Durch die Pflanzung von Bäumen und die Entsiegelung sowie die ökologische Aufwertung von Flächen wird das Stadtklima verbessert, Überhitzung entgegengewirkt und die Biodiversität gefördert. Einige Beispiele von Projekten werden nachfolgend vorgestellt.
Bullingerhof
Im Sommer 2025 wurde die beschädigte Pflästerung am Eingang zum Bullingerhof in der Bullingerstrasse mit einem robusteren Belagsaufbau erneuert. Dafür wurde das ursprüngliche Pflaster recycelt und ein Mörtel verwendet, der Regenwasser versickern lässt.
Vier neue Rosskastanien wachsen in grosszügigen, unterirdisch verbundenen Baumscheiben und profitieren von einem speziell entwickelten Baumsubstrat. Zudem wurden zwei Sitzbänke aufgestellt, die im Zeichen der UEFA Women's EURO 2025 in den Farben des Fussballevents gestrichen sind. Die auf den Bildern sichtbaren Fussballplakate wurden temporär während des Events aufgestellt und sind heute nicht mehr vor Ort.
Kreuzung Altwiesen-/Luchswiesenstrasse in Hirzenbach
Auf Initiative der Reformierten Kirche Hirzenbach wurde über das Programm Stadtgrün im Sommer 2025 an der Kreuzung Altwiesen-/Luchswiesenstrasse eine neue Grüninsel geschaffen. Dafür wurden Trottoirflächen entsiegelt, fünf Bäume gepflanzt, drei Eichenbalken als Sitzbänke aufgestellt und eine Ruderalfläche angelegt.
Selnaustrasse
Im Frühling 2025 wurden zwölf Parkplätze auf der Selnaustrasse neben dem Hallenbad City aufgehoben, um mehr Platz und Sicherheit für Zufussgehende und Velofahrende zu schaffen. An Stelle der Parkplätze ist eine kleine Grünfläche enstanden. Verwendet wurde Humus aus der Pestalozzianlage bei der Bahnhofstrasse, der dort nach der Sanierung nicht mehr gebraucht wurde.
Kreuzung Lyrenweg/Im Schaber
An der Kreuzung Lyrenweg/Im Schaber in Albisrieden wurde im Frühling 2025 eine kleine, aber wirkungsvolle Massnahme zur ökologischen Aufwertung umgesetzt. Ausgangspunkt war eine alte, marode Mauer. Diese wurde durch eine standortgerechte Natursteinmauer ersetzt. Im Zuge der Arbeiten konnte auch die angrenzende Grünfläche mit Blick auf Ökologie, Hitzeminderung und Aufenthaltsqualität verbessert werden. So wurden eine neue Blumenwiese angelegt, ein zusätzlicher Baum und einheimische Sträucher gepflanzt sowie eine Sitzbank aufgestellt.
Parkanlage Zweierplatz
Mit der Pflanzung einheimischer Wildstauden und Blütenpflanzen, einer neuen Staudenhecke und der Bepflanzung der Baumscheiben wurden im Frühling 2024 wertvolle Lebensräume und Nahrungsquellen für einheimische Insekten geschaffen. Gleichzeitig bietet der neu gestaltete Park der Bevölkerung eine höhere Aufenthaltsqualität.
Gleisbogen Zürich-West
Zürich-West gehört zu den Hitze-Hotspots in der Stadt. Im Bereich der Escher-Terrassen und Förrlibuckstrasse wurden daher Ende 2024 rund 90 zusätzliche Bäume gepflanzt und versiegelte Flächen im 2025 in Schotterrasen, Wiesen oder Pflanzflächen umgewandelt. Im Bereich des Gleisbogens gibt es wenig Werkleitungen im Untergrund, so dass sich einige Flächen gut für Baumpflanzungen und Entsiegelung eigneten.
Zur Medienmitteilung vom 31.05.2024
Wildbienenparadies in der Stadtgärtnerei
Seit dem Sommer 2024 hat die Stadtgärtnerei ein neues Wildbienenparadies. Die knapp 500 m² grosse Anlage fördert die Biodiversität im Siedlungsraum und bietet zahlreiche Niststrukturen für heimische Wildbienen. Die vielfältige Bepflanzung besteht ausschliesslich aus einheimischen Pflanzen und schafft Lebensräume für Zauneidechsen, Igel, Blindschleichen und viele weitere Gartenbewohner.
Es gibt schattige und sonnige Staudenflächen, Ruderalflächen mit Lesestein-, Sand- und Totholzstrukturen sowie einen wechselfeuchten Standort. Ein öffentlicher Spazierweg führt durch den Naturgarten zu einem kleinen Plätzchen, das von einer kunstvoll gestalteten Trockenmauer umgeben ist und zum Verweilen und Beobachten einlädt. Im Herbst 2024 wurden drei Bäume gepflanzt, die zur lokalen Hitzeminderung beitragen.