Global Navigation

Persönlich-Kolumne: Hartnäckig am Ball bleiben

Publikationen & Broschüren

Publikation im Tagblatt der Stadt Zürich

November 2019

Daniel Leupi, Vorsteher des Finanzdepartements
Daniel Leupi, Vorsteher des Finanzdepartements

Letzten Samstag fand in Bern die Delegiertenversammlung der Grünen Schweiz statt. Erstmals nach dem überwältigenden Wahlerfolg Ende Oktober traf sich die grüne Parteifamilie. Natürlich wurde gefeiert und applaudiert, wie das jede Partei in einer solchen Situation macht. Für mich war es ein spezieller Moment, dies zu erleben.

Als einfacher Delegierter war es spannend, das Geschehen am Rande zu verfolgen. Mir wurde bei all den neu gewählten National- und Ständeratsmitgliedern bewusst, was es in der Politik heisst, hartnäckig am Ball zu bleiben.

Viele der neu gewählten Mitglieder haben sich bereits als junge Grüne einen Namen gemacht. Sie alle haben sich danach während Jahren in ihren Kantonen beharrlich gegen den Klimawandel engagiert, auch als das Thema nicht en vogue war.

Mit einigen verbindet mich eine Geschichte. Wie etwa jenem Kollegen, mit dem ich vor über zwanzig Jahren im Energiebereich zusammengearbeitet hatte und von dem ich bis vor einem Jahr gar nicht wusste, dass er bei den Grünen war. Nun vertritt er seinen Kanton als erster Grüner in Bern. Oder die ehemalige Regierungsrätin, die viele Jahre als einzige Frau und einzige Nicht-Bürgerliche im Regierungsrat hartes Brot kauen musste und nun die erste Frau ist, die seit 1848 für ihren Kanton nach Bern geht. Überhaupt die Frauen: Fast alle erzählten ein – trauriges – Lied davon, wie sie per Post und in den sozialen Medien mit Drohungen und Unflätigkeiten zugedeckt werden.

Auch aus dem Gemeinderat haben es wieder zwei nach Bern geschafft: Katharina Prelicz-Huber erneut, Andri Silberschmidt als jüngster Nationalrat. Ihnen beiden und allen anderen Mitgliedern der Bundesversammlung wünsche ich viel Energie für eine zukunftsfähige, nachhaltige Politik.

Daniel Leupi 
Vorsteher des Finanzdepartements

2018 in zwölf Meldungen aus dem Nachrichtenticker.
+ Januar: Die erste Ausgabe des digitalen Magazins «Republik» geht online + Februar: XXIII. Olympische Winterspiele in Südkorea. + März: NoBillag-Abstimmung und Gemeinderats- und Stadtratswahlen + April: Die ZSC-Damen und Herren gewinnen je den Schweizer-Meister-Titel + Mai: Pfarrer Sieber stirbt hochbetrauert 91-jährig. + Juni: Die Globus-Krawalle jähren sich zum 50. Mal. + Juli: Die Stadt Zürich feiert das 125-Jahr-Jubiläum der ersten Stadterweiterung. + August: Das Rettungsschiff «Aquarius» darf erst nach tagelangem Tauziehen in Malta anlegen, nachdem sich mehrere Länder bereit erklärt haben, die Flüchtlinge aufzunehmen. + September: Erdbeben/Tsunami auf Sulawesi in Indonesien. Der Gemeinderat bewilligt humanitäre Hilfe. + Oktober: Der Hitzesommer geht mit einem goldenen Herbst zu Ende. + November: Die Stadtzürcher Stimmbevölkerung sagt mit 54 Prozent Ja zu Fussballstadion und Wohnbauten auf dem Hardturm-Areal. + Dezember: Dem Bundesrat gehören endlich wieder drei Frauen an. +
Diese Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch darauf, repräsentativ zu sein. Und die Liste beinhaltet auch nicht, was Sie, liebe Leserinnen und Leser, privat und beruflich 2018 alles erlebt haben. Aber sie erinnert daran, dass wir in einer Welt voller Herausforderungen und Fragestellungen leben – mit durchaus schönen Momenten zwischendurch. Das wird 2019 nicht anders sein. Ich wünsche Ihnen im Jahreswechsel geruhsame Momente und viel Erfreuliches für 2019.

Departement: Finanzdepartement