Die Erarbeitung eines neuen Freiraumkonzepts ist notwendig, um Massnahmen strategisch zu bündeln und weitergehende Schritte in Zürich-West zu definieren. Ziel ist es, die heterogenen, teils ikonischen Bau- und Freiraumstrukturen von Zürich-West in ihrem Charakter zu stärken und gleichzeitig zu einem klimagerechten Gesamtsystem zu verknüpfen, das sowohl die ökologische Vernetzung verbessert als auch dem steigenden Nutzungsdruck standhält.
Das Freiraumkonzept Zürich-West basiert auf den Zielen und Massnahmen der kommunalen Richtpläne, den städtischen Fachplanungen, weiteren Planungsgrundlagen sowie dem Handlungsbedarf im Konzept.
Freiraum
Ziel ist es, die Freiraumversorgung durch die Optimierung und Neuschaffung von Flächen auf öffentlichem wie privatem Grund zu sichern. Diese Räume sollen multifunktional, charaktervoll und mit hoher Erholungsqualität gestaltet werden.
Mobilität
Die Freiräume werden als grüne Infrastruktur vernetzt, um eine durchgängige Durchwegung und Anbindung an angrenzende Quartiere zu gewährleisten. Dabei schafft eine identitätsstiftende Gestaltung hohe Aufenthaltsqualität und macht den heterogenen Charakter von Zürich-West sichtbar.
Stadtklima
Zur Verbesserung der bioklimatischen Situation wird die Überwärmung reduziert und der Kaltluftzustrom aus dem Westen gesichert. Durch die Steigerung der Baumkronenfläche, Fassadenbegrünungen sowie die konsequente Umsetzung des Schwammstadt- Prinzips wird die Klimaresilienz auf allen Ebenen gestärkt.
Sozialraum
Es werden gezielt Aufenthaltsorte und Angebote für diverse Zielgruppen geschaffen, mit einem besonderen Fokus auf Kinder und Jugendliche sowie Sportmöglichkeiten. Die Nutzbarkeit und Aneignung von Räumen und Vorzonen soll aktiv gefördert werden, um das Quartier zu beleben.
Stadtnatur
Der Anteil ökologisch wertvoller Flächen wird konsequent ausgebaut und isolierte Lebensräume werden besser miteinander vernetzt. Die standortgerechte Begrünung orientiert sich dabei an den spezifischen Anforderungen des Stadtklimas und fördert die lokale Biodiversität.
Privatgrund
Durch gezielte Beratung und Förderung werden private Grundeigentümer aktiviert, um die Freiraumziele auf privatem Grund umzusetzen. Die planerische Verankerung der Konzepte erfolgt verbindlich im Rahmen von Sondernutzungsplanungen.
Im Rahmen der Erarbeitung findet ein Beteiligungsprozess statt. Dabei werden Interessensvertretende aus der breiten Bevölkerung sowie Organisationen, Vereine und weitere Anspruchsgruppen einbezogen. Mit Direktkontakten zu privaten Grundeigentümerschaften, werden zudem Schnittstellen zwischen öffentlichem und privatem Grund betrachtet und wo möglich Synergien genutzt.
Der Einbezug der breiten Öffentlichkeit fand unter anderem mit öffentlichen Spaziergängen im Juni / September 2023 sowie mit einer Mobilien Mitmach-Station im Oktober 2025 statt. Die Erkenntnisse aus den Formaten fliessen in die Konzeptarbeit ein.
Weitere Mitwirkungsformate sind im Herbst 2026 vorgesehen.
Zusätzliche Informationen, Veranstaltungen und Aktionen zum Mitwirkungsprozess finden Sie unter «Mitwirken an Zürichs Zukunft, Freiraumkonzept Zürich-West».
Das Freiraumkonzept ist derzeit in Überarbeitung. Bis Ende 2026 sollen die inhaltlichen Arbeiten zu den Phasen «Konzept» und «Massnahmen» abgeschlossen werden. Der Projektabschluss ist im Jahr 2027 vorgesehen.