Die Stadt Zürich plant die Weiterentwicklung der St. Peter- und Nüschelerstrasse im Rahmen von Attraktiver Stadtraum City. Im Zusammenhang mit dem Energieverbund CoolCity werden Leitungen für die Versorgung mit erneuerbarer Wärme und Kälte in den Strassen verlegt. Die dafür notwendigen Bauarbeiten bieten die Möglichkeit, die betroffenen Strassenräume gleichzeitig aufzuwerten und an künftige Anforderungen anzupassen.
Im Zentrum stehen die Verbesserung der Aufenthaltsqualität, die Förderung des Fuss- und Veloverkehrs, die Überprüfung des Verkehrsregimes sowie Massnahmen zur Hitzeminderung und zur Förderung der Stadtnatur.
Das Projektgebiet liegt im Herzen der Zürcher Innenstadt und umfasst Teile der Nüscheler-, Pelikan- und St. Peterstrasse.
Heute bestehen unter anderem Herausforderungen durch zu schmale Trottoirs und fehlende Querungsmöglichkeiten für Zufussgehende. Auch bei der Veloführung und der Gestaltung des Strassenraums mit Bäumen und Grün gibt es Verbesserungspotenzial.
Stadtgerechte Mobilität
Die Planung verfolgt das Ziel, den Fuss- und Veloverkehr zu stärken und gleichzeitig die Erschliessung des Gebiets sicherzustellen.
- Verbesserung der Bedingungen für den Fussverkehr
- Optimierung der Veloführung
- Erhöhung der Verkehrssicherheit
- Prüfung eines einheitlichen Temporegimes
- Sicherstellung der Anlieferung und der notwendigen Erschliessung
Attraktiver Stadtraum
Die Nebenstrassen sollen zu belebten Flanierzonen weiterentwickelt werden. Dabei werden die angrenzenden Erdgeschossnutzungen, die Innenhöfe und die Verbindung zur Bahnhofstrasse berücksichtigt. Ziel ist ein einheitlicher Strassenraumentwurf, der unterschiedliche Nutzungen ermöglicht und die Aufenthaltsqualität verbessert.
Stadtnatur und Hitzeminderung
Die Neugestaltung soll einen Beitrag zur klimaangepassten Entwicklung der Innenstadt leisten.
- Schaffung neuer und zukunftsfähiger Baumstandorte
- Erhöhung der Baumkronenfläche
- Entsiegelung von Flächen
- Schaffung von Grün- und Versickerungsflächen
- Förderung ökologisch wertvoller Lebensräume
Die Stadt Zürich möchte lokales Wissen und die Anliegen verschiedener Anspruchsgruppen in den Planungsprozess einbeziehen.
Die informelle Partizipation soll die spätere formelle Mitwirkung gemäss § 13 Strassengesetz unterstützen.
Es ist geplant, eine Begleitgruppe zu bilden, sodass die Interessen von Gewerbe, Gastro und weiteren Interessensorganisationen bei der Planung vertreten sind. Ausserdem sind Partizipationsveranstaltungen sowie Online-Umfragen geplant.
Das Projekt befindet sich derzeit in der Vorstudie. In dieser Phase erfolgt neben einer Situationsanalyse die Entwicklung von Varianten. Beides wird innerhalb der Mitwirkung diskutiert.. Darauf aufbauend wird eine Bestvariante entwickelt, die dann mit der Planauflage nach § 13 Strassengesetz öffentlich aufgelegt wird. Mit der öffentlichen Auflage ist frühstens Ende 2027 zu rechnen.