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ewz soll weiter in Windparks und Wasserkraftwerke investieren

Medienmitteilung

Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat einen dritten Rahmenkredit von 200 Millionen Franken für Energieproduktionsanlagen, die erneuerbare Quellen nutzen. Mit diesen Mitteln soll das ewz die Stromproduktion aus Sonne, Wind und Wasser weiter ausbauen. Abschliessend darüber entscheiden werden die Stimmberechtigten der Stadt Zürich. Gleichzeitig beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat eine gesetzliche Grundlage für die ewz (Deutschland) GmbH und für Kraftwerksgesellschaften des ewz in der Schweiz.

10. Dezember 2020

Die Stadt Zürich hat sich im Jahr 2008 für die 2000-Watt-Gesellschaft entschieden und sich das Ziel gesetzt, erneuerbare Energien und die Energieeffizienz zu fördern. Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) soll somit weiter in erneuerbare Energien investieren und deren Produktion ausbauen. Rahmenkredite geben dem ewz die notwendige Flexibilität und Vertraulichkeit beim Abschluss von Geschäften.

Starker Ausbau der Windkraft

Seit 2007 genehmigten die Stimmberechtigten und der Gemeinderat drei Rahmenkredite in der Höhe von insgesamt 420 Millionen Franken für Investitionen in die Produktion von Windenergie und Energie aus weiteren erneuerbaren Quellen. Aus diesen Mitteln bewilligte der Stadtrat Objektkredite für den Erwerb von achtzehn Windparks in Deutschland, Frankreich, Schweden und Norwegen. Heute verfügt das ewz über rund eine Terawattstunde Stromproduktion aus Wind. Das entspricht dem heutigen ewz-Anteil aus der Stromproduktion des Kernkraftwerks Gösgen.

Ein Drittel der Mittel für Projekte in der Schweiz

Mit dem zweiten Rahmenkredit von 200 Millionen Franken war der Auftrag verbunden, rund ein Drittel der Mittel für Projekte in der Schweiz zu verwenden. Dieses Ziel hat das ewz mit der Beteiligung am Holzheizkraftwerk Sisslerfeld, dem Bau des Wasserkraftwerks Adont und der geplanten Rekonzessionierung des Kraftwerks Tiefencastel West inzwischen fast erreicht. Die vielen Photovoltaikanlagen, die das ewz in den letzten Jahren in der Schweiz realisierte, fallen nicht unter diesen Rahmenkredit.

Wind- und Wasserkraft im Vordergrund

Mit den beantragten 200 Millionen Franken will das ewz die Produktion erneuerbarer Energie weiter ausbauen. Im Vordergrund stehen dabei Windkraftanlagen und Wasserkraftwerke in der Schweiz und im europäischen Ausland. Bei der Wasserkraft geht es vor allem um die Rekonzessionierung der eigenen Kraftwerke und um neue Beteiligungen an Schweizer Wasserkraftwerken. Das ewz strebt erneut an, ein Drittel des Rahmenkredits in Anlagen in der Schweiz zu investieren. Den endgültigen Entscheid über den Rahmenkredit werden die Stimmberechtigten fällen.

Gesetzliche Grundlage für Kraftwerksgesellschaften des ewz

Kauf und Finanzierung von Windparks im Ausland erfolgen über die ewz (Deutschland) GmbH. Die hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Zürich hält heute alle Windpark-Beteiligungen des ewz im Ausland. Die ewz-Deutschland-Gruppe ist damit eine der bedeutendsten Beteiligungen der Stadt Zürich. Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat daher in einer separaten Vorlage die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für die ewz (Deutschland) GmbH.

Im Rahmen der «Verordnung über die Steuerung der ewz-Gesellschaften, die erneuerbare Energie erzeugen» kann der Stadtrat über eine noch zu gründende Schweizer Gesellschaft auch Kraftwerksgesellschaften gründen und bestehende Beteiligungen und Anlagen auf diese übertragen, falls dies bei Rekonzessionierungen nötig ist. 

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