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Persönlich-Kolumne: Aus dem Alltag

Publikationen & Broschüren

Publikation im Tagblatt der Stadt Zürich

September 2020

Daniel Leupi, Vorsteher des Finanzdepartements
Daniel Leupi, Vorsteher des Finanzdepartements

Wenn Sie am Wochenende noch an der Urne Ihre Stimme abgeben möchten, beachten Sie, dass es pandemiebedingt in der Stadt nur zwei Stimmlokale gibt: Im Stadthaus und im Tramdepot Oerlikon. Diese sind am ganzen Samstag und am Sonntagmorgen offen. Um Wartezeiten zu vermeiden, gehen Sie nicht erst kurz vor Urnenschliessung am Sonntagmittag vorbei. Besuchen Sie das Stimmlokal früher oder bereits am Samstag. Die genauen Angaben entnehmen Sie den Abstimmungsunterlagen.

Kürzlich beim Einkauf im Bachsermärt: Eine Frau ohne Maske wurde vom Personal freundlich darauf aufmerksam gemacht, dass Maskenpflicht gelte und sie sie ohne nicht bedienen dürften. Darauf entspann sich eine heftige Diskussion. Die Frau machte gesundheitliche Gründe geltend. Bald aber war klar, dass es nicht um ihren persönlichen Gesundheitszustand ging. Mit Vehemenz bestritt sie die Rechtsmässigkeit der Masken-Verordnung, beklagte die Freiheitseinschränkung und drohte – im ganzen Laden hörbar – den Mitarbeitenden mit Klagen, falls sie nicht bedient werde. Praktisch die ganze Belegschaft war involviert, blieb sehr ruhig und versuchte mit der Frau eine Lösung zu finden. Da ich in der Nähe war, habe ich versucht, das Personal zu unterstützen, wurde aber auch mit Vorhaltungen eingedeckt. Volles Verständnis für Asthmatiker/innen und Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können. Wer sie aber aus Prinzip nicht trägt und das in einem Laden auch noch allen laut mitteilt, handelt unsolidarisch und missachtet den Schutz von anderen Personen.

Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass der Regierungsrat endlich die Sans-Papiers regularisieren muss. Gerade in diesen Zeiten zeigt sich, dass es die Schwächsten unserer Gesellschaft am härtesten trifft.

Daniel Leupi 
Vorsteher des Finanzdepartements

2018 in zwölf Meldungen aus dem Nachrichtenticker.
+ Januar: Die erste Ausgabe des digitalen Magazins «Republik» geht online + Februar: XXIII. Olympische Winterspiele in Südkorea. + März: NoBillag-Abstimmung und Gemeinderats- und Stadtratswahlen + April: Die ZSC-Damen und Herren gewinnen je den Schweizer-Meister-Titel + Mai: Pfarrer Sieber stirbt hochbetrauert 91-jährig. + Juni: Die Globus-Krawalle jähren sich zum 50. Mal. + Juli: Die Stadt Zürich feiert das 125-Jahr-Jubiläum der ersten Stadterweiterung. + August: Das Rettungsschiff «Aquarius» darf erst nach tagelangem Tauziehen in Malta anlegen, nachdem sich mehrere Länder bereit erklärt haben, die Flüchtlinge aufzunehmen. + September: Erdbeben/Tsunami auf Sulawesi in Indonesien. Der Gemeinderat bewilligt humanitäre Hilfe. + Oktober: Der Hitzesommer geht mit einem goldenen Herbst zu Ende. + November: Die Stadtzürcher Stimmbevölkerung sagt mit 54 Prozent Ja zu Fussballstadion und Wohnbauten auf dem Hardturm-Areal. + Dezember: Dem Bundesrat gehören endlich wieder drei Frauen an. +
Diese Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch darauf, repräsentativ zu sein. Und die Liste beinhaltet auch nicht, was Sie, liebe Leserinnen und Leser, privat und beruflich 2018 alles erlebt haben. Aber sie erinnert daran, dass wir in einer Welt voller Herausforderungen und Fragestellungen leben – mit durchaus schönen Momenten zwischendurch. Das wird 2019 nicht anders sein. Ich wünsche Ihnen im Jahreswechsel geruhsame Momente und viel Erfreuliches für 2019.

Departement: Finanzdepartement