Bei den Männern ist die Erwerbsquote höher als bei den Frauen: 78,2 Prozent der männlichen und 71 Prozent der weiblichen Bevölkerung ab 15 Jahren sind erwerbstätig oder auf Stellensuche. Die höchsten Erwerbsquoten weisen mit 98 Prozent die 40- bis 44-jährigen Männer auf. Bei den Frauen ist die Erwerbsquote mit 93,3 Prozent in der Altersgruppe der 30- bis 34-Jährigen am höchsten.
Die Erwerbsquote besagt, wie hoch der Prozentsatz an Erwerbspersonen ist, gemessen an der entsprechenden Referenzbevölkerung. Zu den Erwerbspersonen gehören sowohl Erwerbstätige als auch Erwerbslose, die auf Stellensuche sind und für die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit verfügbar wären. Die Erwerbsquote sagt nichts über den Beschäftigungsgrad aus. Das heisst: Ob jemand zu 20 oder 100 Prozent erwerbstätig ist, spielt für die Erwerbsquote keine Rolle.
Hinweis: Ein Vollzeitäquivalent entspricht einer Arbeitsstelle mit einem Vollzeit-Beschäftigungsgrad.
Die Erwerbsquote in Vollzeitäquivalenten liegt bei den Frauen bei 53,8 Prozent, bei den Männern bei 70,1 Prozent. Weil Frauen häufiger als Männer Teilzeit arbeiten, unterscheiden sich die Erwerbsquoten in Vollzeitäquivalenten stärker zwischen den Geschlechtern als die Erwerbsquoten. Die Geschlechterunterschiede nehmen mit zunehmendem Alter zu. Grund hierfür ist die stärkere Verbreitung von Teilzeitarbeit bei Frauen während der Familienphase sowie der – auch aufgrund von Angehörigenpflege und -Betreuung – frühere Rückzug von Frauen aus dem Erwerbsleben.
Die Erwerbsquote in Vollzeitäquivalenten besagt, wie hoch der Prozentsatz an Erwerbspersonen in Vollzeitäquivalenten ist, gemessen an der entsprechenden Referenzbevölkerung. Für die Berechnung der Erwerbspersonen in Vollzeitäquivalenten wird jede beschäftigte Person mit ihrem Erwerbspensum gewichtet (eine zu 50 Prozent erwerbstätige Person wird entsprechend mit dem Faktor 0,5 gewichtet), Erwerbslose gemäss ILO werden mit dem gewünschten Beschäftigungsgrad gewichtet. Ein Vollzeitäquivalent entspricht einer Arbeitsstelle mit einem Vollzeit-Beschäftigungsgrad.
Bei den Männern ist Teilzeitarbeit deutlich weniger verbreitet als bei den Frauen. Die Teilzeiterwerbstätigenquote variiert stark nach Alter. Bei den Frauen liegt die Teilzeiterwerbstätigenquote in den Altersgruppen ab 40 bis 59 Jahren um rund 50 Prozent. Bei den Männern liegt die Teilzeiterwerbstätigenquote ab 25 bis 49 Jahren bei mehr oder weniger 16 Prozent, erhöht sich aber bis vor der Pensionierung leicht.
Die Teilzeiterwerbstätigenquote misst den Anteil teilzeiterwerbstätiger Personen an der Bevölkerung, die Vollzeiterwerbstätigenquote den Anteil Vollzeiterwerbstätiger. Pensen bis 90 Prozent gelten als Teilzeitpensen, Pensen von 90 und mehr Prozent als Vollzeitpensen.
Lesebeispiel: Seit 2011 hat sich der Anteil der Frauen, die zwischen 50 und 89 Prozent erwerbstätig sind, von 28,9 auf 33,6 % erhöht. Gleichzeitig ist der Anteil der Frauen, die weniger als 50 % arbeiten, von 25,9 auf 23,8 Prozent gesunken. Bei den Männern ist die Teilzeiterwerbstätigkeit in einem Pensum von 50 bis 89 Prozent von 10,6 % im Jahr 2011 auf 14,6 % im Jahr 2025 gestiegen.
In der Stadt Zürich arbeiten deutlich mehr Frauen als Männer Teilzeit. Gut jede zweite Frau ist zu einem Beschäftigungsgrad von unter 90 Prozent erwerbstätig. Bei den Männern ist dies nur bei gut einem Fünftel der Fall.
Die berufliche Stellung von Frauen ist generell tiefer als diejenige von Männern. Während 64 Prozent der erwerbstätigen Frauen Arbeitnehmende ohne Vorgesetztenfunktion sind, ist dies nur bei 55.8 Prozent der Männer der Fall.
94,7 Prozent der erwerbstätigen Zürcherinnen und Zürcher geben an, dass sie mit ihrem Beschäftigungsgrad zufrieden sind. 5,3 Prozent geben an, unterbeschäftigt zu sein und gerne mehr Erwerbsarbeit leisten zu wollen.
61,3 Prozent der unterbeschäftigten Männer sowie 41,7 Prozent der unterbeschäftigten Frauen möchten gerne Vollzeit arbeiten. Die anderen 38,7 Prozent (Männer) bzw. 58,3 Prozent (Frauen) möchten ihren Teilzeitgrad erhöhen. Dies ist ein Hinweis darauf, dass Teilzeitarbeit nicht immer eine befriedigende Lösung darstellt. Von Unterbeschäftigung sind vor allem Mütter mit Partner*in und Kindern sowie alleinerziehende Mütter betroffen.