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Energiesparende Geräte – Verbreitung mit Aktionen fördern

Balkendiagramm, das die Höhe der Stromkosten von Kühlschränken verschiedener Effizienzklassen zeigt. Ein A+++-Gerät verursacht nur noch 29% der Kosten eines B-Geräts.
Stromkosten guter und schlechter Kühlschränke während der Nutzungsdauer von 15 Jahren. (Grafik: Topten)

1997 fiel der Startschuss zur erfolgreichen Förderaktion von «Best»-Kühlgeräten. Sie dauerte bis Ende 2015. Dank der Förderung aus Mitteln des Stromsparfonds konnten rund 30 000 Kühl- und Gefriergeräte der jeweils besten Energieeffizienzklasse gefördert werden. Damit wurden 90 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom eingespart. Dies entspricht etwa dem jährlichen Verbrauch von 33 000 Haushalten in der Stadt Zürich.

Zu Beginn der Förderaktion gehörten die meisten Geräte noch zur Effizienzklasse B (siehe Grafik). Die letzte Aktion wurde mit Geräten der Klasse A+++ durchgeführt. Inzwischen ist der gesetzliche Standard erhöht, so dass eine Förderung nicht mehr nötig ist.

Mit Energiesparlotsen Energiefressern an den Kragen gehen

Energiesparlotsin mit Wasserkocher: Damit wird effizienter Wasser erhitzt als in der Pfanne auf dem Herd.

Die Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien will in einem Pilotprojekt den Energieverbrauch in Wohnsiedlungen reduzieren. Unter Federführung von econcept AG und gemeinsam mit dem ewz wurden 10 Energiesparlotsen und -lotsinnen aus der Mieterschaft der interkulturellen Siedlung Friesenberg rekrutiert. Diese beraten ihre Nachbarn in Energiefragen, und zwar in ihrer Muttersprache.

Nach einer Schulung durch das ewz besuchten die Energiesparlotsen die Bewohnerinnen und Bewohner in ihren Wohnungen, installierten zusammen mit ihnen stromsparende Hilfsmittel und gaben ihnen Tipps, wie sie Energie und damit auch Geld sparen können – vom Ersatz alter Glühbirnen durch LED-Leuchten über das Ausstecken von Handy-Ladegeräten bis zum richtigen Lüften und effizient Wasser kochen.

Die Sparlotsen haben sich bewährt. Nachdem sie innert drei Monaten 198 von total 206 Wohnungen besucht und dort Beratungen durchgeführt hatten, ist der durchschnittliche Stromverbrauch um 4,3 Prozent gesunken. Mehr Informationen in der Medienmitteilung von ewz und der Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien. 

Das Projekt wurde u.a. mit einem Beitrag des Stromsparfonds unterstützt.

Topten – Entscheidungshilfen für Konsumentinnen und Konsumenten

Bildschirmansicht der Topten-Website mit dem Vergleich verschiedener Staubsaugermodelle

Das Portal ermöglicht Konsumentinnen und Konsumenten, rasch die besten Produkte und Dienstleistungen für zuhause oder den Arbeitsplatz zu finden. Auf der Topten-Website sind zur Zeit Listen von rund 1000 energieeffizienten Produkten in rund 100 Kategorien verfügbar. Die Listen enthalten Informationen zu Qualität, Funktion, Energieverbrauch und Preis.

Der Stromsparfonds unterstützt diese Konsumenten-information seit ihrer Gründung vor mehr als 15 Jahren; er trägt 5,2% der Gesamtkosten.

Vertikale Windturbinen – Innovation dank Startup-Unternehmen

Ansicht des Prototyps der vertikalen Windturbine von unten

Der Fonds unterstützt auch regelmässig die Forschung und Entwicklung im Bereich Energiesparen. Jährlich werden dafür mehrere hunderttausend Franken eingesetzt. Fördergelder erhalten nicht nur Forschungsprojekte, sondern auch innovative Start-up-Unternehmen wie z. B. Agile Wind Power. Dieses hat eine neuartige, langsam drehende, vertikale Windanlage mit hoher Stromproduktion entwickelt. Die Agile-Windturbine ist leise, braucht weniger Platz, ist kostengünstig und optimiert für den Transport und die Montage in schwierigem Gelände. Sie eignet sich also ausgezeichnet für verschiedene Standorte in der Schweiz.

Die bisher auf dem Markt erhältlichen vertikalen Windturbinen haben ein anderes Antriebssystem, das bei kleinen Anlagen funktioniert, sich aber nicht für Grosswindanlagen eignet. Ein Prototyp der Agile-Windturbine in Chur hat im ersten Betriebsjahr grosses Potenzial bewiesen: Die Neuentwicklung könnte den stark wachsenden Grosswindanlagen-Markt, der heute von der horizontalen Dreiblatt-Rotortechnik beherrscht wird, revolutionieren. Zurzeit arbeitet Agile Wind Power an der Umsetzung erster marktreifer Windturbinen.

Mehrfamilienhaus in Höngg – Energiebedarf dank Sanierung halbiert

Das vierstöckige Mehrfamilienhaus in Höngg nach der Sanierung

Dank der Sanierung und Aufstockung konnte das Sechsfamilienhaus in Zürich-Höngg den jährlichen Energiebedarf um 45% senken. Dies wurde erzielt mit einer gut gedämmten Gebäudehülle, passiver Solarnutzung, Sonnenkollektoren in Kombination mit Wärmepumpe und Erdsonde für Heizung und Warmwasser sowie mit einer Photovoltaikanlage, die im Flachdach integriert ist.

Die Eigentümerschaft erhielt Förderbeiträge aus dem Stromsparfonds für Sonnenkollektoren, Wärmepumpe und Photovoltaikanlage.

Seewasserverbunde – Heizen und Kühlen mit Wärmepumpen

Installation der Seewasserleitung für den Seewasserverbund im Seebecken vor dem Sechseläutenplatz

Der Zürichsee dient als Energiequelle für drei Seewasserverbunde, die rund um das Zürcher Seebecken verschiedene Gebäude heizen und kühlen. Im Winter entziehen Wärmepumpen dem Wasser Wärme und heizen damit die angeschlossenen Gebäude. Im Sommer ist es umgekehrt: Das Wasser wird direkt oder mit Hilfe von Kältemaschinen effizient für die Kühlung von Dienstleistungs- und Gewerberäumen eingesetzt. Die Anlagen entziehen dem See kein Wasser, sondern lediglich die Energie, die für die Produktion der Wärme oder Kälte benötigt wird.

Im Energieverbund Escherwiese werden beispielsweise seit 2003 das Kongresshaus, das Hotel Park Hyatt und das Hochhaus zur Palme sowie weitere Gebäude mit umweltfreundlich produzierter Wärme und Kälte versorgt. 

Die Anlagen zur Nutzung der Wärme aus dem Zürichsee hat der Stromsparfonds bisher mit rund 1 Mio. Franken unterstützt.

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