Die lateinische Bezeichnung Turicum geht auf einen keltischen, allenfalls sogar vorkeltischen Personennamen zurück: Ort des Turo (Turos, Turus).
Turicum bzw. das Adjektiv Turicensis kommt erstmals auf einem Grabstein vor, den man auf die Zeit um 200 n. Chr. datiert. Man fand das Grabdenkmal 1747 auf dem Lindenhof. Es befindet sich heute im Schweizerischen Landesmuseum. Die Grabinschrift nennt als Vater des verstorbenen Kindes den Vorsteher des zürcherischen Zollpostens (praepositus stationis Turicensis). Turicum ist ein gesicherter Rückschluss aus der Inschrift (TVRICEN[SIS]). Seit dem frühen Mittelalter kommt die Form Turegum, seit der Zeit des Humanismus auch Tigurum vor.
Die älteste deutsche Form (Ziurichi) findet sich erstmals beim sogenannten Geographen von Ravenna, dessen Kosmographie auf die Zeit um 680/700 n. Chr. datiert wird.