Mit der Umgestaltung der Rautistrasse, Eugen-Huber-Strasse und dazwischen liegender Quartierstrassen sollen die Vorgaben der Richtplanung umgesetzt werden. Die Infrastruktur wird künftig nachhaltig, sicher und hindernisfrei gestaltet sein. Hitzemindernde Massnahmen werden das lokale Klima verbessern, während zusätzliche Grünflächen die Stadtnatur stärken und die ökologische Vernetzung fördern. Die Neugestaltung baut dabei auf der städtischen Strategie «Stadtraum und Mobilität 2040» auf.
Heute ist die Rautistrasse stark auf den Verkehr ausgerichtet. Breite Fahrbahnen, Längsparkplätze im Strassenraum und ein hoher Versiegelungsgrad prägen das Erscheinungsbild und trennen die angrenzenden Quartierbereiche. Mit der Umgestaltung, im Sinne einer "erschliessenden Stadtachse", gemäss der städtischen Strategie "Stadtraum und Mobilität", wird an diesen Punkten angesetzt.
Breitere Trottoirs werden künftig mehr Raum für Fussgänger*innen bieten. Und zusätzliche Bäume laden zum Verweilen ein. Die Rautistrasse soll sich zu einem durchgrünten, verkehrsberuhigten und lebendigen Strassenraum entwickeln. Die Kreuzungsbereiche sollen so gestaltet werden, dass man sich dort gerne aufhält. Die Bushaltestellen sollen auch als Treffpunkte im Quartier dienen. Gleichzeitig soll die Strasse attraktiv und sicher für die Velofahrenden sein.
Ein zentraler Auslöser für das Projekt in der Eugen-Huber-Strasse ist der geplante Neubau der thermischen Netze. Im Zusammenhang mit diesen Bauarbeiten soll die Strasse auch umfassend aufgewertet werden.
Für den Fussverkehr sollen die Aufenthaltsqualität verbessert und zusätzliche Flächen geschaffen werden. Insbesondere die Schulumgebungen sollen zu sicheren und attraktiven Räumen für Schüler*innen weiterentwickelt werden. Gleichzeitig wird die Bedeutung der Kreuzung Eugen-Huber-Strasse / Rautistrasse als Nachbarschaftszentrum gestärkt und das Zielbild «Quartierstrasse» gemäss der städtischen Strategie "Stadtraum und Mobilität" umgesetzt. Im Rahmen der Planung wird zudem geprüft, ob das Thalbächli geöffnet werden kann.
Für den Veloverkehr ist, abhängig von der künftigen Führung des Veloverkehrs in der Rautistrasse, eine Velovorzugsroute oder eine Velo-Basisroute vorgesehen. Insgesamt soll die Eugen-Huber-Strasse zu einem sicheren, lebenswerten und durchgrünten Strassenraum entwickelt werden.
Der Dialog mit der Öffentlichkeit beginnt bereits in einer frühen Phase der Planung und wird kontinuierlich weitergeführt. Die frühzeitige, transparente Partizipation ermöglicht es, lokale Bedürfnisse und Wissen in die Planung einzubeziehen, Zielkonflikte rechtzeitig zu erkennen und die Identifikation der Bevölkerung mit den Projekten zu stärken.
Im Rahmen der Partizipation werden die beiden Projekte Rautistrasse und Eugen-Huber-Strasse gemeinsam betrachtet. Für die Anwohner*innen bilden die beiden Strassen und ihr Umfeld einen zusammenhängenden Sozialraum.
Die Öffentlichkeit wird im Rahmen eines informellen Partizipationsprozesses informiert und angehört. In einer späteren Planungsphase erfolgt dann der formelle und gesetzlich vorgeschriebene Einbezug der Bevölkerung gemäss § 13 und § 16 des Strassengesetzes.