Jungbäume werden vor ihrer endgültigen Pflanzung temporär auf verschiedenen öffentlichen Plätzen aufgestellt. Mitte August 2025 wurden Jungbäume erstmals vor ihrer endgültigen Pflanzung auf verschiedenen öffentlichen Plätzen aufgestellt. Weitere Standorte für 2026 werden evaluiert.
Ziel des Pilotprojektes ist es, Begrünung sichtbar zu machen und neue Gestaltungsmöglichkeiten zu prüfen. Die Bäume stehen in sogenannten Air Pots auf speziell entwickelten Podesten mit integriertem Wasserspeicher und Befestigungsmöglichkeiten. Diese Konstruktion ermöglicht eine flexible Begrünung auch auf versiegelten Flächen. Rund um die Bäume werden Stühle, Bänke und Liegen aufgestellt. Die Bäume samt Sitzgelegenheiten schaffen eine angenehme Atmosphäre und laden zum Verweilen ein. Zudem wird deutlich, wie Bäume das Stadtbild verändern können.
Der Zustand der temporären Begrünung wird exemplarisch im Rahmen eines Monitorings untersucht. Mit Hilfe von Sensoren werden Umweltdaten, wie etwa die Bodenfeuchte, der CO₂-Gehalt oder der barometrischer Druck gemessen. So kann der Zustand der temporären Begrünung quasi in Echtzeit überprüft werden. Resultate der Messungen fliessen in die Auswertung des Pilotprojektes mit ein.
Die Auswertungen der Umfrage sind in Arbeit.
Die temporäre Begrünung im Rahmen des Pilotprojektes steht an verschiedenen Standorten im öffentlichen Raum:
- Paradeplatz (2025)
- Züghusplatz (2025)
- Herkulesplatz (2025)
Weitere mögliche Standorte werden während des vier Jahre dauernden Pilotprojekts «Grünes Gastspiel» laufend geprüft und umgesetzt.
Der Baumbestand umfasst mehrheitlich einheimische Arten. Im Sinne des Pilotprojekts werden auch andere Bäume verwendet, welche sich bereits als klimaverträglich erwiesen haben oder darauf getestet werden sollen.
Beispiele verwendeter Arten:
- Hainbuche
- Linde
- Ulme
- Magnolie
- Eisenholzbaum
- Tulpenbaum
In einer wachsenden Stadt wie Zürich ist der Platz knapp. Neue Bäume dauerhaft zu pflanzen, ist nicht überall sofort möglich – sei es wegen ungeeigneten Standorten, Bauprojekten, Leitungen im Boden oder anderen planerischen Hürden. Temporäre Begrünungen sind eine pragmatische Zwischenlösung. Sie machen sichtbar, wie grün gestaltete Stadträume wirken können, und helfen, die Akzeptanz für langfristige Begrünung zu fördern.
Die Pilotphase läuft über vier Jahre. In dieser Zeit werden verschiedene Standorte getestet. Dabei gilt es herauszufinden, wo temporäre Begrünungen besonders gut funktionieren. Letztes Jahr pflanzte Grün Stadt Zürich rund 1100 zusätzliche Bäume – das zeigt, wie viel Potenzial in dieser Idee steckt. Ziel ist es, temporäre Begrünungen als festen Bestandteil der Stadtgestaltung zu etablieren. Wichtig ist jedoch: Am wohlsten fühlen sich Bäume stets im Boden.
Folgende Partner unterstützen Grün Stadt Zürich im Pilotprojekt:
- Sitz- und Liegeelemente: BURRI Public Elements AG
- Konzeption und Design: Daniel Hunziker Design Identity AG
- Bäume und Bepflanzung: Lüscher Gartenbau-Baumschulen AG
- Zustands-Monitoring temporäre Begrünung: Smart Farm Tech AG