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Wasserverteilung

Die Werke

Hohe Versorgungssicherheit

Dank Rohwasser aus verschiedenen Quellen verfügt Zürich beim Trinkwasser über eine sehr hohe Versorgungssicherheit. Und mit dem Zürichsee steht ein Wasserreservoir zu Verfügung, das auch im heissesten Sommer nicht austrocknet.

Neben den beiden Seewasserwerken Lengg und Moos betreibt die Wasserversorgung Zürich das Grundwasserwerk Hardhof. Das Wasser aus den Quellen im Sihl- und Lorzetal wird im Quellwasserwerk Sihlbrugg gesammelt, jenes aus den kleineren Quellen rund um die Stadt fliesst direkt ins Quellwassernetz

Wasseraufbereitung

Quellwasser und Grundwasser wird weitgehend ohne zusätzliche Reinigung abgegeben. Die natürliche Filterwirkung des Bodens wird höchstens durch kleine Sandfilter verstärkt.
 Das Seewasser ist hingegen der Verschmutzung viel stärker ausgesetzt und muss aufbereitet werden, um als einwandfreies Trinkwasser dienen zu können. In Zürich werden zur Aufbereitung hauptsächlich der Natur nachempfundene Filtrations- und Oxidationsverfahren verwendet.

Leitungsnetz

Das städtische Leitungsnetz umfasst Rohrleitungen mit einer Gesamtlänge von 1550 Kilometern. Davon sind rund 1100 Kilometer Haupt- und Verteilleitungen, welche im allgemeinen unter den Strassen verlaufen und die Versorgung mit Trinkwasser sicherstellen. 450 Kilometer sind Anschlussleitungen zu den Liegenschaften.
Der grösste Teil der Hauptleitungen weist ein Kaliber zwischen 10 und 30 cm auf; Hauptleitungen, welche die übergeordnete Versorgung im Rohrnetz sicherstellen, weisen einen Durchmesser bis zu 1 Meter auf. Die Stollenleitungen zwischen den Trinkwasserwerken sind begehbar und haben einen Durchmesser von mehr als 2 Metern. Die Hausanschlussleitungen sind zwischen 5 und 10 cm dick.

Die grosskalibrigen Rohre werden heute aus duktilem Gusseisen gefertigt und sind vollständig gegen Korrosion geschützt. Für die kleineren Rohre der Hausanschlussleitungen wird Kunststoff (Polyethylen) eingesetzt.
Das Durchschnittsalter der Rohrleitungen beträgt 40 Jahre.

Von den drei Wasserwerken bis zu den Wasserzählern der Häuser ist ein weiter Weg. Um sicherzustellen, dass in jeder Leitung immer Wasser mit einem konstanten Druck fliesst, ist eine permanente Steuerung und Kontrolle des Systems nötig.

Hydranten (Löschwasserversorgung)

Das auffälligste Element des Leitungssystems an der Oberfläche ist der Hydrant. Die Wasserversorgung stellt die Versorgung mit Löschwasser sicher und gewährleistet bei einem Brand, dass genügend Wasser, mit entsprechendem Druck zur Verfügung steht. Für diese Aufgabe unterhält die Wasserversorgung rund 9000 Hydranten.

Erneuerungsquote

Unterhalt und Erneuerung des Rohrnetzes haben eine grosse Bedeutung. Rund 50 Rohrnetzmonteure der Wasserversorgung sind Spezialisten für die Montage und den Unterhalt des Rohrnetzes. Zu ihren Hauptaufgaben gehören:

  • Der Neubau und der Ersatz der schadenanfälligen, alten Leitungen
  • Die Piketteinsätze, welche für das Beheben von Rohrbrüchen geleistet werden müssen

Die Wasserversorgung erneuert jährlich 1,5 bis 2 Prozent des Wasserleitungsnetzes und ersetzt somit rund 20 bis 25 Kilometer Rohrleitungen. Dafür investiert die Wasserversorgung jährlich zwischen 25 und 30 Mio. Franken. Um die Zahl der Baustellen möglichst klein zu halten, werden die Arbeiten am Leitungsnetz mit anderen städtischen Stellen (Stadtentwässerung, Tiefbauamt, ewz usw.) geplant und koordiniert.

Rohrbrüche

Rohrbrüche sind schnell behoben. In Zürich kommt es im Durchschnitt zu zwei Rohrbrüchen im Tag. Die Hauptursache ist auf die Aussenkorrosion zurückzuführen, welche durch Streuströme oder durch eine schlechte Rohrbettung verursacht wird. Erschütterungen durch zunehmende Verkehrslasten oder Setzungen im Erdreich können ebenfalls zu Rohrschäden führen.

Da der Pikettdienst der Wasserversorgung rund um die Uhr einsatzbereit ist, dauert die Unterbrechung der Wasserversorgung meist nur wenige Stunden. Während dieser Zeit erhalten die betroffenen Haushalte Wasserbeutel für die nötigsten Verrichtungen oder es wird ein Standrohr mit mehreren Wasserhähnen eingerichtet. Bei länger andauernden Reparaturarbeiten wird eine Notleitung verlegt, welche die Versorgung mit fliessendem Trinkwasser sicherstellt.

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