Von der zunehmenden Unterkellerung von Gebäuden, über den Ausbau der thermischen Netze, zur Erhöhung des Baumbestands: Der Untergrund der Stadt Zürich wird immer stärker genutzt, Zielkonflikte werden häufiger.
Die Strategie «Planen und Bauen im Untergrund» verpflichtet die Stadt Zürich, den Untergrund als begrenzte, gemeinsame Ressource verantwortungsvoll zu bewirtschaften. Sie baut auf den «Strategien Zürich 2040» auf und ist eng auf verbindliche Planungsinstrumente sowie weitere Fachstrategien abgestimmt. Die Strategie stärkt die interdepartementale Zusammenarbeit und schafft eine Grundlage für eine nachhaltige und effiziente Stadtentwicklung.
Um die verschiedenen Herausforderungen, die durch eine verstärkte Nutzung entstehen, ganzheitlich zu bewältigen, fehlten bisher einheitliche Leitlinien, koordinierte Prozesse und klare rechtliche sowie fachliche Rahmenbedingungen. Fünf Ziele leiten das Handeln der Strategie «Planen und Bauen im Untergrund»: Langfristige Sicherung natürlicher Ressourcen und nachhaltige Nutzung ihrer Potenziale; planerische Abstimmung von unter- und oberirdischen Raumansprüchen; optimierte, vernetzte Planungsprozesse mit erhöhter Planungssicherheit; verfügbares, aktuelles Wissen über den Untergrund; sowie transparente und faire Kostenverteilung bei der Umsetzung.
Die Strategie zielt auf eine umweltverträgliche und widerstandsfähige Nutzung des Untergrunds ab. Und trägt durch klare Regeln bei Zielkonflikten im Sinne der Emissionsreduktion zum Klimaschutz bei. Die Umsetzung erfolgt über eine dynamische «Umsetzungsagenda», die laufend überprüft und angepasst wird. Ein regelmässiges Monitoring alle zwei Jahre sowie ein strategisches Controlling alle vier Jahre sollen gewährleisten, dass die Ziele erreicht werden.