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Rechenzentren

Aussenansicht Albis

Die OIZ betreibt zwei Rechenzentren (RZ), in denen sie sämtliche Daten der Stadt Zürich verwaltet. Die RZ werden höchsten Anforderungen an Betriebssicherheit, Verfügbarkeit und Energieeffizienz gerecht und gehören zu den modernsten in Europa. 

Das Rechenzentrum als Nervenzentrum der Stadtverwaltung

Die OIZ ist das «Informatik-Nervenzentrum» der Stadtverwaltung. Dass die teils hoch vertraulichen Daten der Stadt Zürich sicher verwaltet werden und reibungslos damit gearbeitet werden kann, ist heute unverzichtbares Element des Service Public. Mit der rasanten Entwicklung im IT-Bereich hatte die bestehende Informatik-Infrastruktur der Stadt aber nicht Schritt gehalten. Die Server- und Systemräume des alten Rechenzentrums hatten ihre Kapazitätsgrenze erreicht.
Der Stadt Zürich bot sich die Möglichkeit, auf dem Siemens-Gelände in Albisrieden ein modernes RZ zu bauen. Die Gesamtkosten – einschliesslich Baukosten, IT-Betriebseinrichtungen und Übertragung – betrugen 139,4 Mio. Franken. Diesem Vorhaben haben an der Volksabstimmung vom 27. September 2009 rund 75 % der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zugestimmt. Auch den zweiten notwendigen RZ-Standort im Logistikzentrum Hagenholz hat das Stimmvolk ein Jahr später mit 83,4 % befürwortet.

Professionalisierung der historisch gewachsenen Infrastruktur

Der im Frühjahr 2013 bezogene Hauptstandort der OIZ an der Albisriederstrasse ist Teil der vom Stadtrat verabschiedeten IT-Strategie, die die OIZ seit 2007 umsetzt. Die städtische IT war 2007 stark dezentral ausgerichtet: In über 80 Dienstabteilungen war eine grosse Vielfalt an Hard- und Software zu finden. Mit der neuen Strategie sollte sichergestellt werden, dass die IT-Ressourcen innerhalb der Stadtverwaltung optimal eingesetzt und somit die Informatikkosten mittelfristig eingedämmt werden können. Dieses Ziel soll mit einer Konsolidierung und Standardisierung der Basis-Informatikleistungen erreicht werden, die nun stadtweit von der OIZ erbracht werden. Ein Teilziel betrifft dabei auch die neuen Rechenzentren: Ein Grossteil der mehr als 100 über das Stadtgebiet verteilten Serverräume und das bisherige Rechenzentrum werden aufgehoben und auf die zwei neuen Rechenzentren konzentriert.

Neue Massstäbe in Bezug auf Sicherheit, Leistung, Service und Energieeffizienz

Die zwei RZ wurden örtlich getrennt errichtet, um mögliche Auswirkungen durch Elementarrisiken zu minimieren. So kann bei einem Ausfall eines Rechenzentrums das andere die Weiterführung des Betriebs der wichtigsten Anwendungen sicherstellen und Datenverlust verhindern. Diese sogenannte Georedundanz garantiert ausserdem, dass notwendige Wartungsarbeiten an den Servern jederzeit ausgeführt werden können. Die RZ sind bezüglich Sicherheit als Trusted Site Infrastructure (TSI, TÜViT Level 3) zertifiziert: Sie werden 7 x 24 h an 365 Tagen überwacht und der Zugang zum Gebäude erfolgt rollenbasiert. Die Serverräume sind mit Vereinzelungsanlagen und biometrischer Authentifizierung gesichert. Natürlich sind die RZ zudem mit Sicherheitsmassnahmen gegen Hackerangriffe, Feuer, Blitzschlag sowie die Auswirkungen von Erdbeben und Hochwasser geschützt.

Vermietung von Serverraumflächen im Rechenzentrum RZ

Aufgrund dieser hohen Sicherheitsstandards haben sich drei Banken entschlossen, ihre Datenzentren in den Rechenzentren der Stadt Zürich unterzubringen. Die Vermietung von Reservefläche an Drittmieter als «Managed Service» gehörte zur ursprünglichen Projektierung der beiden Rechenzentren Albis und Hagenholz und wurde vom Stimmvolk gutgeheissen. Die Reserveflächen sollen den zukünftigen Raumbedarf der Stadt Zürich auf die nächsten 30 Jahre hinaus sicherstellen.

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