuellen Normen und Vorgaben fehlt der Platz für den Einbau der Brücke zwischen dem Viadukt und der Yonex-Badmintonhalle.
Das Projektteam hat einen Erhalt der Yonex-Badmintonhalle sorgfältig und umfassend geprüft und dabei diverse Varianten für einen Abgang bei den Viaduktbögen untersucht. Diese Untersuchungen haben ergeben, dass unter Berücksichtigung der Randbedingungen und in Abwägung aller Interessen die Realisierung der Franca-Magnani-Brücke nur möglich ist, indem die Yonex-Badmintonhalle rückgebaut wird.
Am 10. September 2025 wurde dem Stadtrat ein Postulat überwiesen. Das Postulat fordert den Stadtrat auf zu prüfen, wie der Weiterbetrieb der Yonex-Badmintonhalle am bestehenden Standort möglich bleibt, oder – sollte dies nicht möglich sein – einen Alternativstandort idealerweise im Kreis 5 zu suchen. Die Frist für die Beantwortung des Postulats läuft bis am 10. September 2027.
Die Kreise 4 und 5 werden durch das Gleisfeld vor dem Hauptbahnhof getrennt. Heute verbinden die Duttweilerbrücke, die Hardbrücke, die Langstrassenunterführung, der Negrellisteg und der Stadttunnel das Quartier Aussersihl mit dem Industriequartier.
Der kommunale Verkehrsrichtplan der Stadt Zürich sieht zwischen der Hohl- und der Geroldstrasse eine weitere Fuss- und Veloverbindung vor. Von 2016 bis 2018 führte das Tiefbauamt deshalb zusammen mit der SBB eine Machbarkeitsstudie durch. Aufgrund der vielfältigen Rahmenbedingungen und der daraus folgenden komplexen Planung einer neuen Brücke über die Gleise wurde 2021 ein Studienauftrag im selektiven Verfahren durchgeführt.
Das Beurteilungsgremium hat aus den fünf Beiträgen zum Studienauftrag das Projekt «Landschaftsbrücke» des Teams um schlaich bergermann partner gmbh Stuttgart, Emch+Berger AG Bern, Itten+Brechbühl AG, Emch+Berger WSB AG und ghiggi paesaggi gmbh einstimmig zur Umsetzung empfohlen.
Die Brücke ist elegant und innovativ. Ihre Konstruktion ist optimal auf die Funktion als Fuss- und Veloverbindung abgestimmt. Der zusätzliche Grünstreifen in der Mitte wird das Passieren der Brücke angenehm machen.
Die aus Stahl gefertigte Brückenkonstruktion wird vom kantonalen Polizei- und Justizzentrum bis ans Lettenviadukt führen. Der Weg führt dabei vom Kreis 4 unter der bestehenden Kohlendreieckbrücke hindurch über die Gleise und entlang des Wipkingerviadukts in den Kreis 5.
Mit der Siedlungsverdichtung gewinnen Fuss- und Veloverbindungen weiter an Bedeutung. Mit der Brücke kann eine weitere Quartierverbindung geschaffen werden. Zudem entsteht ein Aussichtspunkt über den Gleisen.
Die Brücke soll 530 Meter lang und 10,35 Meter breit werden. In der Mitte der Brücke wird ein Grünstreifen den Fussweg vom Veloweg trennen. Das offene Geländer ermöglicht freie Sicht auf das Gleisfeld und die Stadt Zürich.
Die Gesamtkosten werden auf etwa 80 Millionen Franken geschätzt (Stand 2024).
- 2026: Erarbeitung Vorprojekt
- 2026: Mitwirkungsverfahren gemäss § 13 Strassengesetz (StrG)
- 2027: Auflageverfahren gemäss § 16 StrG
- 2029: Volksabstimmung
- 2030 - 2034: Bau