Energieforschung Stadt Zürich war ein von ewz finanziertes, anwendungsorientiertes Forschungsprogramm, welches von 2011 bis 2020 den Weg zu den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft erforscht hat.
Alle Forschungsberichte aus den sechs Schwerpunktbereichen Gebäudeerneuerung, Heizen/PV/Betriebsoptimierung, Wohnen, Mobilität, Ernährung und Suffizienz.
Bearbeitung: ESU-services GmbH
Dieses Forschungsprojekt bereitete die notwendigen Ökobilanz-Grundlagen für die relevanten Lebensbereiche auf. Es wurden dazu sowohl die Konsumperspektive, wie auch die 2000-Watt Methodik angewendet. Zudem wurde das Potenzial für die Reduktion von Umweltbelastungen durch individuelle Verhaltensänderungen in Form von Szenarios abgeschätzt. Ziel war die Festlegung der von Energieforschung Stadt Zürich benutzten Systemgrenzen, der zu betrachtenden Umweltbelastungsindikatoren, der Berechnungsgrundlagen für die Gesamtbilanz pro Person, der relevanten Themenbereiche sowie die Darstellung der Ausgangslage in der Stadt Zürich. Daraus wurden die Wirkungspotenziale der im Rahmen von Energieforschung Stadt Zürich geplanten Massnahmen zu Verhaltensänderungen abgeleitet.
Bearbeitung: econcept AG, Sozialforschungsstelle der Universität Zürich
Um Energiesparen und Energieeffizienz bei Privatpersonen zu fördern, haben die öffentliche Hand (Bund, Kantone und Gemeinden) wie auch private Organisationen in der Schweiz in den letzten Jahren verschiedene Kampagnen und Projekte durchgeführt. Zudem ist anzunehmen, dass sich weitere Kampagnen und Projekte in Planung befinden oder als Ideen vorliegen. Im Rahmen dieses Forschungsprojekts werden die Aktivitäten der letzten Jahre wie auch geplante Projekte verschiedener Akteure in der Schweiz erfasst und ausgewertet. Dabei werden auch Massnahmen einbezogen, welche im Ausland umgesetzt wurden. Energieforschung Stadt Zürich kann dadurch einerseits Synergien mit bestehenden Projekten nutzen und Doppelspurigkeiten vermeiden. Andererseits können Erfahrungen genutzt werden, um möglichst wirkungsvolle Massnahmen einzusetzen.
Bearbeitung: Sozialforschungsstelle der Universität Zürich, econcept AG
In der Wissenschaft, insbesondere in der Sozialpsychologie, sind zahlreiche Ideen darüber vorhanden, welche Arten von Massnahmen über welche psychologischen und sozialen Mechanismen im menschlichen Verhalten ihre Wirkung entfalten. Auch im Bereich des Umweltverhaltens resp. des nachhaltigen Verhaltens wird in der Psychologie seit den 70er-Jahren geforscht. Im Fokus der Forschung stehen das Erklären von umweltfreundlichem bzw. umweltschädlichem Verhalten und das Testen von Massnahmen zur Förderung des umweltfreundlichen Verhaltens. Die Erkenntnisse dazu kommen zu einem wesentlichen Teil durch die Durchführung von Interventionen im Feld und deren Beforschung mittels quasi-experimenteller Designs zustande. Die Vorgehensweisen basieren in solchen Studien jeweils auf theoretisch begründeten, postulierten Mechanismen, welche in der Studie auf ihre Richtigkeit getestet werden. Ziel dieses Projekts ist es, die für Energieforschung Stadt Zürich relevanten Erkenntnisse aus diesem grossen, aber heterogenen Erkenntnispool zusammenzutragen und nutzbar zu machen.
Bearbeitung: econcept AG, Sozialforschungsstelle der Universität Zürich, SCOPE AG
Energieforschung Stadt Zürich wird die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Zürich im Rahmen von Massnahmentests über mehrere Jahre darin unterstützen, Energieeffizienz und Energiesparen umzusetzen und Hindernisse bei der Umsetzung beiseite zu räumen. Für die Planung und Durchführung der Massnahmen ist es wichtig, die Einschätzungen, Befürchtungen, Anliegen und Wünsche der Zielgruppe zu kennen. Auch sollte im Voraus bekannt sein, welche Rahmenbedingungen eine Teilnahme an einem solchen Forschungsprojekt begünstigen. Dieses Forschungsprojekt hat zum Ziel, die potenzielle Zielgruppe kennenzulernen, erste Kontakte zu etablieren, gemeinsam Ideen zu entwickeln und durch Partizipation die darauf aufbauenden Forschungsprojekte fair und bedürfnisgerecht auszugestalten. Die Ergebnisse zeigen auf, auf welche Hindernisse die Personen aus der Zielgruppe bei der Umsetzung von Energieeffizienz und Energiesparen im Alltag stossen.
Bearbeitung: econcept AG, Sozialforschungsstelle der Universität Zürich
Die Synthese bereitete die Ergebnisse der vorangegangenen Forschungsprojekte auf und führte zu einer Auswahl und Grobskizzierung der im Rahmen von Energieforschung Stadt Zürich durchzuführenden Massnahmen. Sie lieferte damit die entscheidenden Grundlagen für die Planung und Durchführung des Haushalt-Panels und des Surveys. In einer Aufstellung wurden die möglichen Massnahmen kurz beschrieben und bisherige Erkenntnisse aus Praxis und Wissenschaft dokumentiert. Dazu gehören die geeigneten Themenfelder, mögliche Erfolgsfaktoren und Schwierigkeiten bei deren Umsetzung, die psychologischen Ansatzpunkte sowie deren ungefähren Aufwand und Vorbereitungszeit.
Bearbeitung: Sozialforschungsstelle der Universität Zürich, econcept AG
Dieses Projekt diente dazu, die theoretischen Grundlagen im Themenbereich Haushalte zu ergänzen. Es ging darum, zu klären, ob und wie Emotionen und Heuristiken in das bestehende sozialpsychologische Handlungsmodell «Wollen-Können-Tun» (vgl. FP-1.4) integriert werden können. Heuristiken sind vereinfacht gesagt Faustregeln, nach denen Menschen unter Verwendung beschränkter Information handeln oder einen Sachverhalt beurteilen. Wenn Emotionen und Heuristiken in das Modell integriert werden können, lassen sich mehr mögliche Hemmnisse für energiesparendes Verhalten erkennen und können bei der Planung von Massnahmen systematisch berücksichtigt werden. Zudem wurden in diesem Projekt die psychologischen Grundlagen und Wirkungen des Konzepts «Nudging» («Schubser» hin zu beabsichtigten Verhaltensänderungen) untersucht und Massnahmen der «positiven Psychologie» geprüft, die zur Überwindung von Hemmnissen verhelfen und die bestehenden Instrumente ergänzen können. Die erarbeiteten Ansätze lassen sich für weitere Interventionsprojekte von Energieforschung Stadt Zürich nutzten und sollten die Teilnahmerate erhöhen und die Wirkung der verwendeten Instrumente fördern.
Bearbeitung: ETH Zürich - Professur für Nachhaltiges Bauen, TEP Energy GmbH
In diesem Projekt wurden anhand des Gebäudeparkmodells (GPM) die Energiebezugsflächen in der Stadt Zürich untersucht. Die Gebäude wurden dazu nach Nutzungskategorien, Gebäudealter, Schutzstatus und Eigentümerkategorie sowie der Wärme-/Energieversorgung und dem Verbrauch differenziert analysiert. Die Ergebnisse dienen der Identifikation von eigentümer- bzw. investororientierten Zielgruppen sowie den von ihnen verfolgten Bewirtschaftungs- und Erneuerungsstrategien und den dabei massgeblichen Einflussfaktoren bzw. Hemmnissen. Zusammen mit den damit verbundenen Vorarbeiten für das städtische Energiekonzept 2050 ergaben sich zudem Hinweise auf Potenziale lokaler Energie- und Abwärme-Verbundsysteme, welche zur Clusterbildung dienen werden. Diese und weitere Ergebnisse aus anderen Teilprojekten bilden die Grundlage für die Bildung von Gebäude- oder Eigentümerclustern. In den nachfolgenden Forschungsprojekten werden damit clusterspezifische Erneuerungsstrategien entwickelt und Anreize bzw. Massnahmen zum Abbau bestehender Hemmnisse konzipiert.
Bearbeitung: INTERFACE - Politikstudien Forschung Beratung
Zwischen 2011 und 2013 sind im Themenbereich Gebäude zehn Forschungsprojekte realisiert und basierend darauf ist eine Strategie für den Themenbereich bis 2020 entwickelt worden. Um die Ergebnisse der Forschungsprojekte zu einer Synthese zu verdichten, hat Energieforschung Stadt Zürich bei Interface Politikstudien Forschung Beratung den vorliegenden Bericht in Auftrag gegeben. Darin werden die Forschungsergebnisse aus einer externen Sicht zusammengefasst. Darüber hinaus enthält der vorliegende Text Schlussfolgerungen hinsichtlich der Übertragbarkeit der Ergebnisse. Der Bericht wendet sich an Personen aus dem Bereich Energieforschung sowie an interessierte Fachleute.
Bearbeitung: Lemon Consult AG
Verschiedene Forschungsarbeiten lassen auf einen positiven Zusammenhang zwischen Photovoltaik (PV) und energiesparendem Verhalten schliessen. Eigentümerinnen und Eigentümer von PV-Anlagen sind bereit, den Zeitpunkt des Elektrizitätsbezugs zu verschieben (Lastverschiebung) um den an Ort produzierten Strom möglichst selbst zu nutzen. Inwieweit dies auch auf Mieterinnen und Mieter in einer Eigenverbrauchsgemeinschaft zutrifft, ist jedoch unklar und Teil des vorliegenden Forschungsprojektes auf dem Areal der ehemaligen Betonfabrik Hunziker. Erste Ergebnisse zeigten, dass der Eigenverbrauch mit über 90% bereits sehr hoch ist. Dies ist vorwiegend auf die Dimensionierung der PV-Anlage zurückzuführen. Im zweiten Teil des Projekts wurden mit Hilfe von neuen Tarifmodellen ökonomische Anreize aus Sicht des Areals vertieft untersucht. Es zeigte sich, dass auch mit Anpassungen des Tarifmodells die finanziellen Anreize für ein Ausschöpfen des PV-Potenzials im Areal gering bleiben. Im Bericht wurden Handlungsempfehlungen für Energieversorger sowie der städtischen und übergeordneten Energiepolitik formuliert.
Bearbeitung: Weisskopf Partner GmbH
Die Energieeffizienz in Unternehmen wird bereits mit verschiedenen Angeboten und Instrumenten gefördert. Schweizweit zum Beispiel mit den Zielvereinbarungen der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) und ACT, in der Stadt Zürich mit dem Öko-Kompass und dem ewz.effizienzbonus. Eine Wirkungsanalyse des ewz.effizienzbonus hat gezeigt, dass in der Stadt Zürich erst eine kleine Anzahl der berechtigten Unternehmen diesen auch beansprucht. Obwohl diese Unternehmen bereits rund zwei Drittel des Elektrizitätsbedarfs aller Unternehmen umfassen, soll die Wirkung des ewz.effizienzbonus weiter verstärkt werden. In diesem Projekt wurde deshalb mit statistischen Auswertungen und einer Unternehmensbefragung untersucht, wie stark die Zielvereinbarungen in den verschiedenen Branchen verbreitet sind und was die Gründe für die unterschiedlich hohe Akzeptanz sind. Es hat sich gezeigt, dass der ewz.effizienzbonus vor allem bei grossen und energieintensiven Unternehmen eine hohe Marktdurchdringung erreicht. Zwei Drittel der Unternehmen mit ewz.effizienzbonus geben an, den Bonus in Energieeffizienzmassnahmen oder den Bezug von Ökostrom zu reinvestieren. Kleine Unternehmen werden allerdings von den bestehenden Angeboten kaum erreicht. Für diese Zielgruppe stellt der Abschluss einer Zielvereinbarung als Voraussetzung für den ewz.effizienzbonus häufig eine zu hohe Hürde dar. Energieeffizienz wird als wenig relevant für den Geschäftserfolg eingeschätzt. Zudem wurden Informationsdefizite festgestellt. Für Klein- und Kleinstunternehmen wurden darum Vorschläge für neue Ansätze für die Energieeffizienzförderung entwickelt. Typische Hemmnisse für Kleinunternehmen sind fehlendes Wissen, andere Prioritäten, Informationsbeschaffungs- und Transaktionskosten, fehlende Finanzierung und kulturelle Hürden. Die empfohlenen Ansätze lassen sich entsprechend in direktere finanzielle Anreize, gezieltere und kulturspezifische Kommunikation, Vereinfachung der Abläufe sowie Finanzierungsmodelle für Investitionsmassnahmen gruppieren.
Bearbeitung: econcept AG
Momentan werden in der Stadt Zürich aus energie- und klimapolitischer Sicht noch zu viele fossile Heizungen mit Gasfeuerungen ersetzt. Der Anteil der Systeme mit erneuerbaren Energieträgern beim Heizungsersatz liegt ausserhalb des mit Fernwärme versorgten Gebietes bei rund 10%. Das Forschungsprojekt untersuchte, welche Faktoren für die Entscheidungen beim Ersatz einer fossilen Heizung relevant sind und welche Rahmenbedingungen die Entscheidung beeinflussen. Dazu hat das Projektteam Personen befragt, welche die Entscheidungsfindung der Eigentümerschaft beeinflussen können.
Befragt wurden das ausführende Gewerbe, insbesondere HeizungsinstallateurInnen und -planerInnen sowie ServicemonteurInnen, und die Gebäudebewirtschaftenden. Die Forschenden sehen die folgenden Stossrichtungen freiwilliger Massnahmen, die zu einem vermehrten Umstieg auf nicht-fossile Energieträger beitragen können: Über gezielte Information von Eigentümerschaften und Gebäudebewirtschaftenden sollte angestrebt werden, dass die Prüfung eines Systems mit erneuerbaren Energieträgern beim Heizungsersatz zum Normalfall wird.
Zudem müssen die Vorteile von erneuerbaren Energieträgern und entsprechenden Heizungssystemen proaktiv und innovativ kommuniziert werden. Wichtig ist auch, dass die breite Öffentlichkeit von der Idee weg kommt, eine Wärmepumpe sei nur möglich, wenn man vorher die ganze Fassade zusätzlich dämmt. Letztlich haben vor allem die Gebäudebewirtschaftenden bei den extern bewirtschafteten Liegenschaften einen grossen Einfluss auf den Ablauf und den Entscheid bei einem Heizungsersatz. Deshalb sollten sie bei allen Aktivitäten als wichtige Zielgruppe spezifisch angesprochen werden.
Bearbeitung: econcept AG, edelmann energie, Energie Zukunft Schweiz, naef energietechnik, Amstein + Walthert AG
Die vielbeachtete Studie zum Heizungsersatz «Transformation der Energieversorgung - Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energieträger beim Heizungsersatz FP-2.8» wurde mit einem «Städtevergleich» ergänzt und inhaltlich vertieft. Die Energieträgerwahl beim Heizungsersatz wurde für die Städte Basel, Köniz, St.Gallen, Winterthur und Zürich vergleichend untersucht, wobei sich deutliche Unterschiede zeigten.
Die Studie belegt den zentralen Einfluss des Angebots an leitungsgebundener Energie auf die Energieträgerwahl. Je grösser die Abdeckung mit dem Gasnetz ist, desto höher ist auch der Anteil fossiler Energieträger beim Heizungsersatz. Zudem zeigte sich, dass Fernwärmenetze eine notwendige, aber noch keine hinreichende Bedingung für einen hohen Anteil erneuerbarer Energien beim Heizungsersatz sind. In den explorativen Zusatzauswertungen für die Städte Basel, St.Gallen, Winterthur und Zürich wurde der Effekt, welcher die leitungsgebundenen Energieträger auf die Energieträgerwahl beim Heizungsersatz haben, quantifiziert. Weiterführende räumliche Analysen zeigten, dass es den Städten mit den gewählten Massnahmen unterschiedlich gut gelingt, Gebäudeeigentümerschaften beim Heizungsersatz für einen Anschluss an ein vorhandenes Fernwärmenetz zu motivieren.
Das Projekt «Fallstudien zum Einsatz von Luft-Wasser-Wärmepumpen» hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, unter welchen Bedingungen Luft-Wasser-Wärmepumpen im städtischen Umfeld als finanziell relativ günstige Alternative zu fossilen Lösungen eingesetzt werden können. Mit Hilfe von Fallstudien und Befragungen hat das Projekt ermittelt, welche Faktoren den Einsatz von Wärmepumpen im städtischen Gebiet fördern oder hemmen können. Zusätzlich wurde ein Merkblatt erstellt, welches den Entscheid für oder gegen den Ersatz fossiler Heizungen durch Luft-Wasser-Wärmepumpen erleichtern soll.
Grundsätzlich hat sich gezeigt, dass Luft-Wasser-Wärmepumpen sehr wohl eine Option für den Ersatz fossil betriebener Heizungen in städtischem Kontext darstellen. Für den Erfolg eines Wärmepumpeneinsatzes sind effektiver Lärmschutz, hohes Know-how der Installationsfirmen, einfache Bewilligungsverfahren sowie tiefe Kosten beim Elektroanschluss zentral. Der Stadt Zürich wird empfohlen, das Bewilligungsverfahren bei unkritischen Fällen auf ein Anzeigeverfahren zu reduzieren und das Verfahren zur Vergabe von Förderbeiträgen zu vereinfachen. Die wichtigsten Erkenntnisse sind im Merkblatt festgehalten. Die Ergebnisse wurden von der Stadt Zürich teilweise bereits im Projektverlauf umgesetzt.
Bearbeitung: econcept AG, TEP Energy GmbH
Die Grundlage für dieses Projekt bildete das Forschungsprojekt «Der Gebäudepark in der Stadt Zürich: Grundlagenbericht im Hinblick auf die Identifikation und Bildung von Clustern». In Ergänzung dazu wurden für Wohn-, Büro- bzw. Verwaltungsbauten die bisherige Erneuerungstätigkeit, die massgeblichen Motive und Strategien der jeweiligen Eigentümerschaft sowie die dabei relevanten Rahmenbedingungen und Hemmnisse untersucht. Diese Ergebnisse dienen der Identifikation von eigentümer- bzw. investororientierten Zielgruppen sowie den Bewirtschaftungs- und rneuerungsstrategien, welche diese Akteure verfolgen.
Vier Aspekte wurden dazu vertieft untersucht: Erstens die massgeblichen Zielsetzungen für die Erneuerung des Gebäudebestandes der Stadt Zürich (inkl. städtebaulicher, wohnungs- und sozialpolitischer Ziele); zweitens die bisherige Erneuerungstätigkeit sowie das Erneuerungsverhalten und die Motive nach Gebäudekategorie und Zielgruppen; drittens wurden die bestehenden Anreizstrukturen und Hemmnisse für energetische Erneuerungen validiert; und viertens wurden zielgruppenspezifische Anreizstrukturen und die Hemmnisse für energetische Erneuerungen analysiert. Bei Wohnbauten wurde der altersbedingte Ersatz zentraler Bauelemente als Auslöser von rneuerungsmassnahmen identifiziert. Fehlendes Problembewusstsein, starke Risikoaversion vieler Eigentümer/innen und der offenbar hinreichende Komfort vieler erneuerungsbedürftiger Wohnbauten sind jedoch relevante Hemmnisse für Erneuerungsmassnahmen. Bei Bürogebäuden spielen zusätzlich Komfortaspekte, Benutzer/ innen-Bedürfnisse sowie der Verlauf der Mietverhältnisse eine wichtige Rolle. Diese Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für die Bildung von Clustern von Gebäuden oder Eigentümerschaften und den darauf aufbauenden Massnahmen in den Folgeprojekten.
Bearbeitung: Center for Corporate Responsibility and Sustainability (CCRS) der Universität Zürich
In diesem Projekt wurden Anreize und Hemmnisse untersucht, die bei der energetischen Sanierung von Gebäuden eine Rolle spielen. Als Anreize scheint neben Umwelt- und Klimaschutzmotiven ein höherer Komfort-Standard, verbunden mit höheren Erträgen wichtig zu sein, ebenso wie die Ausnutzung von Marketingeffekten durch Zertifizierungen sowie das Nutzen von Subventionsmitteln. Zu den wichtigsten Hemmnissen zählen relativ hohe Baukosten sowie eine mangelnde Rentabilität, aber auch Unsicherheiten über zukünftige Nutzungen bei privaten Eigentümerschaften höheren Alters. Auf den Grundlagen dieser Ergebnisse werden in nachfolgenden Projekten im Themenbereich Gebäude Lösungsansätze zur Förderung von energetischen Sanierungen erarbeitet. In Verbindung mit dem noch laufenden Projekt «Erneuerungstätigkeit und Erneuerungsmotive, Abbrüche» (FP-2.2.1) wird dabei ein nach Gebäude- und Eigentümertyp differenziertes Erklärungsmodell entwickelt werden, mit welchem sich die relevanten fördernden und hemmenden Determinanten des Erneuerungsverhaltens beschreiben lassen. Auf dieser Basis können Gebäude- und Eigentümercluster gebildet und Massnahmen für Folgeprojekte identifiziert werden.
Bearbeitung: econcept AG
In diesem Projekt wurden bestehende Zielsetzungen sowie Bewirtschaftungs- und Erneuerungsstrategien im Bereich von Wohnungs-, Büro- und Verwaltungsbauten in der Stadt Zürich untersucht. 2000-Watt-kompatible Erneuerungsstrategien wurden identifiziert und Faktoren aufgezeigt, welche die Wahl von Erneuerungsstrategien beeinflussen. Die Resultate zeigen, dass eine Internalisierung externer Kosten durch Abgaben auf Energie, ein Abbau von steuerlichen Fehlanreizen sowie eine vermehrte Publikation von guten Beispielen für 2000-Watt-kompatible Bewirtschaftungs- und Erneuerungsstrategien förderlich sind. Die Ergebnisse bilden eine Grundlage für die Identifikation von Erneuerungsclustern, welche jeweils ähnliche Voraussetzungen und/oder Probleme für die Gebäudeerneuerung aufweisen.
Zudem dienen die Resultate der Entwicklung von clusterspezifischen Massnahmen und Instrumenten, welche zur vermehrten Umsetzung von wirtschaftlich und energetisch optimalen Erneuerungsstrategien führen sollen. Zusammengefasst ist eine Erarbeitung von spezifischen Massnahmen für gewisse Gebäude-Cluster (wie beispielsweise denkmalgeschützte Gebäude, Geschäfts- und Bürogebäude mit erhöhtem Leerstandrisiko, Gebäude mit günstigem Wohnraum und unsanierte, ältere Wohngebäude mit hohen Renditen) sowie für bestimmte Personen-Cluster (professionelle Eigentümer/innen mit grossen Portfolios und erhöhtem Überzeugungsbedarf, Eigentümer/innen mit erhöhtem Beratungsbedarf, ältere Eigentümer/innen, Stockwerkeigentümerschaften, mittelgrosse Genossenschaften und Fachpersonen von Handwerksbetrieben) in Erwägung zu ziehen.
Bearbeitung: Center for Corporate Responsibility and Sustainability (CCRS) der Universität Zürich
Dieses Projekt knüpfte an das Forschungsprojekt «Anreize und Hemmnisse bei energetischen Sanierungen» (FP-2.2.2) an. Es zeigt Lösungsansätze auf, mit welchen Hemmnisse abgebaut bzw. Anreize geschaffen oder verstärkt werden, um Gebäudesanierungen zu fördern. Im Rahmen des Projekts wurden verschiedene Lösungsansätze untersucht, von denen ausgewählte in einem Folgeprojekt (FP-2.2.7) weiter ausgearbeitet werden. Im Vordergrund standen dabei Massnahmen, welche durch die Stadt Zürich in eigener Kompetenz bzw. in Zusammenarbeit mit weiteren Institutionen realisiert werden können. Die Lösungsansätze, welche zur weiteren Ausarbeitung empfohlen wurden, umfassen beispielsweise neue Finanzierungsmodelle für energetische Sanierungen, die Entwicklung eines flexibilisierten Rendite-Berechnungstools für Sanierungen oder eine Verbesserung der Immobilienbewertungen durch korrekten Einbezug der Sanierungskosten.
Bearbeitung: econcept AG, TEP Energy GmbH, Amstein + Walthert AG
Mit diesem Teilprojekt wurden aufgrund der Ergebnisse der vorangegangenen Arbeiten die Zielgruppen und Cluster für die geplanten Massnahmen im Themenbereich Gebäude identifiziert. In einem ersten Schritt wurden die für die Bildung von Clustern zentralen Faktoren, Grundsätze und Gegebenheiten definiert. Dazu wurden unterschiedliche potenzielle Cluster von Eigentümergruppen und Gebäudetypen beschrieben, die im Hinblick auf die Gebäudebewirtschaftung und -erneuerung relevant sind. In einem zweiten Schritt wurden die konkreten Eigentümer- und Gebäudecluster gebildet, die den vorgängig beschriebenen Soll-Clustern am besten entsprechen. Für die ausgewählten Clustertypen wurden in der Folge Bewirtschaftungs- und Erneuerungsstrategien und dazugehörige Umsetzungsmassnahmen und Massnahmen zur Überwindung der Hemmnisse erarbeitet. Die resultierenden 18 Wohngebäude-Cluster und die 8 Bürogebäude-Cluster wurden mithilfe von sechs Kriterien priorisiert, wonach 5 Wohngebäude-Cluster und 3 Bürogebäudecluster für die Weiterarbeit empfohlen wurden.
Bearbeitung: INTERFACE - Politikstudien Forschung Beratung
In diesem Projekt wurden die relevanten Treiber und Erfolgsfaktoren von energetisch vorbildlichen und erfolgreich durchgeführten Erneuerungen von Wohn- und Dienstleistungsbauten untersucht. Dieses Projekt ergänzt damit die Forschungsprojekte zur Untersuchung der Anreize und Hemmnisse von Gebäudeerneuerungen (FP-2.2.1 bis 2.2.4). Die Analyse umfasst elf Objekte, die hohe energetische Anforderungen erfüllen. Mit dem Projekt wurde geklärt, aus welchen Gründen die Eigentümerschaften sich für energetisch vorbildliche Lösungen entschieden haben, mit welchen Schwierigkeiten die Vorhaben konfrontiert waren und wie diesen begegnet wurde. Es zeigt sich, dass unter nderem die Einstellung der Bauherrschaft und der Architekten, die Möglichkeit der Bauherrschaft, fachliches Knowhow und Erfahrung bei weiteren Beteiligten leicht zu beschaffen, sowie energetischen Zielvorgaben von Seiten der Bauherrschaft wichtige Erfolgsfaktoren sind. Daraus wurden Empfehlungen für Massnahmen abgeleitet, mit denen sich vorbildliche, energieeffiziente Gebäudeerneuerungen begünstigen lassen.
Bearbeitung: Center for Corporate Responsibility and Sustainability (CCRS) der Universität Zürich
Die bisherigen Forschungsprojekte zu möglichen Hemmnissen bei energetischen Sanierungen weisen darauf hin, dass Finanzierungshürden bei der erfolgreichen Umsetzung von energetischen Massnahmen von privaten Immobilienbesitzenden eine entscheidende Rolle spielen können. In diesem Forschungsprojekt wurde deshalb der Lösungsansatz, neue Finanzierungsmodelle für energetische Sanierungen zu entwickeln, vertieft, welcher im Projekt Lösungsansätze zum Abbau von Hemmnissen für energetische Erneuerungen von Gebäuden FP-2.2.4 ausgearbeitet wurde.
Dafür wurden zunächst hemmende Wirkungsmechanismen analysiert. Dann wurden verschiedene Massnahmen und Finanzierungsmodelle erarbeitet und deren Wirtschaftlichkeit, Wirksamkeit und Praxistauglichkeit beurteilt. Die Ergebnisse können in zwei Empfehlungen zusammengefasst werden: erstens der Aufbau eines umfassenden Beratungsangebotes für GebäudeeigentümerInnen und zweitens die Ausarbeitung und Prüfung eines Anlagefonds-Modells für Energieeffizienz-Investitionen.
Bearbeitung: Amstein + Walthert AG
Begleitforschung: INFRAS AG
Stockwerkeigentümerschaften (STWE) sind mit den Themen der Bauerneuerung und insbesondere mit der Umsetzung von Massnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit vielfach überfordert. In diesem Pilotprojekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Stockwerkeigentümerverband mit einer Gruppe von Stockwerkeigentümerschaften zusammengearbeitet mit dem Ziel, eine Erneuerungsstrategie zu entwickeln und die dafür nötigen Voraussetzungen in den Reglementen der Stockwerkeigentümerschaft zu bilden.
Die Auswahl der Teilnehmenden basierte auf dem Gebäudeparkmodell der Stadt Zürich und einer Selektion nach ausgewählten Kriterien (u.a. Baualter Gebäude, Standort, Anzahl Eigentümerinnen und Eigentümer, Energieträger). Als kritische Erfolgsfaktoren im Prozess mit den Teilnehmenden wurden die interne Organisation, die strategische Erneuerungsplanung, die Finanzierung und Rückstellungen sowie ein konkreter Vorgehensplan identifiziert. Das Projekt wurde wissenschaftlich begleitet und evaluiert.
Bearbeitung: econcept AG
Begleitforschung: synergo Mobilität - Politik - Raum GmbH
Das Projekt fokussierte auf kleine und mittlere Genossenschaften in der Stadt Zürich, welche als gemeinnützige Bauträgerschaften zwischen 20 und 500 Wohneinheiten besitzen. Vorabklärungen haben gezeigt, dass bereits verschiedene Beratungsangebote zu Themen der Gebäudeerneuerung bestehen. Diese Angebote werden jedoch gerade von kleinen und mittleren Genossenschaften noch wenig genutzt. Hier setzte das Clusterprojekt als Impulsgeber für die Erarbeitung von Erneuerungsstrategien und die Inangriffnahme von langfristig ausgerichteten Erneuerungsaktivitäten an.
Das Ergebnis des Projektes befriedigt in Bezug auf die ausgelösten Aktivitäten insgesamt nicht. Zwar konnte das Vorhaben zeitlich und inhaltlich wie geplant umgesetzt werden, und es ist gelungen, bei den teilnehmenden Genossenschaften Impulse für nachhaltige Erneuerungsaktivitäten in ihrem Gebäudebestand auszulösen. Aber die Zahl der am Projekt teilnehmenden Genossenschaften blieb unter den Erwartungen. Und die angestrebte Dynamik und die Vorteile, die der Clusteransatz gegenüber einer Einzelberatung hat, konnten sich nicht entfalten. Daraus leitet sich ab, dass Angebote für die strategische Erneuerungsplanung stärker die bestehenden Kontakte in die Vorstände der Genossenschaften nutzen sollten. Und sie sollten bestehende Coaching-Angebote – insbesondere um die Vorstände zeitlich zu entlasten, weiterentwickeln.
Bearbeitung: Amstein + Walthert AG
Als «Top 100» wird die Gruppe der 100 – bezüglich ihrer Energiebezugsfläche – grössten Gebäudeeigentümerschaften der Stadt Zürich bezeichnet. Nach den Ergebnissen des FP-2.1 «Der Gebäudepark in der Stadt Zürich» deckt das Erneuerungscluster Top 100 mit 30 Prozent der Gebäude und 40 Prozent der gesamten Energiebezugsfläche einen beachtlichen Teil des Gebäudebestands auf dem Gebiet der Stadt Zürich ab. Ziel des Forschungsprojekts ist es, die grössten Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer über die Vorteile der Entwicklung und Implementierung von Erneuerungsstrategien auf Portfolioebene zu informieren und das grosse Wirkungspotential des Clusters Top 100 durch die Begleitung bei der Entwicklung individueller Erneuerungsstrategien nutzbar zu machen. In der Vorstudie wurden mittels einer Umfrage Informationen zur Portfoliostrategie der Top 100 erhoben. 25 Prozent von 286 Angeschriebenen haben sich an der Umfrage beteiligt. 32 Befragte mit einem Gesamtportfolio von knapp 3700 Liegenschaften können sich eine Zusammenarbeit mit Energieforschung Stadt Zürich vorstellen. Davon verfügen 21 bereits über eine Portfoliostrategie, die auch energierelevante Aspekte umfasst.
Folgende Aspekte stehen für die Befragten im Zusammenhang mit der energetischen Sanierung von Gebäuden heute im Vordergrund:
- Bessere Wahrnehmung und Verankerung energierelevanter Informationen und Daten auf der Führungsebene des Unternehmens
- Analyse sozialer und organisatorischer Fragestellungen bei Sanierungen
- Rechtliche Fragestellungen bei der Sanierung
- Fragen zu Investitions- und Betriebskosten
- Bautechnische und architektonische Fragestellungen
In der unlängst gestarteten Hauptstudie werden die oben genannten Themen bearbeitet. Ziel ist es, die Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudepark von Immobilienunternehmen mit bestehenden Portfoliostrategien noch stärker zu verankern.
Bearbeitung: BHP Brugger und Partner AG, Hanser Consulting, F. Preisig AG F. Preisig Bauingenieure und Planer
Begleitforschung: Rütter Soceco AG
Das Projekt fokussierte auf die 100 grössten Immobilieneigentümerschaften in der Stadt Zürich, welche bereits über eine Portfoliostrategie mit Erneuerungs- bzw. Nachhaltigkeitszielen verfügten. Der Erneuerungscluster umfasst 21 teilnehmende Unternehmen mit einem Immobilienportfolio von rund 3'300 Gebäuden. Das Projektziel bestand darin, die teilnehmenden Unternehmen zu motivieren mit ihrer Immobilienstrategie vermehrt zu den Zielen der 2000 Watt-Gesellschaft beizutragen.
Das Projekt wurde in Form einer Startveranstaltung sowie dreier Fachforen mit Plenums- und Workshop-Formaten umgesetzt. Mit den durchgeführten Veranstaltungen sowie durch bilaterale Kontakte konnte ein Netzwerk von rund 80 Personen aus Immobilienfirmen, Vertretern der Stadt Zürich sowie weiterer Wissensträger aufgebaut werden.
Das Projektteam hat generelle Erfahrungen zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Immobilienportfolios, Erfolgsfaktoren und spezifische Erkenntnisse zum Clusteransatz erarbeitet.
Bearbeitung: BHP Brugger und Partner AG, Hanser Consulting, F. Preisig AG F. Preisig Bauingenieure und Planer
Begleitforschung: Rütter Soceco AG
Die Hauptphase des Projekts fokussierte auf die 100 grössten Immobilieneigentümerschaften in der Stadt Zürich, welche bereits über eine Portfoliostrategie mit Erneuerungs- bzw. Nachhaltigkeitszielen verfügten. Der Erneuerungscluster umfasst 21 teilnehmende Unternehmen mit einem Immobilienportfolio von rund 3'300 Gebäuden. Das Projektziel bestand darin, die teilnehmenden Unternehmen zu motivieren mit ihrer Immobilienstrategie vermehrt zu den Zielen der 2000 Watt-Gesellschaft beizutragen.
Das Projekt wurde in Form einer Startveranstaltung sowie dreier Fachforen mit Plenums- und Workshop-Formaten umgesetzt. Mit den durchgeführten Veranstaltungen sowie durch bilaterale Kontakte konnte ein Netzwerk von rund 80 Personen aus Immobilienfirmen, Vertretern der Stadt Zürich sowie weiterer Wissensträger aufgebaut werden.
Die parallel durchgeführte Begleitforschung attestiert den Auftragnehmenden, dass es mit dem Clusterprozess gelungen ist, die Teilnehmenden für das Thema energetische Erneuerung zu interessieren, zu sensibilisieren und zu motivieren. Der Clusteransatz sei für die Zielgruppe TOP 100 geeignet und biete die Voraussetzung für eine hohe Hebelwirkung und eine substantielle Reduktion des Energieverbrauchs von Gebäuden.
Die Veranstaltungen für EigentümerInnen von Immobilienportfolios wurden schliesslich in eine neue Trägerschaft ausserhalb von Energieforschung Stadt Zürich überführt und verstetigt. Diese besteht aus der Energieagentur der Wirtschaft (EnAW) und den Zürcher Energieversorgungsunternehmen ewz, Energie360° und Fernwärme Zürich.
Bearbeitung: EBP Schweiz AG
Begleitforschung: Rütter Soceco AG
Der Erneuerungscluster «Top 100 ohne Portfoliostrategie» besteht aus grossen privaten Immobilieneigentümerschaften der Stadt Zürich, die bisher über keine Portfoliostrategie für die Entwicklung und Sanierung ihres Gebäudebestandes verfügen. Die am Projekt Teilnehmenden sollten motiviert werden, ein eigenes Nachhaltigkeitsziel für ihr Immobilienportfolio zu formulieren und an der Umsetzung des Ziels zu arbeiten.
Das Projekt wurde mit einer Startveranstaltung lanciert. In der Folge wurden drei Fachmodule zu «Gebaute Innovation», «Energetische Sanierung» und «Zusammenarbeit mit der Stadt Zürich» durchgeführt. Aufgrund der gewonnen Erkenntnisse haben die Aufragnehmenden zusätzlich Fachmodule mit individuellen 1:1-Beratungen eingesetzt. Am Prozess haben sich insgesamt 12 Eigentümerschaften beteiligt. Über diese konnte das Projekt ein Portfolio von rund 4’200 Wohnungen erreichen.
Es zeigte sich, dass viele Schwierigkeiten im Bewilligungsprozess daher rühren, dass die Teilnehmenden zu wenig Kenntnisse über die städtischen Prozesse und Unterstützungsangebote verfügen. Zudem hat sich die Selektion der Zielgruppe anhand des Kriteriums einer fehlenden Portfoliostrategie als nicht zielführend herausgestellt. Eine breitere Selektion resultiert zwar in einer heterogeneren Zielgruppe, erhöht jedoch die Anzahl potenzieller Teilnehmenden.
Analog zum Projekt Erneuerungscluster Top 100 mit Portfoliostrategie werden die Veranstaltungen für EigentümerInnen von Immobilienportfolios zurzeit in eine neue Trägerschaft ausserhalb von Energieforschung Stadt Zürich überführt und verstetigt.
Bearbeitung: INTERFACE - Politikstudien Forschung Beratung
Die Erfahrungen aus den vier Clusterprojekten im Themenbereich Gebäude der Periode 2014 bis 2017:
- Pilot-Cluster Stockwerkeigentümerschaften FP-2.3.1
- Erneuerungscluster kleine und mittlere Wohnbaugenossenschaften FP-2.3.2
- Erneuerungscluster Top 100 mit Portfoliostrategie: Hauptprojekt, Zusatzmodule, Begleitforschung und Verstetigung FP-2.3.4/6-8
- Erneuerungscluster Top 100 ohne Portfoliostrategie & Begleitforschung FP-2.3.5
wurden in Form eines Methodenhandbuchs und eines Videos aufbereitet. Diese fassen die theoretischen wie praktischen Erfahrungen zusammen und halten diese in einer praxisorientierten, einfach verständlichen Form fest.
Grundlage dazu bietet der im Synthesebericht Gebäude 2014-2017 modifizierte Interventionsansatz, die bestehenden Projektdokumentationen und Begleitevaluationen sowie ausgewählte Gespräche mit den Verantwortlichen der Clusterprojekte. Mit dem Handbuch und dem Video werden ausgewählte Aktivitäten von Energieforschung Stadt Zürich im Gebäudebereich einem breiten Publikum nähergebracht.
Bearbeitung: BHP Brugger und Partner AG, Hanser Consulting
Ziel des Projekts war es, die sich aus den unterschiedlichsten rechtlichen Vorgaben, beispielsweise Miet- oder Baurecht, ergebenden Hemmnisse bei der energetischen Gebäudesanierung zu überwinden. Planer/innen von Wohnliegenschaften, städtische Verwaltungseinheiten sowie Technologiepartnern haben zusammen im Dialog Handlungsspielräume identifiziert und Massnahmen betreffend rechtliche Erneuerungshemmnisse diskutiert. Es ergaben sich folgende Handlungsempfehlungen: Intensivierung der departementsübergreifenden Kommunikation, Verbesserung der Möglichkeiten zur individuellen Lösungsfindung, Deregulierung bei Standartprodukten (z.B. Meldepflicht statt Baubewilligungen), vermehrt strategisches Coaching statt punktuelle technische Beratung, Aus- und Weiterbildung von Bauherrschaften, Schaffung finanzieller Anreize für energetische Sanierungen.
Bearbeitung: Intep - Integrale Planung GmbH
Ziel dieses Projekts war es zu zeigen, ob professionelle Projektentwickler durch die Zurverfügungstellung von Daten dazu motiviert und befähigt werden können, Projekte zur Erneuerung zu initiieren und zu realisieren. Mit dem Projekt sollte geklärt werden, ob und wie die Marktkräfte zum Abbau des energetischen Erneuerungsrückstands genutzt, wobei der Fokus auf die erneuerungsbedürftigsten Gebäude gerichtet wurde, und direkt auf die Problemstelle gelenkt werden können. Durch die gezielte Avisierung von Projektentwicklern und ihre Einbindung im Clusteransatz wurde die Befähigung jener Akteure angestrebt, die ein wirtschaftliches Interesse an energetischen Erneuerungen haben.
38 Paare bestehend aus Eigentümern/innen und Projektentwicklern konnten erfolgreich zusammengeführt und motiviert werden, Erneuerungsprojekte zu initiieren und zu realisieren. Insgesamt wurden acht Erneuerungskonzept erarbeitet und das Ziel von vier bis sechs Konzepten übertroffen. Das Projekt hat gezeigt, dass die Marktkräfte unter gewissen Bedingungen tatsächlich genutzt werden können, um mehr Gebäude in der Stadt Zürich energetisch erneuern zu können. Da eine Verstetigung des Erneuerungsprozesses in der Stadt Zürich angestrebt wird, zeigt das Projekt zudem drei Varianten (öffentliche Hand, öffentlich/privat oder privat) zur Verstetigung des Ansatzes auf, abhängig vom Engagement der öffentlichen Hand und weiterer privater und halböffentlicher Akteure.
Bearbeitung: Rütter Soceco AG
Das Forschungsprojekt hat untersucht, inwiefern die energetische Erneuerung der Gebäudeinfrastruktur in der Stadt durch gezielte Interventionen bei verschiedenen Eigentümergruppen mit gleichen Rahmenbedingungen – sogenannten Clustern – gefördert werden kann. Insgesamt umfasst es die (Nach)evaluation der langfristigen Wirkungen folgender fünf Cluster: «Stockwerkeigentümerschaften», «Kleinere und mittlere Wohnbaugenossenschaften», «TOP 100 mit Portfoliostrategie» und «TOP 100 ohne Portfoliostrategie» sowie «Projektentwickler».
Insgesamt waren die Clusterprojekte zu den Stockwerkeigentümerschaften (STWE) sowie den kleinen und mittleren Wohnbaugenossenschaften nicht erfolgreich. Wirkungen wurden vor allem bei den kleineren und mittelgrossen Unternehmen der TOP 100 erzielt. Für STWE und Genossenschaften eignet sich der Clusteransatz folglich nicht. Zielführender ist ein dauerhaftes individuelles Angebot durch geeignete Träger (z.B. städtische Stellen) respektive die Integration der strategischen Erneuerungsplanung in bestehende Angebote. Für die Zielgruppe TOP 100 hingegen kommt ein Clusteransatz grundsätzlich in Frage.
Das Clusterprojekt «Projektentwickler» hat das gesetzte Ziel zur Entwicklung von vier bis sechs Sanierungskonzepten erfüllt. Die Eigentümer/innen geben an, die vorgeschlagenen Massnahmen zum Teil umsetzen zu wollen. Weitere Wirkungen des Projekts entfalten sich in Bezug auf neues Wissen und Erfahrungen sowie neu generierte Daten zu Gebäuden mit Sanierungspotenzial.
Bearbeitung: INTERFACE - Politikstudien Forschung Beratung
Zwischen 2011 und 2013 sind im Themenbereich Gebäude zehn Forschungsprojekte realisiert und basierend darauf ist eine Strategie für den Themenbereich bis 2020 entwickelt worden. Um die Ergebnisse der Forschungsprojekte zu einer Synthese zu verdichten, hat Energieforschung Stadt Zürich bei Interface Politikstudien Forschung Beratung den vorliegenden Bericht in Auftrag gegeben. Darin werden die Forschungsergebnisse aus einer externen Sicht zusammengefasst. Darüber hinaus enthält der vorliegende Text Schlussfolgerungen hinsichtlich der Übertragbarkeit der Ergebnisse. Der Bericht wendet sich an Personen aus dem Bereich Energieforschung sowie an interessierte Fachleute.
Bearbeitung: INTERFACE - Politikstudien Forschung Beratung
Im Themenbereich Gebäude werden die zwei Handlungsfelder «Gebäudeerneuerung und Energieversorgung» sowie «Nutzungsgerechte Technik und Verhaltensänderungen» bearbeitet. Die vorliegende Synthese fasst die Ergebnisse der Studien der Jahre 2014 bis 2017 zusammen. Es hat sich gezeigt, dass der gewählte Clusteransatz es erlaubt, die Eigentümerinnen und Eigentümer von Gebäuden in der Stadt Zürich in Gruppen zusammenzufassen. Auf diese Weise kann es gelingen, spezifische Massnahmen für eine raschere Erneuerung von Gebäuden zu entwickeln. Energetische Einsparungen lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht belegen, sind aber mittelfristig zu erwarten. Die Ergebnisse der Clusterstrategie sind mit Anpassungen auf andere Städte oder grössere Gruppen von Eigentümerschaften übertragbar. Die aus dem Projekt gewonnen Schlussfolgerungen sind in die Strategie bis 2020 eingeflossen. Eine Vertiefung und Weiterführung der Clusterstrategie ist vorgesehen.
Bearbeitung: Büro Vatter AG
Das Forschungsprojekt analysierte, wie gut die Cluster-Strategie der Stadt Zürich geeignet ist, um Erneuerungsprozesse bei Gebäuden anzustossen. Neben der Analyse der bisher in der Stadt Zürich realisierten Clusterprojekte, wurden die Projekte «Eigentümerstandortgemeinschaften» und «Kooperation im Quartier» aus Deutschland als Vergleiche beigezogen. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen aus zwei abgeschlossenen und zwei laufenden Clusterprojekten in der Stadt Zürich kann bilanziert werden, dass die Clusterstrategie grundsätzlich zweckmässig konzipiert ist.
Bei der Umsetzung des Impulsansatzes in den einzelnen Projekten erwies es sich als schwierig, eine ausreichende Zahl von Teilnehmenden zu rekrutieren, die vergleichbare Erwartungen und Motivationslagen aufweisen. Bezüglich der Wirkung bei den Zielgruppen ist die Bilanz bei den beiden abgeschlossenen Clustern Stockwerkeigentum sowie kleine und mittlere Genossenschaften auf Grund der geringen Anzahl Teilnehmenden und der ungleichen Ausgangslage der Teilnehmenden durchzogen. Die Erfahrungen aus den abgeschlossenen Clustern wurden bei der Konzeption der in untersuchungszeitraum noch laufenden Clustern TOP100 umgesetzt.
Bearbeitung: Amstein + Walthert AG, Hochschule Luzern
Aufgrund der Altersstruktur der Gebäude im Stockwerkeigentum wird deren Erneuerungsbedarf in den nächsten Jahren zunehmen. Bei der Planung und Durchführung von Erneuerungsmassnahmen kommen BewirtschafterInnen der Stockwerkeigentümerschaften (STWEG) eine zentrale Funktion zu. BewirtschafterInnen weisen sich mehrheitlich eine bedeutende Rolle bei der Sanierung von Stockwerkeigentum zu. Bei über 80 Prozent der Verwaltungen sind die baulich-technische Bewirtschaftung und die Planung der Sanierungsarbeit Teil ihres Dienstleistungsangebots.
Aus Sicht der BewirtschafterInnen wird eine gute Informationsarbeit mit den STWEG als der wichtigste Faktor für eine erfolgreiche Planung und Durchführung einer Sanierung betrachtet. Fachliche Aspekte wie baulich-technisches Fachwissen oder der Beizug von Fachpersonen wird ebenfalls als relevant, aber weniger wichtig eingeschätzt. Die Forschenden haben zusammen mit ExpertInnen aus der Immobilienbewirtschaftung und dem Energiebereich einen Leitfaden entwickelt. Dieser gibt konkrete Ratschläge mit praktischen Tipps, wie Erneuerungsprozesse durch die BewirtschafterInnen erfolgreich begleitet werden können.
Bearbeitung: econcept AG, Sozialforschungsstelle der Universität Zürich
Der Themenbereich Haushalte verfolgt die Stossrichtungen Effizienz, Konsistenz und Suffizienz. Wobei die Stossrichtungen Effizienz und Konsistenz Verhaltensweisen fördern, die mit geringerem Ressourcenaufwand das gleiche Ergebnis bringen (z.B. Einsatz effizienter Haushaltsgeräte) oder Ressourcen einsetzen, die von der Natur in gleichem Ausmass regeneriert werden wie sie verbraucht werden (z.B. Nutzung von erneuerbaren Energien). Die Stossrichtung Suffizienz hingegen zielt auf die Reduktion von Ressourcenverbrauch und Umweltbelastungen durch eine Senkung der Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen (z.B. weniger Flugreisen). Dabei stellt sich die Frage, welches Mass von Konsum als «ausreichend» empfunden wird und wo somit die Grenze zum als einschränkend empfundenen Verzicht liegt. Basierend auf einer Literaturstudie wurde das Konzept des subjektiv genügenden Masses abgeleitet und mittels einer Befragung empirisch nachgewiesen
Die Befragung untersuchte die Bereiche Wohnen, Mobilität, Ernährung, Freizeit und Unterhaltung sowie Bekleidung und zeigte die Differenz zwischen dem aktuellen Konsum und dem subjektiv genügenden Mass auf. Die Ergebnisse geben Hinweise auf mögliche Änderungen des Verhaltens, welche nicht als einschränkend empfunden werden.
In dem Projekt integriert war eine Dissertation, welche im Februar 2016 mit einer Promotionsprüfung abgeschlossen wurde. Die erstellte Monographie wurde elektronisch über die Zentralbibliothek Zürich publiziert.
Bearbeitung: econcept AG, Professur für Soziologie an der ETH Zürich
«Nudging» wird, auch in der Öffentlichkeit, vermehrt als vielversprechender Ansatz zur Änderung von umweltrelevanten Verhaltensweisen diskutiert und ist Gegenstand aktueller Forschungsprojekte im In- und Ausland. Hinter dem Nudging-Ansatz steckt die Idee, das Verhalten durch Schubser (Nudges), in eine gewünschte Richtung zu lenken, jedoch ohne das Verhalten zu determinieren. Das vorliegende Forschungsprojekt untersuchte den potenziellen Beitrag von Nudges zur Erreichung der Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft in der Stadt Zürich.
Basierend auf einer breiten Auslegeordnung und einer systematischen Analyse der wichtigsten energie- und ressourcenrelevanten Entscheidungssituationen der Stadtzürcher/innen wurden rund 40 Nudging-Ideen untersucht und 12 für die Stadt Zürich prinzipiell vielversprechende Ansätze identifiziert. Vier besonders interessante Nudges, welche im Handlungsbereich der Stadt Zürich liegen, wurden mit einer eigens entwickelten Methodik bezüglich öko-logischem Potenzial, Umsetzungshemmnissen und der Umsetzungskosten im Detail beurteilt. Die vier näher betrachteten Nudges befassen sich mit Vergünstigungsaktionen von Sparbrausen, der Bereitstellung energiefreier Wäschetrocknung, Gratis-Probetickets für den ÖV und verschiedenen Massnahmen im Bereich der Ernährung.
Bearbeitung: Eaternity, Tsuku
Dieses Feldexperiment untersuchte, welche Interventionen in Personalrestaurants zur Reduktion der CO2- und Umweltbelastungen aus der Ernährung besonders wirksam sind. Dazu traten sechs Personalrestaurants von städtischen Betrieben in einem Wettbewerb gegeneinander an. Sie trafen verschiedene Massnahmen, um einerseits die durchschnittliche Umweltbelastung pro Hauptmahlzeit zu reduzieren und andererseits ihre Gäste zur Wahl besonders umweltschonender Menüs zu motivieren. Die Wirkungen unterschiedlicher Instrumentenpakete auf die Einstellung der Gäste der Personalrestaurants bezüglich nachhaltiger Verpflegung, die Auswahl der Menüs und die durchschnittlichen CO2-Reduktionen pro verkaufte Mahlzeit wurden untersucht. Der Wettbewerb fand Ende 2017 statt und im Januar 2018 wurden die GewinnerInnen an einer projektinternen Preisverleihung bekanntgegeben. Das ewz Personalrestaurant in Oerlikon, welches durch die SV Group betrieben wird, konnte die CO2-Emissionen pro Menu um 42% reduzieren – obwohl das Angebot bereits relativ klimaschonend war. Alle Betriebe haben im Durchschnitt die CO2 -Belastung pro Menu um 19% reduziert und konnten so während der Wettbewerbsdauer von 8 Wochen gemeinsam rund 9 Tonnen CO2 einsparen.
Ein halbes Jahr nach dem Wettbewerb wurde eine Nachmessung vorgenommen, um die nachhaltige Wirkung ohne weitere Massnahmen auf der Nachfrageseite zu ermitteln. Während der sechswöchigen Nachmessung konsumierten die Gäste in den Personalrestaurants Menus, die im Vergleich zu den Werten vor dem Wettbewerb durchschnittlich 9% weniger CO2 enthielten. Damit wurde knapp die Hälfte des im Wettbewerb gemessenen Effekts auch in der Nachmessung nachgewiesen. Das Projektteam hat Empfehlungen für eine Strategie zur Verstetigung und Verbreitung des Konzepts erarbeitet.
Bearbeitung: Centre for Development and Environment der Universität Bern
Suffizientes Verhalten zielt auf einen geringeren Verbrauch von Ressourcen ab. Dies soll durch eine Verringerung der Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen (z.B. weniger Flugreisen) und einen sparsameren Umgang mit Ressourcen erfolgen. Das Projektteam untersuchte freiwillige Angebote und Initiativen in Schweizer Städten und in strukturell vergleichbaren Städten im Ausland, welche suffizientes Verhalten begünstigen, indem sie ressourcen-leichtere Handlungsalternativen bereitstellen, respektive den Zugang dazu erleichtern. Im Prinzip werden Angebote und Initiativen dann genutzt, wenn 1) sie sich gut in den Alltagsablauf integrieren lassen, d.h. niederschwellig und einfach zugänglich sind, sowie geographisch nahe liegen, 2) die Nutzung einen persönlichen Vorteil /Mehrwert für die Nutzenden erbringt und 3) sich die Menschen mit den Zielen der Angebote und Initiativen identifizieren können. Das Projekt hat gezeigt, dass in Zürich und den Vergleichsregionen, eine vielfältige Landschaft an freiwilligen Angeboten und Initiativen existiert. Die Sichtbarkeit und Vernetzung dieser Initiativen, sowie ihre gemeinsame Interessenvertretung gegen aussen ist in Zürich, im Vergleich zur Westschweiz, jedoch weniger stark ausgeprägt. Eine grosse Hebelwirkung sieht das Forschungsteam im Aufbau und der bedürfnisorientierten Unterstützung von Netzwerken, Plattformen und Dachverbänden, um die Vielfältigkeit und Dichte an Angeboten und Initiativen zu pflegen und zu erweitern. Es zeigt sich zudem, dass eine Klärung der politischen Legitimität der Förderung freiwilliger Angebote und Initiativen mit Bezug zu Suffizienz anzustreben ist. Diese Klärung könnte durch die Erarbeitung und Umsetzung eines entsprechenden Förderkonzepts erreicht werden.
Bearbeitung: ZHAW Institut für Umwelt und natürliche Ressourcen sowie ZHAW Institut für Lebensmittel- und Getränkeinnovation
In diesem Projekt entwickelten Forschende der ZHAW aus den Bereichen Ökobilanzierung, Ernährungswissenschaften und Nachhaltigkeitskommunikation ein Verpflegungsangebot, das positive Umweltwirkungen erzielt und mit den Bedürfnissen der Gäste in den unterschiedlichen Verpflegungsbetrieben (Personalrestaurants und Alterszentren) in Einklang steht. Die Feldstudie wurde zusammen mit 4 Alterszentren und 4 Personalrestaurants durchgeführt.
Die Projektergebnisse wurden unter anderem in einer Datenbank mit rund 150 umweltfreundlichen, ernährungsphysiologisch optimierten und vergleichsweise beliebten Menüs festgehalten und Küchenverantwortlichen digital verfügbar gemacht. Diese Menü-Sets führen zu einer Reduktion der durchschnittlichen Gesamtumweltbelastung von 52 Prozent und der Treibhausgasemissionen von 48 Prozent verglichen mit dem Basis-Menü-Set. Als besonders erfolgreiche, einfach umsetzbare und gut akzeptierte Intervention zur Steigerung des Absatzes umweltfreundlicher Menüs hat sich ein zufällig wechselnder, nicht in die klassischen Menülinien 1 (Fleisch) und 2 (vegetarisch) unterteilter Menüplan erwiesen. Erfolgsfaktoren für Veränderungen sind unter anderem eine gute Beziehung und Kommunikation zwischen Küchenpersonal und Kunden/innen, eine fallspezifische und kontextabhängige Abstimmung der Interventionen sowie eine ansprechende und clevere Angebotsgestaltung.
Bearbeitung: INTERFACE - Politikstudien Forschung Beratung, Sozialforschungsstelle der Universität Zürich, EBP Schweiz AG
Die Beweggründe und mögliche Massnahmen zur Unterstützung des Verzichts auf ein eigenes Auto sind bisher kaum untersucht worden. Das vorliegende Projekt schliesst diese Lücke, indem 1.) vertieftes Wissen zur aktuellen Situation der freiwillig autofreien Haushalte bereitgestellt werden, 2.) die subjektiven und objektiven Begründungen für den Nichtbesitz eines eigenen Autos in Befragungen ausfindig gemacht werden und 3.) praxistaugliche Massnahmen hinsichtlich autofreier Haushalte in der Stadt Zürich definiert werden.
Die Ergebnisse zeigen, dass in der Stadt Zürich etwa jeder zweite Haushalt über kein eigenes Auto verfügt, wovon wiederum die Hälfte als freiwillig autolos bezeichnet werden kann. Das Umsteigepotenzial wird auf rund 40% der AutohalterInnen bzw. 20% aller Haushalte in Zürich geschätzt. Somit beträgt das Potenzial der autofreien Haushalte in der Stadt Zürich rund 70%. Der mit Abstand wichtigste Grund für den Verzicht auf ein eigenes Auto ist die Flexibilität und die Unabhängigkeit von zum Auto alternativen Angeboten. Die Verfügbarkeit von individuellen Parkplätzen, Umweltaspekte, die ÖV-Affinität des sozialen Umfelds, das Kostenverhältnis zwischen der Automobilität und den Alternativen sowie eine Kumulation von biographischen Bruchstellen wie z.B. Umzügen oder Stellenwechseln begünstigen die Autolosigkeit ebenfalls. Massnahmen zur Förderung der freiwilligen Autolosigkeit müssen infolgedessen vor allem Flexibilität und Unabhängigkeit der Mobilitätsangebote auf möglichst viele verschiedene Arten adressieren.
Bearbeitung: ETH Zürich - Bits to Energy Lab, BEN Energy AG
Im Rahmen dieses Projekts baute das Forschungsteam eine neuartige, personalisierte Effizienzplattform «smartsteps» auf, die den Test von Interventionen unter realen Bedingungen ermöglicht und der Forschung langfristig zur Verfügung stehen kann. Der Fokus der Effizienzplattform liegt auf dem Energieverbrauch teilnehmender Haushalte im Wohnbereich, der neben Elektrizität auch Heizen und Warmwasser einschliesst. Untersucht wurde die Wirkung verschiedenartiger Anreize (finanziell, ideell und Sachleistungen) bezüglich ihrer Motivation zur Nutzung der Effizienzplattform, die Wirkung eines Recommender-Systems, das Nutzenden gezielt Inhalte zuweist und so die Zuordnung der Intervention optimiert, sowie Rebound-Effekte. Insgesamt versandte das Forschungsteam 42‘000 individuelle Verbrauchsfeedbacks per postalischem Mailing bzw. E-Mail zur Motivierung der Nutzung des Portals. Aufgrund des entwickelten Anschreibens registrierten sich bis zu 17.5% der damit kontaktierten Gruppe ausgewählter Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher auf smartsteps. Die Betonung extrinsischer Anreize kann unter Umständen die Eigenmotivation zur Teilnahme an Effizienzprogrammen abschwächen. Die Erhöhung der Aktivität von Nutzenden auf dem Portal war mit einigen der eingesetzten Boni und Anpassungen im Projektverlauf möglich. Die Effekte waren jedoch stark abhängig von der Art und Höhe der Boni. Deutliche Rebound Effekte traten in den betrachteten Verhaltensbereichen nicht auf.
Bearbeitung: Institut de recherches économiques der Université de Neuchâtel, Fachbereich Nachhaltigkeitsforschung der Universität Basel
Basierend auf der Phase I mit einem Vergleich der Ergebnisse der Stadt Zürich mit dem Kanton Zürich, grösseren Städten sowie dem Rest der Schweiz wurde der Fokus der vertiefenden Phase II auf die Unterschiede beim Elektrizitätskonsum, den Investitionen in die Energieeffizienz und die Akzeptanz bei der Beratung gelegt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Haushalte in der Stadt Zürich eine vergleichsweise gute «Performance» aufweisen.
Im Vergleich zu den Haushalten des Kantons Zürich liegt der Stromverbrauch um 10 bis 13% tiefer, der Anteil energieeffizienter Geräte ist jedoch um 5% geringer, die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme von Beratungen liegt 10 bis 15% höher. Die Inanspruchnahme von Beratungen könnte noch gesteigert werden, insbesondere bei den Haushalten mit niedrigem Einkommen, Einpersonenhaushalten und HauseigentümerInnen. Gestützt auf die Ergebnisse empfiehlt die Autorenschaft erstens die Beibehaltung der bereits erfolgreichen Politik, zweitens die Entwicklung von massgeschneiderten Beratungsangebote für bestimmte Verhaltensweisen ausgewählter Bevölkerungsgruppen (z.B. Mieter/innen). Zudem könnten Informationskampagnen über die Verbesserung des Wissens und der Vertrauensbildung zu einer stärkeren Inanspruchnahme der Beratung beitragen.
Bearbeitung: econcept AG, Sozialforschungsstelle der Universität Zürich
Energierelevantes Verhalten ist oft Gewohnheitsverhalten, wobei Verhalten und Rahmenbedingungen eng ineinander verzahnt sind. Ein Wohnungswechsel bietet eine Gelegenheit Gewohnheiten anzupassen, da Personen dabei ihre Routinen überdenken. Der Fokus des Vorprojekts lag auf der Analyse von Entscheidungsprozessen beim Umziehen. Ziel war es, qualitative Grundlagen zu erarbeiten, um wirksame Interventionen zur Förderung von ressourcenschonenden Verhaltensweisen und Gewohnheiten nach einem Umzug entwickeln zu können.
Die Ergebnisse des Vorprojekts zeigten, dass sich Entscheidungsprozesse beim Umziehen je nach Umzugsgrund, Alter und Haushaltszusammensetzung unterscheiden. Allgemein haben vor allem Entscheidungen vor dem Umzug, nämlich Entscheidungen zu Wohnort, -lage und Wohnungsgrösse einen grossen Einfluss auf den Energieverbrauch. Zu diesem Zeitpunkt ist der Umzug den neuen Wohngemeinden aber noch nicht bekannt: Diese gehen erst im Rahmen des Anmeldungsprozesses auf Neuzuzieher/innen zu. Um gezielter auf Zuzuziehende zuzugehen empfehlen die Autoren/innen Städten und Gemeinden: Platzierung gezielter Informationen auf Umzugsplattformen, bedarfsspezifische Informationen am Schalter und bei der Online-Anmeldung, bedarfsspezifischer Einsatz von Gutscheinen, sowie eine systematische Wirkungsevaluation von Interventionen.
Bearbeitung: econcept AG, treeze GmbH, Amstein + Walthert AG
In der Stadt Zürich sind in den vergangenen Jahren verschiedene Wohnbauten entstanden oder saniert worden, die sich an den Richtlinien der 2000-Watt-Gesellschaft orientieren. Beispiele dafür sind die Magnusstrasse 28 der Wogeno, das Mehrfamilienhaus an der Segantinistrasse oder die Wohnsiedlungen Sihlweid und Badenerstrasse der Baugenossenschaft Zurlinden. Mit der zunehmenden Anzahl von realisierten Gebäuden sind nun auch die Voraussetzungen für eine erste Erfolgskontrolle von «2000-Watt-Gebäuden» gegeben. Dieses Projekt beschränkte sich dabei nicht auf die Gebäude und deren Infrastruktur, sondern bezog auch den Lebensstil der Bewohnerinnen und Bewohner mit ein. Untersucht wurden einerseits der gebäudebezogene Ressourcenverbrauch, die Zufriedenheit der Mieterinnen und Mieter sowie andererseits die Auswirkungen von «2000-Watt-Gebäuden» auf den Lebensstil (inkl. Mobilität und Ernährung) der Bewohnerschaft. Folgende Ergebnisse können festgehalten werden: Erstens entsprechen die Planungswerte der Gebäude dem SIA-Effizienzpfad Energie und somit den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft. Zweitens schneiden die BewohnerInnen bzgl. des energierelevanten Verhaltens - Stromverbrauch sowie Nutzung erneuerbarer Energien – besser ab als der Schweizer Durchschnitt. Und drittens führen die BewohnerInnen einen Lebensstil, der noch nicht 2000-Watt-kompatibel ist. Dies trifft insbesondere für die Bereiche «Mobilität», «Ernährung» und «Konsum» zu.
Bearbeitung: econcept AG
Mit dem Bau der Wohn- und Gewerbesiedlung «Genossenschaft Kalkbreite» ist in der Stadt Zürich ein weiterer Wohnbau entstanden, der im Minergie-P-Eco-Standard erbaut worden ist. Die Genossenschaft Kalkbreite zeichnet sich zudem durch ein grosszügiges gemeinschaftlich nutzbares Raumangebot aus. Energieforschung Stadt Zürich hat eine umfassende Evaluation der Auswirkungen einer Veränderung des Wohnumfelds auf das Verhalten in den Bereichen Wohnen und Mobilität durchgeführt. Im Projekt wurde zum einen aufgezeigt, ob und wie das Verhalten und der Energieverbrauch durch den Umzug in eine nachhaltige Wohnsiedlung beeinflusst werden. Zum anderen wurde geprüft, inwiefern die für das Gebäude berechneten Energiebedarfswerte mit den effektiven Verbrauchswerten übereinstimmen. Die Ergebnisse zeigen, dass ein effizientes Gebäude an einem verkehrstechnisch günstigen Standort mit einem flächenoptimierten Grundriss einen wichtigen Beitrag zur Reduktion des Ressourcenverbrauchs der BewohnerInnen leistet.
Bearbeitung: Sozialforschungsstelle der Universität Zürich, Amstein + Walthert AG
Das vorliegende Projekt untersucht synergetische Instrumente aus den Bereichen Technik und Kommunikation zur Förderung des energieeffizienten Benutzungsverhaltens in Wohnungen. Das Projekt ist in eine Vorstudie und eine Hauptstudie gegliedert. Die Vorstudie hat die technischen und sozialpsychologischen Hemmnisse analysiert und zeigt auf, mit welcher Kombination von Instrumenten der Technik und der Kommunikation das energieeffiziente Benutzungsverhalten gefördert werden kann. Mit dem Akronym «BAM» wird der Einsatz von zusammenwirkenden (synergetischen) Instrumenten aus den Bereichen Technik und Kommunikation als «Benutzergerechtes Assistenz- und Motivationssystem» bezeichnet. Ein BAM-System soll eine Person bei der Motivation für energiesparendes Benutzungsverhalten und bei der konkreten Umsetzung der dazu erforderlichen Verhaltensweisen unterstützen. Bei der Anwendung eines objektspezifisch zusammengestellten BAM-Systems können bis zu 15% Energieeinsparungen bei den Verwendungszwecken Wärme für Raumheizung und Wärme für Warmwasser sowie bei Wäsche-Waschen und Trocknen erwartet werden. Für das Teilsystem Beleuchtung und Geräte ist die Erwartung mit bis zu 25% etwas höher.
Das im März 2016 gestartete Hauptprojekt hat in einem Feldversuch Benutzergerechte Assistenz- und Motivationssysteme BAM - Feldversuch FP-2.6.1 unterschiedliche technische und sozialpsychologische Instrumente einzeln und in Kombination auf ihre Wirksamkeit untersucht.
Bearbeitung: Amstein + Walthert AG
Das vorliegende Projekt untersucht in einem Feldversuch mit 100 Wohnungen, wie technische Instrumente und Kommunikationsmassnahmen das energieeffiziente Benutzungsverhalten in Wohnungen beeinflussen. Die Vorstudie Benutzergerechte Assistenz- und Motivationssysteme BAM: Grundlagen FP-2.6 analysierte die technischen und sozialpsychologischen Hemmnisse und zeigte auf, welche Kombinationen von Instrumenten aus theoretischer Sicht welche Wirkungen entfalten können.
Der Feldversuch untersuchte in der Praxis die unterschiedlichen technischen und sozialpsychologischen Instrumente einzeln und in Kombination auf ihre Wirksamkeit. Der gemessene Verbrauch für die 6 Monate der Hauptinterventionsphase zeigt um bis zu 6% reduzierte Verbrauchswerte der Experimentalgruppen gegenüber der Kontrollgruppe. Das erwartete Ziel von 15% Effizienzsteigerung wurde im Feldversuch nicht erreicht.
Die Kommunikationsinstrumente wirkten kurzfristig vor allem auf das Verhalten und innerhalb dessen vor allem auf Verhaltensweisen im Zusammenhang mit der Raumwärme positiv. Die im Feldversuch eingesetzten technischen Instrumente alleine entfalteten nur geringe Wirkungen. Sie können in Form eines Smart-Home-Systems nicht als Voraussetzung für eine Verbesserung der Energieeffizienz in Haushalten betrachtet werden. Teilweise resultierten gar negative Wirkungen, welche positive Effekte der Kommunikationsinstrumente wieder zunichtemachten.
Bearbeitung: Sozialforschungsstelle der Universität Zürich
In Zürich Alt-Wiedikon und Friesenberg wurden folgende Instrumentenkombinationen zur Reduktion des motorisierten Individualverkehrs (MIV) mittels eines Feldversuchs auf Ihre Wirkung hin getestet: (1) Informationen über Angebote und Massnahmen der Stadt Zürich; (2) Kommunikation zur Steigerung der Verantwortungsübernahme und der Wahrnehmung der Selbsteffizienz; (3) ein Alle-oder-Niemand-Vertrag zur Förderung der Umsetzung bestehender Absichten, die öffentlichen Verkehrsmittel und den Fuss- und Veloverkehr vermehrt zu nutzen. Alle Instrumente wurden im Rahmen einer an alle Haushalte verteilte Mobilitätsmappe umgesetzt. Die Bekanntheit von Angeboten der Stadt Zürich konnte gesteigert werden, sofern diese nicht schon vor dem Versuch bei der Mehrheit der Zielpersonen bekannt waren. Die mit den anderen beiden Instrumenten verfolgten Ziele konnten im Wesentlichen aus folgenden Gründen nicht erreicht werden: Zu grosse Streuverluste bei der Wahrnehmung der Kommunikationsmittel, subjektiv zu geringer Handlungsspielraum sowie schon vor dem Feldversuch sehr ÖV-affine Einstellung.
Bearbeitung: econcept AG, Sozialforschungsstelle der Universität Zürich
Das Controlling des Masterplans Velo der Stadt Zürich weist darauf hin, dass Kinder und Jugendliche das Velo nur wenig nutzen. Das Vorprojekt erarbeitete erste Grundlagen für mögliche Massnahmen zur Förderung des Velofahrens von Kindern und Jugendlichen in der Stadt Zürich. Zum einen wurde die Entwicklung der Velonutzung von Kindern und Jugendlichen durch eine deskriptive Datenauswertung des Mikrozensus Mobilität und Verkehr analysiert. Zum anderen wurden anhand einer Literatur- und Dokumentenanalyse die Faktoren untersucht, die die Velonutzung von Kindern und Jugendlichen massgeblich beeinflussen. Dies sind Sicherheit/Infrastruktur, Bequemlichkeit, soziale Dynamik, Möglichkeiten und Umweltargumente. Die Velonutzung von Kindern- und Jugendlichen in Zürich beträgt rund 2% gemessen an allen gefahrenen Strecken. Dies ist tief im Vergleich zum Kanton Zürich (6.5%) und der Schweiz (7.5%). Die Studienautoren halten fest, dass die Stadt Zürich eine sehr breite Palette an Massnahmen zur Förderung der Velonutzung bei Kindern und Jugendlichen vorgesehen und teilweise schon umgesetzt hat. Es sei bedeutend, dass mit den geplanten Infrastrukturmassnahmen möglichst baulich abgetrennte und durchgehende Velowege umgesetzt werden.
Bearbeitung: Institut für Wissenschaft, Technologie und Politik der ETH Zürich
Das Projekt hat auf Basis von Literaturanalysen in Kombination mit empirischer Datenanalyse Handlungsempfehlungen zur Förderung der Elektromobilität, insbesondere für die Fahrzeuganbieter, die Ersteller von Infrastrukturen und die Politik abgeleitet. Einerseits wurden Hürden beim Kauf eines Elektrofahrzeuges identifiziert und andererseits mögliche Handlungsoptionen für die Stadt und andere Akteure ausgelotet. Die Priorisierung der Massnamen und die Ermittlung möglicher Wirkungen erfolgte mittels eines Entscheidungsexperimentes (Conjoint-Analyse) mit Autobesitzer/innen im Kanton Zürich.
Elektrofahrzeuge werden von Zürchern/innen beim zukünftigen Autokauf durchaus in Betracht gezogen. Die wichtigsten Hürden stellen aber der Kaufpreis, die ungenügende Ladeinfrastruktur, die Reichweite sowie Unklarheiten zur Umweltfreundlichkeit von Elektrofahrzeugen dar. Von den untersuchten Massnahmen werden Ladestationen in blauen und weissen Zonen sowie Informationskampagnen zu den Umweltauswirkungen von Elektrofahrzeugen als vergleichsweise gut akzeptiert und wirksam beurteilt. Eine relevante Erhöhung der Benzin- und Dieselpreise und eine Neuzulassung nur noch für Elektrofahrzeuge wird hingegen mehrheitlich abgelehnt.
Bearbeitung: econcept AG, Sozialforschungsstelle der Universität ZH
Dieses Forschungsprojekt hat analysiert, inwiefern die Nutzung von Sharing-Angeboten für Velos, E-Bikes und E-Trottinette zu Gewohnheitsänderungen im Mobilitätsbereich bei den Nutzern/innen führt. Die Ergebnisse mündeten zusätzlich in einer Potenzialabschätzung dazu, inwiefern Sharing-Angebote als effiziente und suffiziente Fortbewegungsart einen Beitrag zu den übergeordneten Zielen der Verkehrs- und Klimapolitik der Stadt Zürich leisten können.
Sharing-Angebote für E-Scooter, E-Bikes und Velos werden in der Stadt Zürich und in angrenzenden Gemeinden vor allem für Freizeitzwecke und zum Pendeln genutzt. Kurzfristig ersetzen sie insbesondere Fusswege und Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Sharing-Angebote wurden bei rund 4 Prozent der befragten Nutzer/innen für letzte Wegstrecken genutzt, die mit dem Auto gefahren worden wären, führten aber bei rund 7 Prozent der letzten Wege zu zusätzlichem Verkehr. Längerfristig besteht ein grösseres Potenzial der Sharing-Fahrzeuge für Beiträge zur multimodalen Mobilität, womit sie als Ergänzung statt als Konkurrenz zum öffentlichen Verkehr fungieren würden, sowie zu einer nachhaltigen städtischen Verkehrs- und Klimapolitik. Neben der positiven Wirkung durch die Substitution von Autofahrten ist längerfristig vor allem auch die Ökobilanz der Sharing-Fahrzeuge ein zentraler Hebel für eine positive Klimawirkung.
Bearbeitung: treeze GmbH
Die Vorstudie beabsichtigte eine Aktualisierung und Vertiefung der Ökobilanz-Grundlagen zum Bereich Ernährung in der Stadt Zürich gegenüber den Ergebnissen des Forschungsprojekts Grundlagen und Veränderungspotenziale FP-1.1. Der neu ausgewiesene Primärenergieverbrauch und die CO2-Emissionen liegen rund 18% bzw. 10% unter den bisherigen Werten, was primär auf verbesserte Datengrundlagen zurückzuführen ist. Die Relevanz der Ernährung für die Bilanz der Stadt Zürich ist aber mit ca. 1000 Watt bzw. 1.8 t CO2 pro Einwohner/in weiterhin hoch.
Die aktualisierten Daten zum Fussabdruck Ernährung der Stadt Zürich werden im Bericht zusammengefasst. Aufgezeigt werden die Datengrundlagen, die Aufschlüsselung auf Nahrungskategorien und die Unterschiede zwischen der Stadt Zürich und dem Schweizer Durchschnitt. Die um 8 % höhere konsumierte Nahrungsmittelmenge pro Person in der Stadt Zürich gegenüber der gesamten Schweiz dürfte hauptsächlich auf demographischen Unterschiede zurückzuführen sein.
- Zugang barrierefrei
- Es sind keine Behindertenparkplätze verfügbar.
- Es sind keine Behindertentoiletten verfügbar.