Die Stadt arbeitet an einem neuen grossen Stadtfest. Es folgt auf das bisherige «Züri Fäscht», das 2023 zum letzten Mal stattgefunden hat. Seine Trägerschaft, der Verein Zürcher Volksfeste, hat die Leistungsvereinbarung mit der Stadt für die Durchführung per Ende 2024 gekündigt.
Nach dem Ende des «Züri Fäscht» hat der Stadtrat festgehalten, dass in Zürich auch künftig regelmässig ein grosses Stadtfest stattfinden soll. Das Stadtfest soll neu gedacht werden und alle Zürcher*innen ansprechen.
In einem ersten Schritt hat die Stadt fünf Eingabeteams, darunter Agenturen und Kulturschaffende, eingeladen. Sie haben ihre Ideen für ein neues grosses Stadtfest vorgestellt. Von den fünf Teams hat die Stadt aufgrund der präsentierten Ideen die Agenturen JEFF und Aroma ausgewählt. Diese sind aktuell dabei, ihre Ideen zu mehreren Szenarien für ein neues Stadtfest weiter auszuarbeiten.
Die Szenarien sind konzeptuelle Skizzen für eine mögliche Ausgestaltung des zukünftigen Stadtfests. Ziel ist es, zentrale Rahmenbedingungen für das Stadtfest festzulegen, an denen sich die zukünftige Trägerschaft orientieren soll, die jedoch gleichzeitig viel Spielraum für die Ausarbeitung des Detailkonzepts und die konkrete Gestaltung des Fests lassen.
Externe Anspruchsgruppen wurden in die Beurteilung der Szenarien einbezogen. Zudem werden und wurden die Szenarien auf ihre Machbarkeit geprüft.
Es ist vorgesehen, dass der Stadtrat bis zum Sommer 2026 einen Entscheid trifft und damit die wesentlichen Leitlinien für das zukünftige Stadtfest festlegt. Der Stadtrat kann bei seiner Entscheidung Elemente von Szenarien (z. B. Dauer des Fests) anpassen oder auch Aspekte mehrerer Szenarien kombinieren.
Nach dem Entscheid des Stadtrats wird ein Detailkonzept ausgearbeitet und eine Trägerschaft für das Stadtfest definiert.
Sihl und Limmat bilden die verbindende Klammer des Stadtfests. Alle drei Jahre verbindet es von der Stadtgrenze Leimbach bis zur Stadtgrenze Höngg sieben Stadtkreise und fünfzehn Quartiere zu einem über zehn Kilometer langen Festgebiet.
Ufer, Plätze und Strassen werden von Quartieren, Vereinen, Institutionen, Kulturbetrieben, Veranstaltenden und der Anwohnerschaft bespielt. Das Programm reicht von niederschwelligen Angeboten für Familien bis zu urbanen Kultur- und Musikformaten entlang der Festmeile, abgestimmt auf verschiedene Zielgruppen.
Die Verbindung aus professionellen Beiträgen und quartiergetragenen Initiativen macht das Fest nahbar und überraschend. Tagsüber lädt die Strecke entlang der Flüsse zu Ausflügen, Familienbesuchen und Erlebnissen in der Natur ein, abends prägen Kultur und Musik den Festbetrieb.
Alle drei Jahre wird der See zur Bühne und zum Mittelpunkt des Stadtfests: Kernstück ist ein spektakuläres Wasserspiel im Zürcher Seebecken mit begehbarem Steg.
Die Plattform rund um das Wasserspiel ist während zehn Tagen von mehreren Anlegestellen aus mit kleinen Booten zugänglich. Entlang des Seebeckens ergänzen programmierte Festplätze mit Gastronomie das Angebot für verschiedene Zielgruppen. Unterschiedliche Tageszeiten und Wochentage sprechen unterschiedliche Bedürfnisse an – vom Familienausflug am Tag bis zum stimmungsvollen Abendmoment.
In den ersten sieben Tagen findet der Festbetrieb auf zehn thematisch gestalteten Festplätzen rund um den See statt. Das grosse Finale mit zusätzlichen Festbereichen auf den Strassen dazwischen folgt am zweiten Wochenende. Der Vorteil dieses Konzepts liegt in der Entzerrung der Besucherspitzen: Der Andrang verteilt sich über mehrere Tage und konzentriert sich nicht auf ein einzelnes Wochenende.
Züri macht uf! Plätze, Parks, Häuser, Clubs, Museen, Konzertlokale, Gärten, Dachterrassen, Restaurants, Strassen, etc.
Alle drei Jahre wird die Stadt für zehn Tage zur Gastgeberin, Bühne und Möglichkeitsraum zugleich. Im Zentrum steht die Öffnung und Nutzung bestehender Infrastruktur, um das Stadtfest so nachhaltig wie möglich zu gestalten.
Es geht nicht um ein zentrales Spektakel, sondern um zahlreiche kleine und grössere, inhaltlich getragene Formate, die sich über die ganze Stadt verteilen. Ein Fest als Einladung an die Bevölkerung, die eigene Stadt neu zu entdecken. Zürich wird in seiner gesamten Breite erlebbar: kulturell, gesellschaftlich und räumlich.
Die Inhalte werden von Vereinen, Organisationen und Institutionen gestaltet. Neben der Nutzung bestehender Infrastruktur dient ein Bereich am Seeufer vom Bellevue bis zur Blatterwiese als zentraler Begegnungsort mit einem breiten kulinarischen Angebot. Weitere ausgewählte Festplätze stehen während der Dauer des Fests ebenfalls offen, um auch Schaustellern und anderen beliebten Attraktionen Raum zu geben.
Was Zürich ausmacht? Die Vielfalt und die Interessen seiner Bewohner und Gäste. Um dieser Vielfalt gerecht zu werden, erfindet sich das Stadtfest neu und teilt sich in vier miteinander verbundene Zonen auf.
Im Kreis 5 taucht man ein in Kunst und Kultur, von Streetart über Projektionen bis hin zum Strassenballet. In Oerlikon dreht sich alles um Spiel und Sport. Am unteren Seebecken und auf der Landiwiese können die Besucher vielfältige Kulinarik-Konzepte entdecken. Am frühen Abend erwacht der Kreis 4 als Partyzentrum mit Musik für jeden Geschmack. Jede Zone bietet eine andere Atmosphäre, schafft Raum für Begegnung und kreiert einzigartige Erlebnisse. Ein sichtbares Symbol verbindet alle vier Zonen des Fests, das alle drei Jahre an jeweils drei Tagen gefeiert wird und jede Nacht mit einer Drohnenshow endet.
Das erstmalige Austragungsdatum des neuen Stadtfests steht noch nicht fest. Ein Anlass dieser Grössenordnung benötigt einen mehrjährigen Vorlauf. 2026 wird kein grosses Stadtfest stattfinden.
Das steht noch nicht fest. Ziel ist es aber, die Belastung durch das Stadtfest allgemein zu reduzieren.
Projektstab Stadtrat
Stadthausquai 17
Stadthaus
8001 Zürich