Global Navigation

Medienmitteilungen

Der Stadtrat von Zürich, Departement der Industriellen Betriebe

14. November 2018

Das VBZ-Netz soll flexibler werden

Gemeinderat entscheidet über Kredit für Versuchsbetrieb

Die VBZ wollen im Gebiet Altstetten/Albisrieden einen Versuch mit Kleinbussen starten, die via App abends buchbar sind und Fahrten durchführen, die von der Linienführung des bestehenden Netzes abweichen. Der Stadtrat beantragt dafür einen Objektkredit von 2,98 Millionen Franken.

Neue Technologien bei den Fahrzeugen, aber auch die Digitalisierung und der gesellschaftliche Trend zum Teilen von Objekten und Dienstleistungen verändern unsere Verkehrs- und Mobilitätssysteme. Diese Entwicklung zeichnet sich ebenfalls in der Stadt Zürich ab, und die Verkehrsbetriebe (VBZ) wollen ihr Rechnung tragen. Zusammen mit der Dienstabteilung Verkehr und dem Tiefbauamt der Stadt Zürich verfolgen sie das Ziel, die Mobilität auch in Zukunft nachhaltig und effizient zu gestalten. Mit dem Pilotprojekt «VBZ FlexNetz» wollen sie herausfinden, wie die Bevölkerung der Stadt Zürich auf spontan buchbare und flexibilisierte Angebote des öffentlichen Verkehrs reagiert. Der Stadtrat beantragt dafür dem Gemeinderat einen Kredit von 2,98 Millionen Franken.

Ergänzung zu Randzeiten am Stadtrand

Beim «VBZ FlexNetz» handelt es sich um eine Art Rufbussystem, das ergänzend zum öffentlichen Linienverkehr in Gebieten und zu Zeiten mit weniger dichtem Takt und fehlenden Direktverbindungen zur Verfügung stehen soll. Es wird in den üblichen Zonentarif integriert sein, und vor allem Gebiete am Stadtrand von 20 Uhr bis 1 Uhr nachts besser erschliessen. Via App geben Kundinnen und Kunden ihren Fahrtwunsch ein, und das System organisiert die verlangte Fahrt. Die Fahrgäste mit ähnlichen Reisezielen werden als Gruppe von maximal sechs Personen im gleichen Fahrzeug zusammengefasst. Die VBZ planen den Versuchsbetrieb in Altstetten und Albisrieden, wobei das Gebiet Dunkelhölzli und das Freilagerareal während des Pilotbetriebs von einer besseren Erschliessung und direkten Querverbindungen profitieren.

Potenzial neuer Angebote in Zürich testen

Die VBZ möchten mit dem Betrieb im Jahr 2020 beginnen und ihn nach 18 Monaten abschliessen. Die ETH Zürich wird den Versuch wissenschaftlich begleiten. Basierend auf den Ergebnissen des Pilotbetriebs werden die VBZ entscheiden, wie solche Dienstleistungen zukünftig in das bestehende Angebot integriert werden können. Dies wird von der Nachfrage abhängen, aber auch von der Wirtschaftlichkeit des Betriebs. Das Pilotprojekt wird den VBZ helfen, einerseits ihr Angebot und anderseits die digitalen Plattformen im Bereich der Mobilität weiterzuentwickeln – entsprechend den Bedürfnissen der Fahrgäste und des eigenen Betriebs.

Thema: Transport und Verkehr, Smart City

Organisationseinheit: Stadtrat, Departement der Industriellen Betriebe