In den ersten zwei Legislaturperioden (1970–1974 und 1974–1978) nach der Einführung des Frauenstimmrechts wurden lediglich acht Frauen ins Parlament (Gemeinderat) gewählt.
In den folgenden Jahren stieg die Anzahl der Gemeinderätinnen kontinuierlich an und erreichte 1994 mit 48 gewählten Frauen den Höhepunkt. Zwischen 1994 und 2018 sank die Anzahl der städtischen Parlamentarierinnen von 48 auf 41. Im Jahr 2026 erreichte der Anteil Frauen im Gemeinderat einen neuen Höchststand: Gegenwärtig sitzen 57 Frauen und 68 Männer im Gemeinderat, was einem Anteil von 45,6 Prozent Frauen und 54,4 Prozent Männern entspricht.
Die Wahlchancen (Anteil der Gewählten an den Kandidierenden) sind seit 1998 sowohl bei den Frauen, als auch bei den Männern gestiegen. Frauen hatten an den Gemeinderatswahlen 2026 erstmals sogar leicht bessere Wahlchancen als Männer.
Der Frauenanteil in der Politik hängt insbesondere auch von der Anzahl der kandidierenden Frauen ab.
Für die Gemeinderatswahlen 2026 kandidierten insgesamt 1081 Personen für 125 Gemeinderatsmandate, davon 482 Frauen und 599 Männer. Der Anteil kandidierender Frauen verkleinerte sich von 45,4 Prozent im Jahr 1998 auf 38,4 Prozent im Jahr 2018. 2022 stieg der Anteil wieder, und zwar auf 43,5 Prozent. Im Jahr 2026 lag er mit 44,6 Prozent nochmals leicht höher.
Die Frauen sind in den einzelnen Parteien sehr unterschiedlich vertreten. Am höchsten ist der Frauenanteil bei den Gemeinderatswahlen 2026 mit 71,4 Prozent bei den Grünen (10 von 14 Sitzen). Danach folgt mit 61,0 Prozent die SP (25 von 41 Sitzen) und mit 53,3 Prozent die GLP (8 von 15 Sitzen).
Bei der AL finden sich unter den acht Gewählten drei Frauen (37,5 %). Bei der FDP sind acht der 24 Sitze von Frauen besetzt (33,3 %). Die MItte ist insgesamt mit sieben Sitzen im Parlament vertreten, darunter zwei Frauen (28,6 %). Die SVP ist insgesamt mit 16 Sitzen im Parlament vertreten, darunter eine Frau (6,3 %).