Die Treibhausgasemissionen von Gebäuden in der Stadt Zürich sinken dank dem Ersatz fossiler Heizungen durch klimafreundliche Lösungen und dank besserer Energieeffizienz. Der Umbau der Wärmeversorgung ist wesentlich für die Erreichung der Klimaschutzziele. Neben dem Ausbau der Fernwärmenetze ist massgebend, dass Hauseigentümer*innen ihre fossilen Heizungen zügig ersetzen und Gebäude energetisch sanieren. Die Stadt Zürich unterstützt dabei mit Fördermitteln und Beratungsangeboten.
Die Stadt Zürich unterstützt Privatpersonen und Unternehmen mit einem umfassenden Beratungsangebot beim Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme und bei der energetischen Gebäudesanierung.
An einer Veranstaltung für Hauseigentümerschaften aus dem Quartier werden Möglichkeiten und Förderangebote für den Heizungsersatz und energetische Sanierungen aufgezeigt. Gleichzeitig wird zu den Themen Photovoltaikanlagen und Begrünung informiert. Zusätzlich werden spezifische Webinare angeboten.
Die Energieberatung Stadt Zürich berät Gebäudeeigentümerschaften temporär vor Ort im Pilotquartier. Synergien mit verwandten Themen wie Begrünung oder Hitzeminderung sind vorgesehen.
Im Frühjahr 2026 gab die Stadt Zürich eine Online-Befragung unter privaten Hauseigentümerschaften im Pilotquartier in Auftrag. Insgesamt nahmen 101 Personen teil. Die Ergebnisse helfen dabei, die städtischen Massnahmen im Gebäudebereich gezielt auf die Bedürfnisse der Eigentümer*innen auszurichten. Gleichzeitig bildet die Befragung die Grundlage für eine spätere Wirkungsmessung.
Zusammenfassung der Ergebnisse:
- 36 Prozent der Befragten haben noch nie eine Energieberatung in Anspruch genommen.
- Rund 25 Prozent der Befragten kennen die Angebote der Energieberatung Stadt Zürich.
- Massnahmen, die in den letzten zehn Jahren am häufigsten umgesetzt wurden: 32 Prozent haben einen Fensterersatz und 31 Prozent einen Heizungsersatz (mehrheitlich fossil betrieben) umgesetzt, 29 Prozent haben das Dach gedämmt.
- Massnahmen, die in nächsten fünf Jahren am häufigsten geplant sind: 13 Prozent planen einen Heizungsersatz und 12 Prozent einen Fensterersatz. 28 Prozent gaben an, in den nächsten Jahren keine Massnahmen umzusetzen.
- Faktoren mit dem grössten Einfluss auf den Entscheid, eine energetische Massnahme umzusetzen: Langfristige Nutzung des Gebäudes, Unterstützung bei der Projektplanung, ökologische Überlegungen, einfache und schnelle Bewilligungsverfahren.
- Häufigste Hindernisse bei der Planung und Umsetzung von energetischen Massnahmen: Zustand des Gebäudes gut genug, zu hohe Investitionskosten, herausfordernde Abstimmung mit Miteigentümer*innen.