Global Navigation

Medienmitteilungen

Der Stadtrat von Zürich, Departement der Industriellen Betriebe

29. März 2017

Weiterhin grosse Nachfrage nach Energielösungen des ewz

Neuer Rahmenkredit von 200 Millionen Franken beantragt

Der aktuelle Rahmenkredit für Energiedienstleistungen des ewz ist grösstenteils ausgeschöpft. Nachhaltige Lösungen bei der Energieversorgung entsprechen aber weiterhin einem Bedürfnis. Mit einem neuen Rahmenkredit in der Höhe von 200 Millionen Franken kann dieses Geschäftsfeld des ewz konkurrenzfähig bleiben und weiterhin zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beitragen.

Vor bald 15 Jahren erteilte der Gemeinderat dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) den Auftrag, das Geschäftsfeld Energiedienstleistungen zu betreiben. Dafür bewilligten die Gemeinde und der Gemeinderat seither fünf Rahmenkredite in der Höhe von insgesamt 315 Millionen Franken. Das Angebot ist unterteilt in die Bereiche Energie-Contracting und Facility-Management. Beim Energie-Contracting plant, baut, betreibt und finanziert das ewz Energieversorgungsanlagen, die Eigentum des ewz sind. Im Facility-Management betreibt das ewz Anlagen, ohne deren Eigentümer zu sein. Die Nachfrage nach derartigen Dienstleistungen ist ungebremst, es stehen dafür aus dem Rahmenkredit aber nur noch gut 14 Millionen Franken zur Verfügung.

Erfolgreiches Geschäftsfeld

Mit allen realisierten Projekten erzielt das ewz jährlich einen Umsatz von rund 50 Millionen Franken. Damit gehört das ewz in der Schweiz zu den drei grössten Anbietern von Energiedienstleistungen. Wesentliche Teile der Investitionen beziehungsweise des Unterhalts werden von privaten Unternehmen der Planungs- und Baubranche getätigt. Für die Privatwirtschaft hat das ewz mit diesem Geschäftsfeld bisher ein Auftragsvolumen von insgesamt 370 Millionen Franken generiert. Dabei sind neben den Rahmenkrediten auch die Kredite eingerechnet, die Stadt- und Gemeinderat in eigener Kompetenz bewilligt haben. In der Regel fliessen über 90 Prozent der Mittel an private Unternehmungen für Planung, Installationen und Bau zurück. Seit 2014 ist das Geschäftsfeld eigenwirtschaftlich und leistet einen Beitrag auf dem Weg der Stadt Zürich in die 2000-Watt-Gesellschaft. Ende 2016 waren 251 Anlagen in Betrieb, mit denen sich im Vergleich zu konventionellen Lösungen mit fossilen Energieträgern jährlich etwa 44 700 Tonnen CO2 einsparen lassen. Das entspricht etwa 16,5 Millionen Liter Heizöl.

Dank Rahmenkredit bleibt ewz wettbewerbsfähig

Der Stadtrat wollte dem ewz mit einer Umwandlung in eine öffentlich-rechtliche Anstalt mehr Handlungsspielraum verschaffen. Der Gemeinderat ist auf den Vorschlag nicht eingetreten, hat aber eine Motion für einen Rahmenkredit von 200 Millionen Franken für Energiedienstleistungen überwiesen. Dieser soll es dem ewz ermöglichen, Projekte für nachhaltige Lösungen bei der Energieversorgung zu realisieren und innert der erforderlichen Zeit durch den Stadtrat beschliessen zu lassen. Für Vorhaben im Umfang von 2 Millionen bis zu 20 Millionen Franken wäre sonst der Gemeinderat zuständig, und für höhere Beträge bräuchte es den noch längeren Weg der Volksabstimmung. Dadurch wäre das ewz gegenüber der Konkurrenz stark benachteiligt. Mit dem Rahmenkredit hingegen kann das ewz auch grössere Projekte zügig abwickeln und bleibt wettbewerbsfähig. Die kleineren und mittleren Anlagen sollen wie bisher von der je nach Höhe des Betrags zuständigen Instanz als Einzelprojekte bewilligt werden. Der Stadtrat hat die Vorlage dem Gemeinderat zugeleitet, das letzte Wort dazu werden die Stimmberechtigten haben.




Thema: Umwelt

Organisationseinheit: Stadtrat, Departement der Industriellen Betriebe, Elektrizitätswerk